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Montag, 20. Juli 2015

Freilassung der Jungvögel auf der Kollerinsel

Unter den Augen von über 100 Storchenbegeisterten und vor laufender Filmkamera eines SWR-Teames wagten die beiden Senderstörche Victor und Voyager den Weg aus der Eingewöhnungsvoliere auf der Kollerinsel bei Otterstadt. Sie befanden sich in Gesellschaft von 17 weiteren Störchen. Vor allem viele Jungvögel und einige Altvögel, die in der Storchenscheune gesund gepflegt wurden, drehten nach einigem Zögern ihre ersten Runden über dem herrlichen Wiesengelände.
Die meisten kehrten sehr rasch wieder zurück und einige mussten sich liegend erst einmal von dieser doch ungewohnten Arbeit erholen.
Wir hoffen, dass sie als Gruppe dann im August Richtung Süden ziehen werden.
Verfolgen kann jeder die Senderstörche über die kostenlose App animaltracker auf seinem smartphone oder Tablet. Man kann die App auch auf den PC herunterladen. Wie das geht finden Sie auf unserer Website unter "Neues zum animaltracker".
Die Senderstörche Victor und Voyager gehen ab jetzt getrennte Wege

Auf dem Rücken ist der Sender noch zu erkennen

Mittwoch, 4. Juni 2014

Besenderungsprojekt der Aktion PfalzStorch



Die weite Reise der Störche - Wir sind dabei!

2015 sollen zum ersten Mal 20 Jungstörche aus Rheinland-Pfalz mit Satelliten-Sendern ausgestattet werden.
Dies ist notwendig, damit wir ihren Weg nach Süden verfolgen können, denn wir wissen immer noch zu wenig von dieser geheimnisvollen und gefährlichen Reise. Im Sommer ziehen alle weg, aber vor allem von den Jungstörchen kommen nur wenige wieder zurück. Wir wollen zusammen mit der Vogelwarte Radolfzell herausfinden, warum.
Für Ideen und Spenden für die Besenderung sind wir sehr dankbar.
Hier  gibt es weitere Infos.

Christiane Hilsendegen
Leiterin des Rheinland-Pfälzischen Storchenzentrums
Kirchstr. 1
76879 Bornheim


 



Samstag, 27. März 2010

s(Ende)r

Der sog. Senderstorch hat sich vor einigen Tagen offenbar ohne "Fremdeinwirkung" seines frei herumbaumelden Hightec-Gerätes entledigt. Wahrscheinlich unterstützt durch die aus seiner Sicht segensreiche Materialermüdung. Er trägt jetzt nur noch ein ehemaliges Haltebändchen dezent um den Hals, das dürfte ihn aber nicht behindern...

Mittwoch, 17. März 2010

Hier bin ich gern...


Klickbild: hin und wieder gibt es Signale vom französischen Senderstorch, man kann seine Vorlieben für ganz bestimmte Wiesenbereiche rund um Bornheim gut erkennen. Rechts unten z.B. die Offenbacher Niederwiesen...

Freitag, 19. Februar 2010

Senderstorch



Etliche Kamera-Beobachter haben es schon entdeckt (danke für die schnellen Rückmeldungen): der sog. "Senderstorch" ist wieder in Bornheim. Ob es dieses Jahr gelingt, ihn von diesem Ballast zu befreien? Es gibt jedenfalls in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und "Spezialisten" schon ganz konkrete Pläne und Vorbereitungen dazu... Daumen drücken, dass es dieses Jahr klappt!

===> Link: Beiträge zur Vorgeschichte

Mittwoch, 25. März 2009

Der Senderstorch macht eine Morgenreise

Wir haben mal wieder Daten vom Senderstorch bekommen: am Morgen des 21. März macht er eine nette Reise vom Pfälzerwald bis rüber nach Baden-Würtemberg:


Klickbild: die eingezeichnete Linie hat aber absolut gar nichts mit irgendeiner Flugroute zu tun, hier haben wir einfach nur die Entfernung ausgemessen (ca. 30 km Luftlinie, bei einer entsprechenden Thermik-Wetterlage ein Klacks für einen Weißstorch).

Um 10.22 Uhr befindet sich der Storch noch auf einer netten Wiese (mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine ehemalige Wässerwiesen) mitten im Pfälzerwald bei Ramberg. Das ist ca. 10 km von Bornheim entfernt. Luftlinie, wie es sich für einen Storch auf Reisen gehört. Und genau 66 Minuten später hat der Storch die halbe Rheinebene durchquert und befindet sich in Huttenheim. Bei den Nachbarn in Baden-Würtemberg. Hier kennt er sich gut aus, alte Geschichten aus der Jugendzeit: 8 km nördlich von dieser Stelle ist er 2004 aus dem Ei geschlüpft und wurde am 21. Juni beringt. Hier hat er seine ersten größeren Ausflüge gemacht, die Rheinebene kennt er bestimmt wie seine Westentasche (wenn er eine hätte).
Wie man sieht hat ein Storch durchaus seine netten Abwechselungen: um 1/2 11 schreitet er noch über eine schöne Wiese im Pfälzerwald (wahrscheinlich für's Frühstück) und eine Stunde später überfliegt man den Rhein, um mal wieder in der alten Heimat vorbeizuschauen...

Und vielleicht eine Stunde später steht er wieder ganz unschuldig auf dem Nest an der Straße in Bornheim und keiner ahnt, was Meister Adebar an diesem Tag schon für tolle Sachen erlebt hat.


Klickbild: die Wiese bei Ramberg, Größe ca. 25 Hektar. Da käme man ohne die Senderinfos bestimmt nicht drauf, dass der Bornheimer Storch auch solche Wiesenräume im Pfälzerwald nutzt!

Allerdings muss man noch dazu sagen, dass wir keine Infos über die Aufenthaltshöhe bekommen, sondern nur eine reine Positionsmeldung. Ob der Sender auch Höhendaten liefert? Im GPS-Signal sollte das enthalten sein. Es könnte also auch so gewesen sein, dass der Storch nur hoch oben über der Wiese in der Thermik gekreist ist. Aber weil die Geschichte so viel schöner klingt, nehmen wir jetzt mal an, dass er hier tatsächlich langspaziert ist ;-)

Und es ist zu hoffen, dass der verrutschte Sender keine verrutschten Positionsdaten übermittelt...

Sonntag, 22. März 2009

Neues vom Senderstorch

In der Nähe der Bornheimer Storchenscheune hält sich immer noch der "Senderstorch" auf. Er wurde am 14. November 2008 von einem französischen Wissenschaftler an einer Mülldeponie eingefangen und mit einem 45 Gramm leichten Sender "ausgerüstet" (nach meinen bisherigen Infos ein PTT-100 Argos/GPS Solar Transmitter). Die Besenderung erfolgte offenbar im Rahmen eines französischen Forschungsprojekts über die sog. "Müllstörche". Müllkippen sind zwar denkbar unromantische Orte, für nicht wenige Weißstörche aber hochgradig lohnende Nahrungsquellen im Überwinterungsquartier.

Bis ca. Mitte Februar lieferte der Sender perfekte Daten vom Aufenthaltsort des Storches, dann verrutschte die Haltekonstruktion (mit Bändern) und seitdem hängt das Teil an der rechten Körperseite herum:








Klickbilder - vielen Dank an Norbert Gladrow!

Die recht lange Antenne und die losen Haltebänder sind gut zu erkennen. Die Energieversorgung des Senders wird von Solarzellen unterstützt. Durch die schräge Position dürfte die Leistung der Solarzellen wesentlich geringer sein, als zum ordnungsgemäßen Betrieb der Anlage erforderlich.

Nach einem Besuch des betreuenden franz. Wissenschaftlers am verg. Samstag in Bornheim wurde das weitere Vorgehen besprochen: in Absprache mit der oberen Naturschutzbehörde (SGD SÜD) soll der Storch von seinem Sender befreit werden. Das gezielte Einfangen eines bestimmten Vogels braucht allerdings sehr viel Erfahrung und Wissen um das Verhalten des Tieres und stellt sich bei weitem nicht so einfach dar, wie man es sich als Laie vorstellt.
Da der Storch allerdings schon eine klare Horst- und Partnerbindung eingegangen ist und das Brutgeschäft unmittelbar vor der Tür steht, wird das mitunter stressige Einfangen verschoben werden müssen. Kein einfacher Fall...



Klickbild: zwischen dem 11. und 13. Februar hielt sich der Storch mehrmals in einem ganz bestimmten Bereich der Offenbacher Niederwiesen auf.



Klickbild: einige bevorzugte Bornheimer Aufenthaltsorte zwischen dem 12. und 14. Februar. Sie sind fast immer einem bestimmten Nest zuzuordnen. Aus dieser Zeit stammt ==> der erste Eintrag im NestTelegramm zu diesem Storch.

Dienstag, 10. März 2009

Neues vom "Senderstorch"

Nach einer längeren Suche konnte der französische Wissenschaftler gefunden werden, welcher den Satellitensender montiert hat. Zur Besprechung der Lage kommt er in Kürze nach Bornheim.

Der Sender ist offenbar seit Mitte Februar außer Funktion (offenbar seitdem er verrutscht ist).

Sonntag, 15. Februar 2009

Sender verrutscht...

