Montag, 31. Dezember 2012
Überwinterer
Es liegt noch eine weitere Meldung vor, dass im südpfälzischen Maximiliansau ebenfalls ein Storch im Nest gesichtet wurde.
Doch einer fehlt dieses Jahr wieder in der Sammlung, nämlich "Romeo". Genau wie letztes Jahr ist er zur Überraschung aller mit den anderen Störchen im August weggeflogen, tauchte dann aber plötzlich wieder im Januar auf. Zurzeit ist er auch nicht mehr da, wo es ihn aber hingezogen hat ist uns leider nicht bekannt. Lassen wir uns mal überraschen ...
Viele Grüße und einen guten Rutsch.
Thomas Antrett
Dienstag, 24. Januar 2012
Romeo lebt!

Sabrina hat heute FRS2231 abgelesen und damit bestätigt, dass der Storch mit Aluminiumring "Romeo" ist. Dieser war in den vergangen Jahren im Winter immer in Bornheim geblieben und musste bei extremen Wetterbedingungen zugefüttert werden, weil er nicht hundertprozentig flugtauglich ist. Im Spätsommer letzten Jahres war er aber plötzlich zusammen mit den anderen Störchen verschwunden. Es lag nahe, dass er verunglückt ist, aber Totgesagte leben länger!
Inzwischen tauchen auch immer wieder weitere Brutstörche des letzten Jahres in Bornheim auf: Beide Partner vom Nest auf der Evangelischen Kirche wurden schon abgelesen, ebenso das vorjährige Männchen vom Sportplatznest. Auch der ehemalige "Senderstorch", mit Aluminium- und ELSA-Ring, wurde schon beobachtet.
Sicher waren sie nicht sehr weit zum Überwintern. Weshalb sie nicht ordnungsgemäß nach Afrika oder zumindest nach Spanien ziehen, ist unbekannt, außer bei "Romeo", der die meiste Zeit seines Lebens in Pflegestationen zugebracht hatte. Jedenfalls werden diese Störche nicht durch Fütterungen zum Hierbleiben ermuntert. Sie müssen sich vollständig selbst versorgen, was aber in diesem milden Winter absolut kein Problem ist.
In den kommenden Wochen werden wir an den Kameranestern wieder das bekannte "Bäumchen-wechsel-dich"-Spiel beobachten können, bis die Störche mit dem Brutgeschäft beginnen und wieder "geordnete Verhältnisse" einkehren werden.
Samstag, 5. November 2011
Wo ist Romeo?
Jedes Jahr, wenn die meisten Störche über die kalte Jahreszeit in wärmeren Regionen verweilen, war man es gewohnt, dass ein Storch bisher Winter für Winter in Bornheim blieb. Die Rede ist von Storch „Romeo“.
Doch seit Wochen hört und vor allem sieht man nichts mehr von Romeo! Wo mag er wohl sein? Hat er sich mit seinen 15 Jahren zum ersten mal in seinem Leben mit den anderen Störchen auf den Weg in Richtung Süden gemacht? Oder ist ihm etwas zugestoßen?
Wenn er tatsächlich mit in Richtung Süden gezogen ist, dann wäre dies eine hochinteressante und zugleich wichtige Beobachtung. Leider ist es aber momentan auch nicht auszuschließen, dass ihm etwas passiert ist.
Da uns momentan auch keine Widerfundmeldungen von ihm vorliegen, können wir nichts Genaueres über seinen Verbleib sagen.
Spätestens im nächsten Frühjahr, wenn die Brutsaison von neuem startet, werden wir sehen, ob er wieder auftaucht oder nicht. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verdichten sich dann die Vermutungen.
Vielleicht wird er aber auch schon vorher irgendwo gefunden bzw. abgelesen oder er taucht in den nächsten Tagen und Wochen wieder plötzlich auf?
Lassen wir uns mal überraschen und denken positiv!
Dienstag, 21. Dezember 2010
Überwinterer

Von Frühjahr bis Spätsommer gehören die vielen über Bornheim kreisenden Störche sowie die neun besetzten Nester mittlerweile zum Erscheinungsbild des Dorfes. Im Winter wird es ruhiger und man trifft derzeit nur noch einen Überwinterer an.
Dieser Storch wurde 1996 in der Orangerie in Strasbourg (Frankreich) geboren und mit der Hand großgezogen. 1997 wurde er von einem Elsässer Storchenansiedler ausgewildert.
Im Jahre 2005 kam er vom Affenberg mit einer Verletzung am linken Flügel in die Storchenscheune Bornheim. Dort verliebte er sich in seine „Julia“, welche aufgrund einer schweren Eileiterentzündung auch Patientin in der Storchenscheune war.
„Julia“ wurde nach ihrer Genesung wieder freigelassen, kam aber schnurstracks zur Voliere, zu ihrem „Romeo“, zurück, wo sie durch das Gitter miteinander turtelten.
Als „Romeo“ auch wieder raus durfte, besetzten sie das Nest auf dem Trafo-Häuschen. Sie blieben aber bei ihren Bruten erfolglos. Offensichtlich hatte die Eileiterentzündung zur Unfruchtbarkeit geführt.
Julia starb dieses Jahr durch die Kollision mit einer Stromleitung.
Romeo wurde Vater eines Jungen, da er das Ganze mit einer neuen Frau versucht hatte.
Er bleibt also deshalb in der Nähe der Scheune, weil er durch die Handaufzucht die Nähe des Menschen akzeptiert. Seinen natürlichen Zugtrieb hat er verloren seit er einen Winter in Strasbourg zurückgehalten wurde. Des Weiteren ist er auch nicht zu 100 % flugfähig, aufgrund seiner damaligen Verletzung.
Im Storchenzentrum bekommen wir viele Anrufe und vorallem viele E-Mails aus dem In- und Ausland (USA, England, Australien usw.) von besorgten Leuten, die ihn über die Nestkameras sehen und Angst um ihn haben, dass er verhungern oder erfrieren könnte.
Doch dem ist nicht so! Die Kälte an sich macht den Störchen nichts aus. Wenn sie in Richtung Süden fliegen, befinden sie sich in Höhen, in denen es kälter ist, als bei uns „hier unten“ im Winter.
Des Weiteren findet er in der Regel noch genügend Nahrung, vor allem wenn die Bauern ihre Äcker umpflügen. Wenn Schnee und Eis die Landschaft bedecken, füttern wir von der Aktion PfalzStorch ihn, da er ansonsten verhungern würde, was auch damit zu tun hat, da er wie oben erwähnt nicht zu 100 % flugfähig ist.
Jeden Tag, wenn seine „Fütterer“ eintreffen, kommt er bereits angeflogen.
Wer gerne mal nach ihm schauen möchte und ein bisschen Glück hat, kann ihn über eine unserer Nestkameras auf unserer Homepage www.pfalzstorch.de betrachten. Meistens ist er auf dem Nest „Bornheim Sportplatz“ zu sehen.
