Dienstag, 15. November 2011
Sehenswerte Fotoausstellung von Rosl Rößner im Storchenzentrum Bornheim
Samstag, 5. November 2011
Wo ist Romeo?
Jedes Jahr, wenn die meisten Störche über die kalte Jahreszeit in wärmeren Regionen verweilen, war man es gewohnt, dass ein Storch bisher Winter für Winter in Bornheim blieb. Die Rede ist von Storch „Romeo“.
Doch seit Wochen hört und vor allem sieht man nichts mehr von Romeo! Wo mag er wohl sein? Hat er sich mit seinen 15 Jahren zum ersten mal in seinem Leben mit den anderen Störchen auf den Weg in Richtung Süden gemacht? Oder ist ihm etwas zugestoßen?
Wenn er tatsächlich mit in Richtung Süden gezogen ist, dann wäre dies eine hochinteressante und zugleich wichtige Beobachtung. Leider ist es aber momentan auch nicht auszuschließen, dass ihm etwas passiert ist.
Da uns momentan auch keine Widerfundmeldungen von ihm vorliegen, können wir nichts Genaueres über seinen Verbleib sagen.
Spätestens im nächsten Frühjahr, wenn die Brutsaison von neuem startet, werden wir sehen, ob er wieder auftaucht oder nicht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verdichten sich dann die Vermutungen.
Vielleicht wird er aber auch schon vorher irgendwo gefunden bzw. abgelesen oder er taucht in den nächsten Tagen und Wochen wieder plötzlich auf?
Lassen wir uns mal überraschen und denken positiv!
Sonntag, 16. Oktober 2011
Pressemitteilung zum Stromtod

Die Aktion PfalzStorch hat eine Pressemitteilung zum Thema Stromtod von Störchen herausgegeben, die in den letzten Tagen von mehreren Zeitungen und Rundfunkstationen verbreitet wurde. Hier der Text:
Der Stromtod – immer noch eine der relevanten Todesursachen bei Weißstörchen
Der Erfolg in der Wiederansiedlung des Weißstorches macht es dringlich, sich künftig noch stärker mit der Sicherung der Strommasten gegen den Stromtod auseinanderzusetzen.
In 2011 wurden 13 stromtote Störche erfasst, davon 10 durch Elektrokution und 3 durch Leitungskollision. Hinzu kommt eine Dunkelziffer für die Störche, die nicht gefunden werden. Im Vergleich zu 2010 mit 19 gefundenen stromtoten Störchen ist dies ein Rückgang, vor allem wenn man noch berücksichtigt, dass die Population in 2011 nochmals deutlich gewachsen ist. Ein Erfolg der bisher getroffenen Schutzmaßnahmen ist, dass zumindest relativ gesehen bezogen auf die jeweilige Population der Anteil der stromtoten Störche nicht gestiegen ist.
Differenziert man nach dem Lebensalter der Weißstörche, so sind es vor allem die Jungstörche, die vom Stromtod betroffen sind. Grund ist wahrscheinlich ihre Unerfahrenheit, aber auch ihr hoher Anteil an der jeweiligen Gesamtpopulation. Deutlich wird dies auch bei der Verteilung der stromtoten Störche auf den jeweiligen Monat. Hier gibt es ein deutliches Maximum im Juli und August, das ist der Zeitraum des Ausfliegens der Jungstörche bis zum Wegzug in den Süden.
Von Kollisionen betroffen sind vor allem die Jungstörche, wenn sie ihr Nest verlassen und dann im Nestumfeld noch im Fliegen ungeübt gegen die Niederspannungsleitungen prallen. Die Langfristlösung ist hier die Verkabelung, die Kurzfristlösung die Umrüstung auf Luftkabel. Um dieses Problem zu lösen, erfasst die Aktion Pfalzstorch derzeit die gefährlichen Niederspannungsleitungen im Umfeld der Storchennester, um dann mit den Netzbetreibern eine Umrüstung auf Luftkabel zu vereinbaren.
Mehrjährige Weißstörche sind seltener Opfer von Unfällen an Leitungen und Masten. Allerdings ist der Verlust eines brutreifen Storchs zehn Mal gravierender für die Population, denn schließlich gehören sie zu den 10 Prozent der Störche, die die ersten 2-4 Jahre nach dem Flügge-Werden überlebt haben und in ihr Herkunftsgebiet zurückkehren, um für Nachwuchs zu sorgen.
Der Stromtod ist vor allem ein Problem bei den Mittelspannungsleitungen. Bis Ende 2012 sind die Stromversorger gesetzlich verpflichtet, Vogelschutzmaßnahmen durch Mastsicherungen flächendeckend umzusetzen. Wie diese Maßnahmen aussehen müssen, ist im VDE-Maßnahmenkatalog vom 1. August 2011 verbindlich geregelt.
In Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken als pfälzischer Netzbetreiber konnten bisher viele Masten über Nachrüstungen gesichert werden. Aber die bisher getroffenen Maßnahmen reichen nicht aus bzw. stellen sich bei zunehmender Populationsgröße als nicht mehr geeignet heraus. Notwendig sind u.a. spezielle Sitzbalken mit isolierten Stützen - vielfach sind die Stützen bisher nicht isoliert - sowie Langstabisolatoren, die einen ausreichenden Abstand der Störche von Strom führenden Teilen gewährleisten. Beim Neubau oder grundlegenden Sanierungen von Mittelspannungsleitungen sollte aus Sicht der Aktion PfalzStorch künftig vor allem auf die Erdverkabelung gesetzt werden, da dies die Vogelschutzproblematik dauerhaft lösen würde.
