Freitag, 16. Februar 2007
Markierungsarbeiten gehen weiter...
Später werden wir eventuell Videos der Montagearbeiten online stellen, kann aber noch etliche Wochen dauern!
Nester: Momentan sind in Bornheim zwei Störche unterwegs, die oben rechts einen Metallring tragen. Ein "re-o-Storch" im Nest B2 muß also nicht das bekannte Weibchen FRS 2823 aus B1 sein, es kann auch FRS 3037 sein.
Dienstag, 13. Februar 2007
Rückkehr Weibchen von Nest B1
B2: Ablesung von FRS 3037 (Aluring rechts oben, Storch neu an diesem Nest)
Sonntag, 11. Februar 2007
Publikation zum Thema "Kollisionsschutz an Freileitungen:
Von Frank Bernshausen, Josef Kreuziger, Dirk Uther und Michael Wahl
Erschienen in: "Naturschutz und Landschaftsplaung 39, (1) 2007
Die diesem Artikel zugrundeliegende Untersuchung bezieht sich allerdings auf Markierungsverfahren, bei dem es ausschließlich zur Anbringung von Signalkörper am sog. Null-Leiter ("Erdseil") kam. Dies ist mit unserem Projekt an der 110 kV-Trasse "Offenbacher Niederwiesen" nicht vergleichbar, da dort auch alle Hochspannung führenden Leiterbahnen markiert werden.
Nestkameras 2007
Kameranest "Zeiskamer Mühle": wegen umfangreichen Umbaumaßnahmen an der Zeiskamer Mühle (die alte Scheune mußte abgerissen werden und wird durch einen Neubau ersetzt), wird es 2007 von dort leider keine Bildübertragung geben können! Gestern wurde in ca. 100 Meter Entfernung zum alten Brutplatz ein neuer Masthorst in den benachbarten Wiesen errichtet. Der Abstand ist deshalb so groß gewählt, da in Kürze ein Kran an der Mühle aufgestellt wird, der während der gesamten Brutsaions im Einsatz ist. Ein ungestörter Brutbetrieb wäre im direkten Bereich der Zeiskamer Mühle deshalb vollkommen ausgeschlossen. Es ist zu hoffen, daß der Masthorst als Ausweichquartier angenommen wird! Ansonsten gibt es in der Gegend noch einige leer stehende Nester, daran soll ein glückliches Familienleben der Zeiskamer Störche nicht scheitern. Vorrangig ist jedoch die gesunde Wiederkehr aus dem Winterquartier, aber das ist leider ja überhaupt keine Selbstverständlichkeit!
Der neue Gebäudeteil der Mühle wird natürlich wieder ein Nest bekommen.
Der parallele Blick auf Nest und Nahrungsrevier per Kamera haben dabei geholfen, den Blick für ökologische Zusammenhänge zu schärfen. Denn es ist unbestritten ein Nachteil der Kameras, daß man das Storchenleben sehr leicht zu "nestlastig" erlebt. Der wesentliche Beitrag zum Weißstorchschutz ist nicht das Aufstellen von Nisthilfen, sondern der Erhalt ihrer letzten Lebensräume.
Kameranest "Bornheim 2": hier wird es ab diesem Jahr keine Übertragung mehr geben (außer in Nest Bornheim 1 bleibt das Brutpaar aus oder es kommt dort zum Totalverlust von Gelege bzw. Brut). Wir verfolgen nicht das Ziel, möglichst viele Nester online zu stellen!
Am Nest "B2" wird sich außer dem Wegfall der Internetübertragung gar nichts ändern.
"Bornheim 1" und "Evangelische Kirche Bornheim" werden 2007 also die einzigen ins Internet übertragenden Kameras der Aktion PfalzStorch sein.
Aktuell anwesende Störche:
nach unseren Beobachtungen ist (wie zu erwarten und zu hoffen) noch keiner der letztjährigen Brutstörche zurückgekehrt. Im Queichtal halten sich weiterhin drei sog. Winterstörche auf, die uns alle bekannt sind. Es handelt sich um den männlichen Brutstorch vom Nest in den Hochstadter Wiesen und das "Romeo und Julia" genannte Paar, das im vergangenen Jahr einen erfolglosen Brutversuch auf einem Trafohäuschen unternommen hat.
Frage: im Nest von "Bornheim 1" sind seit Samstag so komische Stöcke zu sehen, was hat es damit auf sich?
Antwort: in Absprache mit der oberen Naturschutzbehörde (SGD Süd) führen wir in Abwesenheit der Brutstörche eine "Nestpflege" durch. Die kleinen Äste sollen als Drainage dafür sorgen, daß bei Starkregen sich keine Pfütze im Nest bildet und Küken durch Unterkühlung sterben bzw. ertrinken. Die Störche werden ihr Nest auf diese Astschicht draufbauen. Als Material werden dazu z.B. gelockerte Grassoden, altes Heu und kleine Zweige dienen, je nach Vorliebe des Storches und dem Vorkommen der Rohstoffe...
Donnerstag, 8. Februar 2007
Beginn der großen Umbaumaßnahme der 110.000 kV-Trasse

Wie im Nest-Telegramm 2006 schon mehrfach angekündigt, kommt es nun tatsächlich zu der bundesweit bislang einmaligen Markierungsaktion der 110 kV-Trasse in den Offenbacher NIederwiesen. Die Summe aller dokumentierten Todesopfer (mind. 12 Fälle durch Folgen einer Leitungskollision) in diesem Bereich entspricht ca. 20% des aktuellen Weißstorch-Brutvogelbestandes von Rheinland-Pfalz!
Offizieller Pressetermin zur Umbauaktion:
13.02.2007, 10.00 Uhr - Treffpunkt: vor der Datscha (südlich der Niederwiesen, neben der Neumühle an der Queich)
Kurzinfo: "Markierungsprojekt 110 kV - Offenbacher Niederwiesen"
- Markierter Trassenbereich: ca. 1.4 km
- Stahlseillänge ca. 9.5 km (6 Stromleiterbahnen und Null-Leiter)
- Anbringen der Markierungskörper im Abstand von 10 Meter. Pro Leiterbahnebene werden die Elemente jeweils um 5 Meter zueinander versetzt, daraus resultiert ein dichteres Markierungsbild
- Die Markierungskörper der Firma Ribe sind ca. 50 cm lang und haben bewegliche, schwarzweiß gefärbte Laschen. Dieser Typ wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der RWE mit der staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland entwickelt. Es werden ca. 950 dieser Elemente montiert!
Siehe auch:
"Hochspannungsfreileitungen und Vogelschutz: Minimierung des Kollisionsrisikos - Bewertung und Maßnahmen zur Markierung kollisionsgefährlicher Leitungsbereiche
Von Frank Bernshausen, Josef Kreuziger, Dirk Uther und Michael Wahl
Erschienen in: "Naturschutz und Landschaftsplaung 39, (1) 2007
- Die Montage erfolgt mit einem kleinen Leiterseilwagen, er ist mit maximal zwei Monteuren besetzt und rollt direkt am Stahlseil hängend.
Montag, 1. Januar 2007
Termine
Termin: Samstag, 1. März, 9.00 Uhr
Treffpunkt: Neumühle/Offenbach ==> Details in GoogleMaps
Vor 11 Jahren hatte die Interessengemeinschaft Queichwiesen zu einer Erkundung der Bewässerungsanlagen entlang der Queich eingeladen und stieß damit auf große Resonanz, hier zwei Fotos von jenem bitterkalten Tag:


Damit war die Situation und die Gefährdung eines der letzten Wiesenbewässerungssysteme in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden und löste vielfältige Aktivitäten aus.
Zum Vergleich mit der damaligen Situation will die Interessengemeinschaft Queichwiesen, anstelle ihrer jährlichen Sitzung, erneut zu einer Begehung einladen, bei der gezeigt wird, was in den letzten Jahren verwirklicht worden ist und was noch zu tun bleibt. Die Veranstaltung beginnt an der Neumühle/Offenbach und endet am Knittelsheimer Stauwehr (ca. 2,5 km). Interessierte Mitbürger sind herzlich willkommen.
Brutsaison 2007: Kurzübersicht Kameranester

