Sonntag, 24. Juli 2011

Die Freiheit ruft!

Am heutigen Sonntag um 11:00 Uhr war es endlich soweit. Die Türe der Übergangsvoliere auf der Kollerinsel wurde von Herrn Thilo Toelle, unter den Blicken von einigen Storchenfreunden und dem Storchenscheunenteam, geöffnet.

Am Anfang noch etwas misstrauisch, wagte nach zwei/drei Minuten der erste Jungstorch die Schwelle zur Freiheit zu überschreiten. Nach und nach folgten ihm dann die Anderen. Zuerst machten sie ein paar Schritte über das Neue und unbekannte Terrain, bevor dann der Erste all seinen Mut zusammen nahm und abhob. Es dauerte nicht lange bis es die Anderen ihm nachahmten.

Für die Storchenfreunde und das Storchenscheunenteam war es ein überragender Moment als die acht Jungstörche über der benachbarten Wiese ihre Kreise zogen. Mit den Bildern von den vergangenen drei Monaten im Hinterkopf, als die winzigen Jungen gerade aus ihren Eiern geschlüpft sind bis hin zu den ersten Schritten und mit dem aktuellen Blick auf die nun ausgewachsenen fliegenden „Kerlchen“, war dies der schönste Lohn für die eingesetze Zeit und Mühe.

Kurz darauf landeten sie ca. 100 m weiter auf einer Wiese bei ihren bereits frei lebenden Kumpanen von der Kollerinsel. Einer der acht Jungen nutzte seine Freiheit gleich mal voll aus und flog davon, bevor er dann nach ca. 10 Minuten plötzlich wieder zu seinen Artgenossen auf die Wiese zurückkehrte.


Und so sah die ganze Sache noch vor drei Monaten aus:

An dieser Stelle möchten wir den "Kleinen", und natürlich auch allen anderen Störchen, einen guten und unversehrten Flug in die Überwinterungsgebiete wünschen und wir hoffen, dass alle wieder heil zurück nach Deutschland kommen, erfolgreich brüten und ein langes und unbeschwertes Leben führen.

Kommentare:

Schmitt hat gesagt…

Liebe Bornheimer,
Danke für die schönen Bilder.
Allen Mitarbeitern und Freunden der
Storchenscheune vielen Dank für die
tolle Arbeit.
Grüße aus Leimen
Gisela Münch und Harry Schmitt

Thomas Antrett hat gesagt…

Leider wurde einer der insgesamt acht Jungstörche ein paar Tage später tot aufgefunden. Er ist in der Nähe des ca. 2 Km entfernten Ortes Altlußheim an einem Strommast verendet.