Sonntag, 25. März 2012

Nest zu Ehren Lothar Bachs errichtet

Am gestrigen Samstag, im Anschluss an die Generalversammlung der Aktion PfalzStorch e.V., errichteten wir in enger Kooperation mit der Gemeinde Bornheim ein Nest am Rückhaltebecken in Bornheim (Ortsausfahrt in Richtung Gerwebegebiet), zu Ehren des im Januar leider an Krebs verstorbenen langjährigen Bürgermeisters Lothar Bach. Bach war ein großer Freund und Gönner der Störche und der Aktion PfalzStorch e.V. und unterstütze uns, wo er nur konnte. Einer seiner letzten Wünsche war ein Storchennest am Rückhaltebecken in Bornheim. Drei Tage nachdem er diesen Wunsch äußerte verstarb Lothar Bach plötzlich, nach langem Kampf, an seinem Krebsleiden. Postum erfüllten wir ihm gestern, in enger Kooperation mit der Gemeinde Bornheim, seinen letzten Wunsch:



Bereits am heutigen Sonntag hat sich ein Storchenpärchen im Nest niedergelassen.

Requiescat in pace (lat.)

Möge er in Frieden ruhen!

Sonntag, 11. März 2012

Die letzten Vorbereitungen sind getroffen worden!

Am gestrigen Samstag haben Christian Reis und ich in einem kleinen „Marathon“ die letzten Nester für die kommende Saison gereinigt bzw. neu aufgestellte Nester hergerichtet (d.h. ein Kranz aus Ästen auf den Plattformen befestigt und das "Innenleben" mit Heu und Hackschnitzel aufgefüllt).

Gestern waren wir in Neupotz (3 Nester), Kuhardt, Schwegenheim, Gommersheim, Bornheim (Waldeck), Barbelroth, Niederotterbach, Schweighofen und Büchelberg. Damit sind unsere Vorbereitungsarbeiten, welche die letzten 2 ½ Monate angedauert haben, fast abgeschlossen. Einzig am kommenden Mittwoch wird in Germersheim noch ein neuer Horst gestellt.

Momentan sind schon wieder einige Altstörche aus den Überwinterungsgebieten zurückgekehrt. Diese haben jedoch schon seit Jahren ihre festen Brutplätze. In den nächsten Tagen und Wochen erwarten wir aber die Rückkehr der Jungstörche, welche sich dann auf die Suche nach geeigneten Brutplätzen begeben.

Eine riesengroße, mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Hilfe, war auch dieses Jahr wieder der Hubsteiger der Spenglerei Wolfgang Kern aus Billigheim-Ingenheim (www.w-kern-gmbh.de) , welcher uns seinen Hubsteiger wieder kostenlos zur Verfügung gestellt hat. An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank!

( Nest in Barbelroth)


Dass in den Storchennestern immer mehr „menschlicher Müll“ zu finden ist, ist mittlerweile leider ein bitterer Beigeschmack, der aber unter Anderem für die Störche tödlich sein kann. Ich erinnere nur daran, dass letztes Jahr drei Jungstörche auf der Storchenscheune durch eine unachtsam weggeworfene Plastikschnur, welche die Elternstörche mit ins Nest gebracht hatten, ums Leben gekommen sind (wir berichteten).

Gestern haben wir unter Anderem das Nest Bornheim, Waldeck gereinigt und ich habe mal ein Bild davon gemacht, was wir alles aus dem Nest geholt haben:

Auf dem Bild sind zu sehen:

- verschiedene Schnüre (schön zum strangulieren geeignet)

- Verpackungsmaterialien (Capri Sonne, Milchschnitte, Haselnussschnitte, Ritter Sport, Fertigsuppe, etc.)

- Styropor

- Ein Liedblatt in Klarsichtfolie

- Stücke von Kartoffelsäcken

- Jede Menge Gummis

- Mehrere gebrauchte Slipeinlagen

- Ein verpacktes Kondom

-Glasscherben

(Zum Glück waren keine gebrauchten Injektionsspritzen mit Nadel, wie letztes Jahr im Horst vor dem Storchenzentrum mit dabei.)

