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Dienstag, 24. April 2018

Nest vor dem Storchenzentrum ohne Eier

Nachdem bereits seit der letzten Woche immer wieder ein Ei aus dem Nest fällt und in der Kamera sehr gut zu sehen war, dass alle Eier an den Nestrand gerollt bzw. darüber hinaus geworfen worden waren, sitzt trotzdem immer einer der beiden Brutvögel fest im Nest.
Die heruntergefallenen Eier enthielten keinen Embryo, der aufgrund des rechtzeitigen Brutbeginns schon recht groß hätte sein müssen.
An diesem Nest (und an anderen Bornheimer Nestern!) sind häufig Horstkämpfe zu beobachten, denn in der Gemeinde sind alle Nester besetzt. Die jetzt ankommenden Erstbrüter sind allerdings eifrig bzw. übereifrig bis aggressiv auf der Suche nach eigenen Nestern.

Mittwoch, 15. April 2015

Erstes Junge in Bornheim

Seit gestern abend wird im Nest am Sportplatz das erste Bornheimer Störchlein 2015 von seinen Eltern gefüttert!
Wie mir Besucher heute erzählten, soll es in anderen Nestern in Rheinland-Pfalz auch schon Junge geben.
Über Mails von eindeutigen Beobachtungen (dass Storcheneltern Futter in die Nestmitte auswürgen und danach das übrige Futter zum Fressen ein wenig hochwerfen, um dann fix zu zuschnappen) würde ich mich sehr freuen (meldungen@pfalzstorch.de oder storchenzentrum@pfalzstorch.de).
Da es in einigen Gemeinden bereits mehrere Storchennester gibt, wäre eine genaue Ortsbeschreibung oder ein Ausschnitt aus unserer Nesterkarte (www.pfalzstorch.de) sehr hilfreich.
Jetzt wird es interessant!


Donnerstag, 5. März 2015

Heiß begehrt!



Storchenmann beknabbert das Gefieder des im Nest hockenden Weibchens


Nicht nur so mancher Storch ist heiß begehrt unter den Artgenossen und –genossinen, auch das ein oder andere Nest wird von verschiedenen Störchen „besetzt“.
Das Nest vor dem Rheinland-Pfälzischen Storchenzentrum wurde Ende Januar von einem Storchenmännchen bezogen, der die Jahre vorher auf einem vollkommen selbst gebauten Nest in der Hauptstraße erfolgreich Junge mit seinem unberingten Weibchen aufzog.
Am 4.3. wurde er, und höchstwahrscheinlich auch sein Weibchen, von einem weiteren Nestbesitzer aus Hauptstraße vertrieben.
Da das Weibchen des eigentlichen Nestbesitzers vom Storchenzentrum unberingt sind, kann man über die Zugehörigkeit der Weibchen nur mutmaßen.
Der aus Frankreich stammende Storchenmann vom Storchenzentrum kam letztes Jahr bereits am 22.2. an. So bleibt zu hoffen, dass er nur ein bisschen Verspätung hat und den derzeitigen „Nestbesetzer“ vom Nest vertreibt, denn dieser ist unfruchtbar.
Mit der nächsten Warmluftfront werden aber noch weitere Störche zurückkehren. Die meisten Nester sind aber schon belegt.

Mittwoch, 28. März 2007

Stark unterschiedliche Nestbausitten...

Ein Blick in einige Kameranester zeigt schnell, wie unterschiedlich die Nestbausitten beim Weißstorch sind.

Arevalo (Spanien) ==> Link
Dieses Paar hat große Vorlieben, das Nest mit Müll aller Art zu dekorieren


Bornheim, Nest am Sportplatz
Auch dieses Jahr wieder auffällige Vorlieben für Müll in Form von Plastikfolien! Zum Glück werden bislang alle Plastikteile nicht ins Nestzentrum eingebaut. Nest B2 wurde ansonsten durch dieses Paar vorbildlich mit großen Mengen neuen Nistmaterials ausgestattet. Vermutlich ist der "Müll-Übeltäter" das beringte Weibchen, da das Männchen der vergangenen Jahre im Juli 2006 verschwunden ist (wohl durch Unfall ums Leben gekommen, wir haben aber keinerlei Infos über seinen Verbleib), durch ein unberingtes Männchen ersetzt wurde und trotzdem die alten (Un)Sitten beibehalten wurden. Wir haben bislang in keinem anderen unserer Kameranester die Verwendung derartiger Müllmengen beobachtet. Im nur ca. 25 Meter entfernten Nest B1 wurde noch niemals Plastikfolien eingetragen. Beide Paare bewohnen also den selben Lebensraum, haben aber stark unterschiedliche Sitten bei der "Nestdekoration"...



Adelsdorf (Franken/Bayern) ==> Link
Extrem tiefe Nestkuhle, das Paar hat vor der Eiablage fast gar kein neues Nistmaterial ergänzt. Bei Starkregen (Gewitter) wird die tiefe Nestmulde schnell mit Wasser volllaufen, kleine Küken würden in diesem Fall mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ebenso schnell durch Ertrinken oder Unterkühlung ums Leben kommen. Sollte Starkregen vor dem Schlupf auftreten, dann würden die Embryonen mit ebenso hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls durch Unterkühlung bzw. Ersticken ums Leben kommen.


B1
Wie in den Jahren zuvor hat das gut eingespielte Brutpaar auch 2007 das Nest in geradezu perfekter Weise weiter ausgebaut. Besonders das Männchen erweist sich als unermüdlicher Hand- bzw. Schnabelwerker...


Unten: das Weibchen bekommt gerade mal wieder eine neue Ladung Heu verabreicht ;-)


Der direkte Vergleich der Nester am Bornheimer Sportplatz und auf dem Dach der Storchenscheune läßt vermuten, daß die Auswahl des Nistmaterial eben nicht nur durch das Angebot der Umwelt, sondern auch stark durch individuelle Vorlieben der Störche geprägt wird.