Rückkehr Weibchen: 12.02.2007 (FRS 2823, rechts oben aluberingt)
Rückkehr Männchen: 17.02.2007 (unberingt)
Gemeinsamer Nestbau begonnen, Weibchen wechselt aber am 25.02. (ohne erkennbare Ursache, es hat keinen Kampf etc. gegeben) in das 5 km entfernte Nest in den Hochstadter Wiesen, dort mit dem alteingesessenen Männchen zusammen. Seit dem 4. März ist das verlassene Männchen von B1 mit einem anderen Weibchen zusammen (DER A 2910). Es wird am 10. März nach einem blutigen nächtlichem Kampf von FRS 2823 wieder vertrieben.
Eiablage
1. 17.3.
2. 19.3.
3. 21.3.
4. 23.3.
5. 25.3.
Küken
21.04.: erstes und zweites Küken gesichtet
29.04.: vier Küken
01.05.: viertes Küken aus dem Nest geworfen, nur noch drei Küken
Ernsthafte Erkrankung der Störchin ab dem 3.4., fast 72 Stunden das Nest nicht verlassen. Danach offenbar wieder vollständig erholt.
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B2 (Dach evangelische Kirche Bornheim)

Männchen: ELSA-Ring rechts unten, am Nest seit 24.02.
Weibchen: unberingt
Am 18.03. noch keine Eiablage (am Nachmittag beide Störche längere Zeit nicht auf dem Nest)
Eiablage: ca. ab dem 26.03.2007
Küken ca. ab dem 28.4.2007
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B3 (Nest am Sportplatz Bornheim)

Weibchen (bekannter Brutvogel der Vorjahre): Rückkehr ca. am 22. Februar
Männchen (unberingt): Rückkehr ca. 20. Februar
Eiablage:
12.3.
14.3
16.3.

Klickbild: drei Eier
18.3.
20.3.
Küken
16.04. (11 Tage früher als 2006): erstes und zweites Küken gesichtet
29.04.: vier Küken im Nest

Klickbild: erstes Küken
Weibchen =>
2005: Rückkehr 12. März, erstes Ei am 24. März
2006: Rückkehr 2. März, erstes Ei am 25. März
2007: Rückkehr ca. 22. Februar, erstes Ei am 12. März
Donnerstag, 30. November 2006
Archiv Veranstaltungen
Was machen Störche eigentlich im Winter?
Nur einige wenige Projektstörche bleiben hier in der Pfalz.
Alle anderen ziehen ab Mitte August nach Süden, manche sogar bis nach Afrika.
Was machen Störche den ganzen Winter über dort?
Macht euch schlau im Internet oder kommt am 29.11.07 oder am 13.12.07 jeweils um 15.30 Uhr ins Storchenzentrum, um in unserer kleinen Bibliothek die richtigen Antworten zu finden.
Dann könnt ihr sicher ein wunderschönes Bild dazu malen.
Teilnehmen dürfen alle, die ein DIN A4-Bild mit Buntstift gemalt haben und nicht älter als 13 Jahre sind.
Zu gewinnen gibt es vom Bastelbogen bis zum Bestimmungsbuch rund um den Storch und die Wiese so allerhand.
1. Preis: ein Morgen mit dem Storchenpfleger in der Storchenscheune
2. – 5. Preis: kostenlose Teilnahme an einer Veranstaltung aus der Reihe „Wiesenwerkstatt“ oder „WunderWeltWiese“
Nun das Wichtigste:
Auf deinem Bild steht auf der Rückseite Dein Vor- und Zuname, deine Adresse mit Telefonnummer sowie dein Alter!!! (Denn du willst ja einen Preis bekommen!)
Dein Gemälde kommt in einen DIN A4-Umschlag, den du im Storchenzentrum abgibst oder in den Briefkasten wirfst.
Allerletzter Abgabeschluss ist der 08.01.08!!
Auf Eure schönen Bilder freut sich
Christiane Hilsendegen
Storchenzentrum Bornheim
Kirchstr. 1
76879 Bornheim
06348 610757
storchenzentrum@pfalzstorch.de
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Aus der Reihe „WiesenForscherWerkstatt“
Untersuchung der Gewölle von Storch und Schleiereule
am Mittwoch, den 12.12.07 von 15.30 – 17.30 Uhr an.
Was diese Vögel fressen, kann man an ihren Gewöllen sehen. Die sogenannten Speiballen werden mit Lupen, die so groß sind wie Mikroskope, untersucht.
Geeignet für junge Forscher und Forscherinnen bereits ab 8 Jahren und besonders für Jugendliche! Gebühr: 3 € einschl. Material.
Leitung und Anmeldung bei Christiane Hilsendegen (06348 610757) oder unter storchenzentrum@PfalzStorch.de.
Mittwoch, 19. Juli 2006
Anfahrtsbeschreibung Bornheim
Anfahrt mit dem PKW
Bornheim ist sehr einfach zu erreichen, der Ort liegt ganz in der Nähe der A65.
==> Karte (GoogleMaps)
Anfahrt aus Richtung Süden (Karlsruhe...) auf der A65:

Klickbild: Autobahnausfahrt Bornheim auf der A65, aus Richtung Karlsruhe kommend
=> Ausfahrt Bornheim (Auffahrt auf die B 272), nach ca. 700 Metern gleich wieder die allererste Ausfahrt rechts rausfahren (Bornheim ist ausgeschildert) und schon nach 50 Meter sofort wieder links abbiegen. Unmittelbar danach ist man in Bornheim. Es geht leicht bergab und ca. 150 Meter nach dem Ortsschild ist das Rathaus erreicht, auf der linken Seite ist das Weißstorchzentrum und die evangelische Kirche mit dem "Kameranest" ist auch nicht zu übersehen :-)
Parken: siehe unten!
Anfahrt aus Richtung Norden (Ludwigshafen/Mannheim...) auf der A65:
==> Ausfahrt Landau Nord nehmen und auf die B10 auffahren, es ist dort auch noch Pirmasens und Annweiler ausgeschildert:

Nach ca. 800 Metern gleich wieder die erste Ausfahrt rausfahren! Das Schild sieht so aus:

Klickbild: 800 Meter nach dem Abbiegen auf die B10 die erste Abfahrt rausfahren in Richtung Landau-Dammheim.
Unmittelbar danach kommt eine Ampel: dort zwar auf die linke Spur einsortieren, aber unbedingt GERADEAUS in Richtung Landau-Dammheim weiterfahren (keinesfalls links abbiegen!) . Nach ca. 1200 Meter erreicht man Dammheim, man fährt durch den ganzen Ort komplett durch. Ca. 300 Meter nach der Ortsdurchfahrt geht die erste Straße rechts in Richtung Bornheim ab und man ist schon da.
Ca. 150 Meter nach dem Bornheimer Ortsschild ist das Rathaus erreicht, auf der linken Seite das künftige Weißstorchzentrum, die evangelische Kirche mit dem "Kameranest" ist auch nicht zu übersehen.
Anfahrt aus Richtung Westen (Saarbrücken, Pirmasens ...) auf der B10:
Bei Landau auf die A65 in Richtung Ludwigshafen, Neustadt/Weinstraße, Speyer auffahren und gleich die nächste Ausfahrt auf die B272 in Richtung Speyer, Bornheim, Landau-Dammheim nehmen. Nach ca. 700 Metern wieder die allererste Ausfahrt rechts raus (Bornheim ist ausgeschildert) und schon nach 50 Meter links abbiegen. Unmittelbar danach ist man in Bornheim.
Parken am Storchenfest:
Bitte parken Sie am Storchenfest nicht am Rathaus (dort keine Parkmöglichkeit), sondern fahren im Ort auf der Hauptstraße weiter in Richtung Storchenscheune (400 Meter). Dort ist am Dorfgemeinschaftshaus ein größerer Parkplatz und man kann innerhalb weniger Minuten Richtung Storchenzentrum zurück laufen. Unterwegs kommt man automatisch an einigen "Kunsthighlights" von Bornheim vorbei: das Gasthaus "Lehrer Lämpel" mit etlichen Szenen und Impressionen aus Wilmhelm Buschs bekanntem Werk, das "Bornheimer Wachthäusel", der "Saubrunnen" etc... Unbedingt auch auf die individuellen und höchst originellen Straßenlampen achten! ;-)