Dies ist mitunter auch ein wichtiger Punkt warum wir die Nester reinigen müssen, nämlich um diese, durch den Menschen verursachte, Gefahrenquellen zu beseitigen, die für die Störche tödlich enden können.

Es lohnt sich daher auch kleine Abfallstücke wegzuräumen!

Zum Abschluß noch ein paar Bilder von den hergerichteten Nestern:

Schweighofen:

Schwegenheim:

Bornheim, Waldeck Vorher:

Bornheim, Waldeck Nachher:

Gommersheim:


Niederotterbach:

Kuhardt:


Neupotz, Aussielderhof:

Der Abschluss in Büchelberg:


Viele Grüße

Christian Reis & Thomas Antrett

Montag, 5. März 2012

ADFC - Fahrradcodierungaktion am 25. März 2012 im Storchenzentrum

Markus Sturm, ADFC Kreisvorsitzender Landau und Südliche Weinstraße, bei der Fahrrad Codieraktion 2011 im Storchenzentrum Bornheim.

Ab Frühjahr, wenn die Radler unterwegs sind, sind auch Fahrraddiebe wieder aktiv. 

Ein sehr wirksamer Diebstahlschutz - auch für Pedelecs- ist die Fahrradcodierung des ADFC. Als gemeinsame Frühjahrsaktion  bieten  ADFC und Pfalzstorch e.V. wie im vergangenen Jahr am Sonntag, dem 25. März  2011 von 11.00 - 17.00 Uhr im Storchenzentrum Bornheim, Kirchstraße 1, 76879 Bornheim,
die Möglichkeit, das eigene Fahrrad codieren zu lassen. Teilnehmer an der Codierungsaktion können in dieser Zeit das Storchenzentrum kostenlos besuchen. Der Erlös der Aktion wird  je zur Hälfte für den Unterhalt des Storchenzentrums und für Aktivtäten des ADFC verwendet.

Die Codierung wird ohne Schäden am Fahrrad angebracht.

Der Preis pro Rad beträgt 10 Euro,  für RP-Card Inhaber 5 Euro.
Weitere Informationen: Tel. 06323 6209

Samstag, 3. März 2012

"Mein Jakobsweg" - Kulinarische Wanderung mit Dieter Hörner im Storchenzentrum

Dieter Hörner bei der Lesung  im Storchenzentrum - natürlich mit seiner treuen Begleiterin "Bella". Es war eine richtige kulinarische Lesung.
 Es gab nicht nur feinste Tapas sondern auch andere Köstlichkeiten wie z.B. Hünchen in Olivienöl mit Trockenplaumen - einfach köstlich.
 Dies war wirklich keine trockene Lesung wie sonst üblich - man merkte, Dieter Hörner ist ein Genussmensch  und lässt die Lesungsteilnehmer gerne teilnehmen.
 Prof. Dr. Karl Keilen, Vorsitzender der "Aktion Pfalzstorch e.V." bedankte sich  bei Dieter Hörner. Auch dafür, dass der Erlös auch wieder den Störchen in der Pfalz zugute kommt.
Die Gäste waren von der Lesung mit Dieter  Hörner  sehr angetan. Das Storchenzentrum war bis auf den letzten Platz besetzt.

 Zum Abschluss der erstmalig  im Storchenzentrum durchgeführten "Lesungen"  sagte Karl Keilen, Danke, bei Günter Werner, Bernd Lütz-Binder  und  bei Dieter Hörner, dem Initiator, für die drei sehr interessanten, spannenden  und köstlichen Abende die einfach nach Fortsetzung rufen. Er bedankte sich auch  bei den vielen Helfern wie Christiane Hilsendegen, Karin  Hechler , Helga Hörner und Sabrina Geilhaupt für den besonderen Einsatz zur Durchführung der Lesungen.