Die Aktion Pfalz wird zur langfristigen Sicherung des Wiederansiedlungserfolgs neben der Lebensraumsicherung für den Weißstorch in den nächsten Jahren ihren Schwerpunkt auf die Sicherungsmaßnahmen gegen den Stromtod legen und sich dafür engagieren, in Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern diese Problemstellung zügig im Sinne der Weißstörche, aber auch anderer betroffener Vogelarten in den Griff zu bekommen.
Donnerstag, 15. September 2011
Hallo,
ich absolviere dieses Jahr (2011/2012) ein FÖJ bei der Aktion PfalzStorch.
Mein Name ist Sabrina Geilhaupt, bin 19 Jahre und komme aus dem „Eselsdorf“ Eschbach. Durch einen Zufall stach mir die Anzeige, dass hier eine FÖJ-Stelle frei wäre, ins Auge.
Da ich gerne draußen in der Natur bin und auch mit Tieren immer schon mal arbeiten wollte, sagte mir die Stelle sofort zu. Nach meiner ersten Woche stellte ich fest, dass ich mich nicht nur viel mit den Störchen beschäftigen muss, sondern auch Aufgaben hier, in unserem interaktiven Museum bewältigt werden müssen. Seit nun knapp drei Wochen arbeite ich in der Storchenscheune und parallel im Storchenzentrum, das ist bis jetzt noch nicht lange, aber ich kann sagen, dass die Arbeit hier Spaß macht, besonders in der Scheune!
Die Umwelt und natürlich der Schutz des Storches werden bei der Aktion PfalzStorch großgeschrieben und es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass man zu etwas so Wichtigem beiträgt.
Zum Schluss meiner Vostellung, möchte ich noch hinzufügen, dass ich mich auf ein spannendes und aufregendes Jahr freue.
Sonntag, 28. August 2011
Die Letzten?
Die meisten Störche sind weg! Anfang August, direkt nach der großen Versammlung von 260 (!) Störchen in den Queichwiesen bei Offenbach, zogen fast alle Jungstörche ab. Die Altvögel lassen sich etwas länger Zeit, verschwinden aber auch nach und nach. Immer wieder trifft man noch auf kleinere Trupps, wobei es sich entweder um Durchreisende handelt oder eben um Altvögel, die die Zugunruhe noch nicht drängt. Das Foto vom heutigen Nachmittag stammt aus den Offenbacher Wiesen, wo gerade die letzte Mahd eingebracht wird und 29 Störche dabei Futter suchten.
Die Storchpaare der 3 Bornheimer Kameranester haben es noch nicht eilig. Vielleicht genießen sie die streßarme Zeit ohne bettelnde Jungen. Es sei ihnen gegönnt, sie haben in diesem Jahr ganze Arbeit geleistet:
259 Jungvögel sind in 110 Nestern in Rheinland-Pfalz flügge geworden, ein sehr ordentlicher Bruterfolg. Dabei ist der Bestand abermals gewachsen, um 22% gegenüber dem Vorjahr. Details zur diesjährigen Brutsaison sind auf dieser Website im Hauptmenü unter "Störche in Rheinland-Pfalz" zu finden.
Sonntag, 7. August 2011
Der Abflug rückt näher
In den nächsten Tagen werden sich wohl die ersten Schwärme auf in Richtung Überwinterungsgebiete machen. Wir wünschen ihnen einen guten Flug!
Sonntag, 24. Juli 2011
Die Freiheit ruft!
Am Anfang noch etwas misstrauisch, wagte nach zwei/drei Minuten der erste Jungstorch die Schwelle zur Freiheit zu überschreiten. Nach und nach folgten ihm dann die Anderen. Zuerst machten sie ein paar Schritte über das Neue und unbekannte Terrain, bevor dann der Erste all seinen Mut zusammen nahm und abhob. Es
dauerte nicht lange bis es die Anderen ihm nachahmten.
Für die Storchenfreunde und das Storchenscheunenteam war es ein überragender Moment als die acht Jungstörche über der benachbarten Wiese ihre Kreise zogen. Mit den Bildern von den vergangenen drei Monaten im Hinterkopf, als die winzigen Jungen gerade aus ihren Eiern geschlüpft sind bis hin zu den ersten Schritten und mit dem aktuellen Blick auf die nun ausgewachsenen fliegenden „Kerlchen“, war dies der schönste Lohn für die eingesetze Zeit und Mühe.
Kurz darauf landeten sie ca. 100 m weiter auf einer Wiese bei ihren bereits frei lebenden Kumpanen von der Kollerinsel. Einer der acht Jungen nutzte seine Freiheit gleich mal voll aus und flog davon, bevor er dann nach ca. 10 Minuten plötzlich wieder zu seinen Artgenossen auf die Wiese zurückkehrte.
Und so sah die ganze Sache noch vor drei Monaten aus:
Donnerstag, 21. Juli 2011
Jungstörche in Auswilderungsvoliere gebracht
Für das "Storchenscheunenteam" um Christian Reis, Andrea Ferner, Rolf Schmitt und Thomas Antrett (FÖJler) ist dies jedes Jahr immer wieder ein großer Erfolg und der Lohn für die mühevolle Arbeit mit den Jungen. Das Team war immer stets darum bemüht, die Jungstörche so naturnah wie möglich großzuziehen (d.h. so wenig wie möglich Menschenkontakt, die Fütterung der Junge über die Altstörche, etc. ).
An dieser Stelle sei nocheinmal erwähnt, dass die Storchenscheune keine Zuchtstation, sondern eine Pflegestation für kranke und verletzte Störche ist. Die Störche in der Scheune haben natürlich ihre natürlichen Triebe nicht verloren und brüten auch, wie die freilebenden Störche, in jedem Frühjahr. Unser oberstes Ziel ist nach wie vor noch die Pflege und die Genesung der Störche in der Storchenscheune!
Hier noch ein paar Impressionen von der Umgebung: