Sonntag, 27. Januar 2008

Sie ist es!

Eine Meldung direkt aus der Storchenscheune Bornheim: die Ringablesung hat soeben zweifelsfrei ergeben, dass die langjährige Brutstörchin vom Dach der Storchenscheune zurückgekehrt ist! Sie steht im kalten, strammen Wind des Sonntagmorgens und schaut wieder auf "ihre" Bornheimer Dächer runter. Sie (von einigen Kamerabeobachtern auch "Madame von Bornheim" genannt ;-) hat die gefahrvolle Reise über Landschaften mit gefährlichen Strommasten, durch Wind und Wetter, offenbar gut überstanden und ist augenscheinlich gesund zurück gekommen! :-)

Das war nach ihrer schweren Erkrankung im letzten Frühjahr nicht zu erwarten. Grandios, wenn man die Weltreisende nach 4 Monaten gesund wiedersieht! FRS 2823 ist also erstaunliche 17 Tage früher als 2007 eingetroffen (Rückkehr 12.02.2007).

Dazu passt auch die Meldung von der mit einem Sender versehenen Störchin "Max", dass sie mittlerweile auch schon auf dem Rückflug aus Spanien ist. Sie hatte dieses Jahr die Experten verblüfft und war zum ersten Mal in ihrem Leben zur Überwinterung nicht nach Nordafrika geflogen, sondern war in Spanien geblieben! ==> Quelle: http://www.fr.ch/mhn/de/

"Madame von Bornheim" und die Störchin "Max" sind übrigens fast gleich alt. FRS 2823 ist 1998 in Kutzenhausen (Nordelsaß) geboren, wurde 1999 in Spanien gesichtet und hat seit dem Jahr 2000 ohne Ausnahme auf dem Dach der Storchenscheune gebrütet.

Welche Ringnummer hat dieser Storch?



Seit gestern nachmittag ist regelmäßig ein "neuer" Storch auf dem DachNest der Storchenscheune zu sehen, hat sogar im Nest übernachtet. Der Neuankömmling trägt einen großen Aluminiumring am rechten Bein über dem Intertarsalgelenk.

Grübelgrübel: ein großer Aluminiumring oben rechts? Angekommen und gleich im Nest übernachtet? Das klingt alles schwer verdächtig nach der hier seit vielen Jahren erfolgreich brütenden "Nestbesitzerin" FRS 2823.

Bevor hier wilde Spekulationen ins Kraut schießen (ist's sie, ist's sie's nicht?): da hier hilft nur eine sichere Ringablesung.
Sobald das gelungen ist, werden wir darüber berichten. Schwierigkeiten dürfte heute beim Ablesen der sehr starke Wind bereiten, da wackelt selbst das stärkste Stativ und eine sichere Ablesung ist fast unmöglich...


Bis bald,
Eure Aktion PfalzStorch!

Freitag, 14. Dezember 2007

Gewölle - eine haarige Angelegenheit

Schon die Klärung der Frage, was genau ein Gewölle ist, bereitete allen Beteiligten viel Spaß, denn es gab z. T. abenteuerliche Meinungen zur Entstehung der Speiballen.

Auch die genaue Betrachtung einzelner Gewölle brachte Wundersames ans Tageslicht: So würgten Störche ein komplettes Gehäuse einer Schnirkelschnecke, daumennagelgroße Kieselsteine, zahllose Insektenbeine oder rein gelbe Gewölle aus Daunen aus. Letztere stammten von kranken Störchen, die in der Storchenscheune Bornheim mit Eintagsküken gefüttert wurden.



Die 6- bis 11-Jährigen gingen mit viel Geschick, Geduld und einer guten Ausrüstung ans Werk. Jeder konnte ein fast komplettes Mäuseskelett aus dem Schleiereulen-Gewölle aufkleben sowie viele verschiedene Bestandteile der Storchengewölle. Stolz nahmen die Kinder ihre Arbeiten mit nach Hause, wo so manche Mutter mit lautem „Ihhh“ zurückschreckte. Die wurde dann aber von sachkundigen Kindern über die Zusammenhänge aufgeklärt.

Freitag, 30. November 2007

Veranstaltung Storchenzentrum

Malwettbewerb

Was machen Störche eigentlich im Winter?

Nur einige wenige Projektstörche bleiben hier in der Pfalz.
Alle anderen ziehen ab Mitte August nach Süden, manche sogar bis nach Afrika.

Was machen Störche den ganzen Winter über dort?


Macht euch schlau im Internet oder kommt am 29.11.07 oder am 13.12.07 jeweils um 15.30 Uhr ins Storchenzentrum, um in unserer kleinen Bibliothek die richtigen Antworten zu finden.

Dann könnt ihr sicher ein wunderschönes Bild dazu malen.

Teilnehmen dürfen alle, die ein DIN A4-Bild mit Buntstift gemalt haben und nicht älter als 13 Jahre sind.

Zu gewinnen gibt es vom Bastelbogen bis zum Bestimmungsbuch rund um den Storch und die Wiese so allerhand.
1. Preis: ein Morgen mit dem Storchenpfleger in der Storchenscheune

2. – 5. Preis: kostenlose Teilnahme an einer Veranstaltung aus der Reihe „Wiesenwerkstatt“ oder „WunderWeltWiese“

Nun das Wichtigste:

Auf deinem Bild steht auf der Rückseite Dein Vor- und Zuname, deine Adresse mit Telefonnummer sowie dein Alter!!! (Denn du willst ja einen Preis bekommen!)
Dein Gemälde kommt in einen DIN A4-Umschlag, den du im Storchenzentrum abgibst oder in den Briefkasten wirfst.

Allerletzter Abgabeschluss ist der 08.01.08!!

Auf Eure schönen Bilder freut sich

Christiane Hilsendegen

Storchenzentrum Bornheim

Kirchstr. 1

76879 Bornheim

06348 610757

storchenzentrum@pfalzstorch.de


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Aus der Reihe „WiesenForscherWerkstatt“

Untersuchung der Gewölle von Storch und Schleiereule

am Mittwoch, den 12.12.07 von 15.30 – 17.30 Uhr an.

Was diese Vögel fressen, kann man an ihren Gewöllen sehen. Die sogenannten Speiballen werden mit Lupen, die so groß sind wie Mikroskope, untersucht.
Geeignet für junge Forscher und Forscherinnen bereits ab 8 Jahren und besonders für Jugendliche! Gebühr: 3 € einschl. Material.
Leitung und Anmeldung bei Christiane Hilsendegen (06348 610757) oder unter storchenzentrum@PfalzStorch.de.



Dienstag, 27. November 2007

Vorabinfo: Wässerwiesen-Symposium 2008

Shortlink: http://tinyurl.com/yuyd5j

Die Aktion PfalzStorch hat mit der Organisation eines Fachsymposiums zum faszinierend vielschichtigen Thema "Wässerwiesen" begonnen. Es findet am 1. und 2. August 2008 in Bornheim statt.

Der Schwerpunkt des Symposiums liegt auf der Bedeutung der Wässerwiesen aus Sicht von Naturschutz, Landwirtschaft und Landespflege.
Ein weiteres Ziel ist der Aufbau des "Infonetzwerk Wässerwiesen", damit man künftig symbiontisch von Erfahrungen anderer Projekte profitieren kann (auch aus anderen Ländern). Wir haben schon Kontakt zu etlichen Akteuren im europäischen Ausland, die sich z.T. schon seit vielen Jahren mit diesem spannenden Kulturlandschaftsthema beschäftigen.

Neue Infos werden hier in diesem Beitrag aktualisiert, sobald wir genauere Infos zu den Referenten etc. haben!

- Termin
1. + 2. August 2008 (Freitag Nachmittag sowie Samstag)

Am darauf folgenden Sonntag (3. August 2008) findet das alljährlich Bornheimer Storchenfest statt. Hier kann man's gemütlich ausklingen lassen (z.B. mit Pfälzer Wein)

- Ort
Bornheim/SüdPfalz mit Außentermin u.a. im Raum Ottersheim. Ganz in der Nähe, entlang der Queich, liegen die derzeit größten aktiv bewirtschafteten Wässerwiesenareale Deutschlands. Sie dienen als lebendige Kulisse und praktisches Anschauungsobjekt für das Symposium.

- Teilnahme: wird mit Sicherheit nur über Anmeldung und Tagungsgebühr möglich sein (Kosten stehen noch nicht fest).

Sind Sie an einer Teilnahme interessiert und wollen unverbindlich genauere Infos erhalten? Ca. bis Frühjahr 2008 sollten wir die wichtigsten organisatorischen Fragen abgeklärt haben. Danach können wir Ihnen genaueres über den Programmablauf sagen. Schicken Sie uns einfach eine Mail, siehe ==> Kontaktseite
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Wässerwiesen waren in Deutschland und vielen anderen Regionen Europas über viele Jahrhunderte eine sehr weit verbreitete Form der Grünlandbewirtschaftung. Sie sind leider bis auf winzige Reste aus unserem Landschaftsbild verschwunden.


Bild: Gewässerplan des Speyerbach von 1759, Wässerwiesen zwischen Neustadt und Speyerdorf

Mittlerweile (und gerade noch rechtzeitig) hat man jedoch die besondere ökologische Bedeutung für Flora und Fauna entdeckt. Diese wechselfeuchten Wiesen und ihre Durchmischung mit Be- und Entwässerungsgräben hatten sehr artenreiche Lebensräume zur Folge. Die komplette Abkopplung der Wässerwiesen und ihrer Gräben von den sie speisenden Gewässern hatte weit reichende Folgen für diese Ökosysteme.

Bild: Fuchsbach und "Schwarzes Wehr" => mehr

In der Südpfalz, entlang der Queich, gibt es mittlerweile wieder die größten bewirtschafteten Wässerwiesen Deutschlands. Ihr üppiges Nahrungsangebot ist wohl auch der Grund dafür, dass die rheinland-pfälzischen Weißstörche hier besonders gern und erfolgreich brüten. Die Wässerwiesen sind auch für viele andere seltene Tier- und Pflanzenarten bedeutsam:


Wachtelkönig, Heidelerche und Blaukehlchen, Kammmolch, Schlammpeitzger, Schwarzblauer Bläuling, Großer Feuerfalter, Helm-Azurjungfer und viele andere. Aus botanischer Sicht hat das Gebiet u.a. eine herausragende Bedeutung für das nationale Naturerbe durch das flächenmäßig größte Vorkommen des Gottes-Gnadenkrautes (Gratiola officinalis) in Rheinland-Pfalz, einer bundesweit vom Aussterben bedrohten Art. Siehe auch www.natura2000-dvl.de



Bild: Weißstörche in den bewässerten Queichwiesen, Symbol einer lebendigen Kulturlandschaft

Sonntag, 18. November 2007

Einladung: Vortrag in Lachen-Speyerdorf (Ortsteil von Neustadt/Weinstraße)

Thema: Wiederansiedelungsgeschichte des Weißstorchs in Rheinland-Pfalz und die ökologische Bedeutung der Wässerwiesen


Datum:
Dienstag, 20.11.2007, 20 Uhr
Ort: Alte Turnhalle, Karl-Ohler-Straße 27, Neustadt/Weinstraße, Ortsteil Lachen-Speyerdorf (Lachen)
Referenten sind unsere Vorstandsmitglieder Gerhard Postel und Pirmin Hilsendegen.



Die Veranstaltung wird vom Storchenverein Lachen-Speyerdorf organisiert, er ist Mitglied der Aktion PfalzStorch.

Samstag, 27. Oktober 2007

Dachnest Zeiskamer Mühle

Auf dem Neubau der Zeiskamer Mühle wurde vor kurzem wieder das alte Nest montiert.

Freitag, 5. Oktober 2007

Hoher Besuch im Storchenzentrum Bornheim


Der Vorsitzende der Aktion PfalzStorch, Dieter Hörner, begrüßte Frau Umweltministerin Conrad und zahlreiche Gäste aus dem Umweltministerium, von der SGD Süd, aus der Politik und der Vogelforschung im Storchenzentrum.

Bei ihrem Besuch der Aktion PfalzStorch überreichte Ministerin Conrad die Bewilligung der institutionellen Förderung zur Deckung von Sach- und Personalkosten in Höhe von 20.000 €. Durch diesen „Meilenstein“ ist es nun der Aktion PfalzStorch möglich, sowohl die Storchenscheune, also die Auffang- und Pflegestation für kranke und flugunfähige Störche, als auch das Storchenzentrum intensiv zu betreiben.

Frau Conrad begründete die Aufnahme in die institutionelle Förderung mit dem bereits jahrelangen erfolgreichen Bemühen des Vereines um die Wiederansiedlung des Weißstorchs.

Sie lobte das hierzu entwickelte ganzheitliche Konzept der Aktion PfalzStorch, die sich sowohl für die positive Entwicklung der Storchen-Lebensräume in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft erfolgreich eingesetzt hat als auch ihr Bemühen, d i e Anlaufstelle in Sachen Storch in Rheinland-Pfalz durch das Storchenzentrum zu sein.

Die dort in installierte Datenbank ist für interessierte Laien und für Wissenschaftler eine Grundlage zur Beantwortung zahlreicher Fragen. So möchten die Storchenpaten gerne wissen, ob ihr Patenstorch noch einmal wiedergesehen wurde und der Wissenschaftler interessiert sich für die Rückkehrerquote aus dem Süden und vieles mehr.

Ein weiterer Pfeiler im Konzept der Aktion PfalzStorch ist das Storchenzentrum, das zum einen die Bürger mit seiner Storchen- und Wiesenausstellung, die im Frühjahr 2008 eröffnet wird, informiert, zum anderen mit seinen naturpädagogischen Veranstaltungen vor allem Kinder und hier besonders Schulklassen, aber auch Erwachsene für die Natur sensibilisiert und auf spannende Weise Informationen vermittelt.

Das Konzept der Ausstellung sowie die unterschiedlichen pädagogischen Angebote stellte die Museumspädagogin und Leiterin des Storchenzentrums, Christiane Hilsendegen, den Gästen vor.

Von der Ausstattung des natur- und museumspädagogischen Bereiches war Frau Conrad begeistert, denn im Vortragssaal waren Stationen der für nachmittags geplanten Familienveranstaltung „Spurenleser“ aufgebaut. Die Gelder für die hochwertigen Materialien stammen von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, der die Ministerin ebenfalls vorsteht.

Frau Conrad stattete der Storchenscheune noch einen Besuch ab und überzeugte sich auch von der hier geleisteten Arbeit. Bei dieser Gelegenheit wurden u. a. wegen der zahlreichen Totfunde in der Nähe von Strommasten weitere Gespräche vereinbart.