Mittwoch, 15. August 2012


Das Freiwillige Ökologische Jahr beginnt

Auf diesem Wege möchte ich mich gerne kurz vorstellen: Mein Name ist Marina Damm (19), ich bin die neue FÖJlerin der Aktion PfalzStorch.
Obwohl ich noch nicht lange an meinem Arbeitsplatz bin, habe ich doch das Gefühl als hätte ich in meinen ersten Tagen schon so einiges erlebt. Damit habe ich so nicht gerechnet.
Ich habe mich natürlich auf die verschiedenen Aspekte meiner Arbeit eingestellt, aber trotzdem bin ich schon jetzt überwältigt, im positiven Sinne.
Nachdem ich in diesem Jahr mein Abitur gemacht habe, war ich mir längere Zeit nicht sicher, was denn jetzt vor mir liegt. Als ich mich nach einer Übergangsbeschäftigung umschaute, dann das FÖJ und schließlich die freie Stelle bei der Aktion PfalzStorch entdeckte, war ich überglücklich. Mir war sofort klar: Das will ich machen.
Auf meinen Arbeitsbegin habe ich mich sehr gefreut. Als ich dann sowohl von den Mitarbeitern als auch von den Störchen freundlich empfangen wurde, war meine Aufregung schnell Geschichte.
Nach einigen Tagen „im Einsatz“ werde ich von den Störchen nur noch ein wenig misstrauisch beäugt, wenn ich ihre Voliere betrete. Als Mensch hat man es nun mal nicht leicht unter Vögeln, ein Eimer mit Futter lässt einen aber recht schnell sympathisch werden.
Ich freue mich auch weiterhin auf neue Aufgaben und Erlebnisse und weiß, ich werde nicht enttäuscht. Hier lernt man Wichtiges für das Leben. Eine Menge Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Spass daran neue Dinge auszuprobieren stehen für diejenigen, die sie noch nicht mitbringen, ganz schnell auf dem Lehrplan. Ich bin überzeugt, dass mir dieses Jahr viel Freude und Erfahrungen schenken wird, egal wohin es mich danach noch verschlägt. Ich werde bestimmt immer mit Stolz und einem Lächeln sagen, dass ich mich hier ein Jahr engagiert habe, im Naturschutz mit dem Storch.
Abgesehen davon, wer kann schon sagen, dass ihn mal ein Storch angeknabbert hat?

Ich würde mich sehr freuen Sie einmal, oder auch mehrmals, hier im Storchenzentrum begrüßen zu dürfen.

Mit feundlichen Grüßen,
Marina Damm

Kommentare:

Piroschka hat gesagt…

Liebe Marina, ich finde es super, dass Du Dich für diese Tätigkeit entschieden hast und wünsche Dir alles Gute und viel Spaß mit den Störchen.
Liebe Grüße von Piroschka

Anonym hat gesagt…



Dienstag, 21. August 2012 11:43 Uhr
URL: http://www.buerstaedter-zeitung.de/region/rhein-neckar/meldungen/12330991.htm
Bürstädter Zeitung
Rhein-Neckar
Leitungen Todesfalle für Störche

21.08.2012 - BORNHEIM

Von Rolf Sperber

(spe). Eine ebenso positive wie traurige Zwischenbilanz über das „Storchenjahr 2012“ zieht die „Aktion Pfalzstorch“ in Bornheim: 134 freifliegende Brutpaare mit 312 Nachkommen, kaum Verluste durch schlechtes Wetter - aber erneut viele tödlich verunglückte Störche durch Stromleitungen. „Störche suchen Strommasten als Ruhe- und Schlafplatz auf - und können dort einen tödlichen Stromschlag erleiden. Bei einer Kollision mit der Leitung verletzen sich Störche ebenfalls - teilweise so sehr, dass sie sterben“, wissen die Storchenfreunde. Auch für andere Vögel wie Eulen und Greifvögel seien die Masten gefährlich.

Deshalb wurde 2002 ein Gesetz verabschiedet, das die Tiere vor dem Tod am Mittelspannungsmast schützen soll. Die Netzbetreiber werden darin verpflichtet, ihre Einrichtungen so zu verändern, dass sie keine Gefahr mehr für Großvögel darstellen. Die Energieversorger bekamen für die Umsetzung eine Frist von zehn Jahren, die am 31. Dezember dieses Jahres abläuft.

Die Aktion Pfalzstorch hat den größten Netzbetreiber in der Pfalz - die Pfalzwerke - auf tödliche Fehler bei der Montage von Sitzprofilen für die Störche hingewiesen. Das Fatale bei leitenden Gewindestäben als Befestigung: Sie werden zur Todesfalle. „Steht ein Storch auf einer stromführenden Abspannklemme und streckt ein Bein oder einen Flügel aus, kommt es zum Erdschluss - der Storch stirbt.“

Die Zahl der toten Störche wegen Stromschlag ist erschreckend: Bis Mitte August beklagte die Aktion 13 tote Störche durch Stromschlag und zwei schwer verletzte Tiere. „Wir gehen von einer erheblichen Dunkelziffer aus, da die Kadaver der Störche von Aasfressern innerhalb von wenigen Tagen beseitigt werden“, heißt es in einer Erklärung der Aktion. „Die Saison und damit das Sterben der Störche sind noch nicht zu Ende.“