Neue Info vom "Senderstorch"

Nachdem wir ihn vor wenigen Tagen zum ersten Mal beobachtet haben, hat sich jetzt eine erhebliche Veränderung ergeben: der offensichtlich in Frankreich angebrachte Sender (er muss dort eingefangen worden sein, die Aktion Pfalzstorch hat damit allerdings absolut nichts zu tun) ist vollkommen verrutscht und hängt jetzt schräg unter dem rechten Flügel. Das ist natürlich doppelt ärgerlich: zuerst für den Storch selbst, der dadurch bestimmt in irgendeiner Weise beeinträchtigt wird. Zum anderen natürlich für das eigentliche Forschungsziel, denn in dieser Position wird der Sender bestimmt keine oder nur sehr schwache Positionsdaten liefern können.

Interessant ist diese aktuelle Beobachtung deshalb, weil man so auch mal die möglichen negativen Folgen solcher Besenderungen mitbekommt. Manch anderer besenderter Großvogel liefert urplötzlich nur noch unregelmäßig Daten. Ob hinter diesem Phänomen oft lediglich ein verrutschter Sender steckt? Wie oft kommt das vor, welche Folgen kann das für die Vögel haben?
Eine Antwort können nur die damit befassten Biologen geben. Falls jemand der Leser Publikationen kennt, die auf mögliche Probleme durch (Satelliten)Sender eingehen, dann würden wir uns über Infos freuen...

Eine bedrohliche Behinderung stellt der verrutschte Sender nach unserer Einschätzung nicht dar, allerdings wird er keinesfalls zu einer "besseren Laune" beim Träger der Hightec-Ausrüstung führen. Wir werden den Vogel genau beobachten und wohl auch demnächst einige Bilder vom verrutschten Sender machen.

Zum Schluss an die Leser noch eine große Bitte:
bitte "verschonen" Sie uns vor Emails etc. mit der Forderung, den Storch sofort und unverzüglich einzufangen, um ihn vom Sender zu befreien. Wie schon betont: wir werden den Storch zuerst genau beobachten. Da sein Nest in unmittelbarer Nähe der Storchenscheune liegt, ist er mitten im Blickfeld von Spezialisten ;-) Nach unserer Einschätzung liegt bei diesem Storch keinesfalls ein Notfall vor, jedoch werden wir die Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter nehmen! In diesem Sinne hoffen wir auf Ihr Verständnis, wir werden über die Angelegenheit weiter berichten!

Freitag, 13. Februar 2009

Geheimnis um "Senderstorch" (fast) gelüftet

Das Rätsel um den geheimnisvollen Storch, der einen Sender auf dem Rücken trägt, hat sich schon gestern zum Teil gelöst: es ist ein uns gut bekannter letztjähriger Bornheimer (!) Brutvogel (er hatte sein Nest in der Nähe der Storchenscheune, nur ca. 15 Meter vom Kameranest entfernt), der offensichtlich von einem französischen Wissenschaftler irgendwo in Frankreich gefangen, dort mit einem Satellitensender und einem zusätzlichen französischen Ring der Vogelwarte Paris ausgestattet wurde.

Es handelt sich hier um einen extremen Zufall, dass dieser "SenderStorch" ausgerechnet ein Bornheimer Brutvogel ist! Mit dem Besenderungsprojekt haben wir absolut nichts zu tun. Es ist zu vermuten und zu hoffen, dass bei uns irgendwann ein französischer Wissenschaftler auftaucht, der uns dann mit weiteren Infos versorgen kann.

Was wir natürlich auch sehr gerne wissen würden: wo wurde dieser Storch mit einem Sender ausgestattet, wie wurde er gefangen und was ist das Projektziel dieser Besenderung?

Donnerstag, 12. Februar 2009

Storch mit Satellitensender zu Besuch auf der Storchenscheune

Das war eine extrem seltene Beobachtung: auf dem Dachnest der Storchenscheune war heute ein Storch mit einem Sender auf dem Rücken zu Gast! Definitiv haben wir mit einer Besenderung nichts zu tun, der Storch stammt nicht von hier. Wir konnten den Ring bzw. beide Ringe ablesen und werden über die Vogelwarte deshalb mit Sicherheit die Lebensgeschichte erfahren. Die Rückmeldung der Vogelwarte kann allerdings eine ganze Weile dauern...

Der Metallring stammt aus Frankreich (konnte man auf dem Ring ablesen), der schwarze ELSA-Ring aus Deutschland. Das sind die aktuellen Erkenntnisse, Infos aber erst mal nur unter Vorbehalt bis zur Klärung des Sachverhalts...

Sicher ist, dass dieser Sender im Rahmen eines Forschungsprojektes angebracht worden sein muss.


Klickbild ==> Beim genauen Hinsehen zu erkennen: auf dem Rücken trägt der Storch eine Antenne!


Auch hier ist die Antenne recht gut zu sehen, ebenso ein Teil des Senders (größtenteils im Gefieder verborgen).


Die Antenne ist als leicht gebogene Struktur auf dem Rücken zu erkennen. Eventuell ein System von ==> Argos.