Mittwoch, 29. Februar 2012

P8943 ist zurück


Seit Ende letzter Woche steht der Storchenmann wieder auf seinem Nest vor dem Storchenzentrum in Bornheim. Sabrina Geilhaupt, die im Freiwilligen Ökologischen Jahr bei der Aktion PfalzStorch im Einsatz ist, hat ihn mit dem Spektiv anhand seiner Ringnummer als den Storch identifiziert, der schon seit 2007 dort brütet. Er trägt einen Ring der Vogelwarte Paris und stammt aus dem elsässischen Seltz. Zur selben Zeit war übrigens auch die Störchin „Max“ an ihr Brutnest in Tüfingen am Bodensee angekommen, deren Zugwege seit Jahren in einem Senderstorch-Projekt beobachtet und aufgezeichnet werden (http://www.fr.ch/mhn/de). Von ihr weiß man, dass sie den Winter in Zentralspanien verbracht hat. Ob P8943 ihr dabei Gesellschaft geleistet hat oder mit einem anderen Trupp aus seinem Überwinterungsgebiet zurückgekehrt ist, bleibt sein Geheimnis, denn er trägt keinen Sender und über seinen Aufenthalt im Winter können wir nur etwas erfahren, wenn jemand seine Ringnummer abgelesen und der Vogelwarte gemeldet hat.

Seit Sonntag ist auch seine Partnerin wieder da, zusammen mit mehreren anderen Störchen, die in Bornheim und an anderen Orten in Rheinland-Pfalz ihre letztjährigen Brutnester besetzten. Die Ankunft der ersten Störche bereits im Februar ist in der Pfalz keine neue Entwicklung, die mit kürzeren Zugwegen und Klimaveränderungen zu tun haben muss. Schon um 1900 notierte Karl Bertram die ersten Störche im Februar. Im Gegensatz zu diesen Zugvögeln gibt es bei den oberrheinischen Störchen einige wenige, die sich den weiten Weg nach Westafrika oder Spanien sparen und die im Verlauf des Winters mehrfach an den Nestern aufgetaucht sind.

Christian Reis, ehrenamtlicher Beringer, hat einige von ihnen Anfang Februar auf der Mülldeponie im elsässischen Wintzenbach angetroffen. In einer Gruppe von 70 Störchen konnte er von 50 die Ringe ablesen und darunter neun Störche ausfindig machen, die im letzten Jahr in Rheinland-Pfalz gebrütet haben. Die anderen Störche stammten aus dem Elsass, Baden-Württemberg, Hessen und sogar aus den neuen Bundesländern.

Christian Reis war sehr erleichtert, keine von ihm im letzten Jahr beringten Jungvögel auf der Mülldeponie gefunden zu haben. Somit können die immer wieder geäußerten Befürchtungen, dass Störche zunehmend den langen Zugweg scheuen, nicht bestätigt werden. Immerhin zogen fast 500 Störche nach der Brutsaison 2011 aus Rheinland-Pfalz ab!

Auf weitere Rückkehrer, die oft schubweise im Brutgebiet eintreffen, kann man sich noch bis Anfang Mai freuen.

Sonntag, 26. Februar 2012

Witzige und interessante Lesung mit dem renommierten Strafverteidiger Bernd Lütz -Binder im Storchenzentrum

Bernd Lützt Binder  in Aktion - man hätte ihm noch länger zuhören können.


Das Storchenzentrum platzte  fast aus allen Nähten. Über 75 Gäste  wollten bei der Lesung dabei sein. Und alle, die nicht dabei waren, haben einen sehr unterhaltsamen Abend versäumt.  Witzig und humorvoll gestaltete Bernd Lütz-Binder diesen Abend zugunsten der Aktion Pfalzstorch. Viele der Zuhörer, die eines  oder sogar beide Bücher ("Ich bitte um Milde"  bzw.  "Ich hoffe auf Nachsicht") kauften, bekamen auf Wunsch sogar eine individelle Widmung.

Nächsten Freitag ( 2.3.) um 19.00 Uhr  ist eine weitere Lesung und zwar mit dem Ehrenvorsitzenden der Aktion Pfalzstorch, Dieter Hörner. Er hat den Jakobsweg erwandert, dabei viele feine Weine getrunken und leckere Tappas genossen und darüber ein Buch geschrieben. 

Es wird  garantiert ein unterhaltsamer und genussvoller  Abend. Es werden nämlich  Weine  von seiner Wanderung verkostet und  dazu Tappas  gereicht. Melden Sie sich an, damit Sie dabei sein können.

Widmungen waren begehrt - die Pause wurde deswegen verlängert.





Die Zuhörer hatten  viel Freude und Spaß

Erste Störche sind vom Winterquartier zurück - darunter bereits vier Paare


Das  Storchenpaar  am Sportplatz ist zurück.  Es sind die gleichen Störche wie im letzten Jahr.


Frühlingsgefühle - Die ersten Störche sind  vom Winterquartier zurück bauen die Nester aus. Zwei Storchenpaare sind bereits zurück in Bornheim und zwar auf der Kirche  und am  Sportplatz.  Weitere zwei Storchenpaare sind in Hochstadt und Neupotz angekommen.  Bei allen vier Storchenpaaren handelt es sich nach den Ringablesungen von Christian Reis um die  gleichen Nestbewohner  wie im letzten Jahr.  In Bornheim sind  die Storchennester  vor dem Storchenzentrum, an der Pflegestation   sowie auf der Trafostation mit je einem Storch belegt.

Christian Reis vermutet, das es sich bei den Rückkehrern aus dem Winterquartier um Störche handelt, die in Südspanien überwintert haben. Das Storchenjahr 2012 wird wieder sehr spannend...


Die vom Winterquartier zurück gekehrten Störche werden freudig begrüßt...


Derzeit ist der Storch am Storchenzentrum noch allein.Dass benachbarte Paar auf dem Kirchturn ist aber bereits komplett und arbeitet am Nest.

Montag, 13. Februar 2012

Wie überwintern die 18 Störche kranke und behinderte Störche in der Pflegestation der Aktion Pfalzstorch in Bornheim?


18 kranke und behinderte Störche überwintern in der Pflegestation in Bornheim


Die Kälte der vergangenen Tage  sind  die Menschen nicht mehr gewohnt – insbesondere Nachttemperatouren von bis zu minus 20 Grad oder Tagestemperatouren um die 10 Grad minus.

Wie überwintern eigentlich die Störche in der Südpfalz? Haben sie  beheizte Unterkünfte? Dies fragen sich  derzeit nicht nur Storchenfreunde. Im Storchendorf Bornheim leben derzeit  18 Störche in der Storchenscheune. "Die Kälte macht den Störchen nichts aus", sagt Christian Reis, Chef der Pflegestation der Aktion Pfalzstorch e.V. "Sie bekommen morgens und abends  das Essen. Aufgetaute Hühnerküken und kleine Fische.  Sie brauchen jetzt etwas mehr Futter, weil wegen der Kälte mehr Energie verbraucht wird."

Die Störche bleiben auch über Nacht im Freien. Allerdings suchen sich die Störche in der Voliere windgeschützte Ecken. Mitgefüttert wird auch der behinderte, aber in Bornheim gebliebene Storch "Romeo".  Da Bäche und Teiche zugefroren sind und auch Felder, Wingerte und Wiesen gefroren sind, kann er selbst derzeit  kein Futter finden.

Neben den Störchen in der Bornheimer Pflegestation überwintern auch  zwischen 40 und 50 Störche auf der Mülldeponie in Wintzenbach im nahen Elsass. Auf der Deponie finden die Störche selbst ausreichend Futter, sogar wenn es sehr kalt ist.

Über Spenden, um Futter zu kaufen, freuen wir uns natürlich sehr, so der 1. Vorsitzende der Aktion Pfalzstorch e.V., Prof. Dr. Karl Keilen.  Allein in  normalen Jahren, also ohne härteren Winter, kauft der Verein für über 5.000 Euro Futter für die Versorgung der kranken und behinderten Störche in der Pflegestation.

Das Spendenkonto: Aktion Pfalzstorch e.V.,  Konto Nr. 135  162 600, Bankleitzahl:  548 500 10  (Sparkasse Südliche Weinstraße)

Der behinderte  Storch "Romeo"  wird derzeit mitgefüttert