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Donnerstag, 1. Januar 2009

Brutsaison 2009: Kurzübersicht Kameranester

B1 (Dachnest Storchenscheune Bornheim)

Nachdem der letztjährige Brutversuch von einem neuen Storchenpaar ohne Erfolg war, ist dieses Paar 2009 in ein anderes Nest umgezogen. Damit war der Weg frei für wieder eine neue Paarkombination: zwei ELSA-beringte Störche, beide oben links. Bei einem Angriff des letztjährigen Männchen auf "den Neuen" wird der "Neue" ziemlich stark in unmittelbarer Nähe des Auges verletzt, sodass eine Weile unklar ist, ob das Auge sogar verloren ging. Aus dem Kampf geht der "Neue" trotz erheblicher Verletzung als Sieger hervor.

Am 26.3. wird zum ersten Mal zaghaft etwas feineres Polstermaterial ins Nest gebracht.
1. Ei: 30.3.2009
1. Küken: 4.5.2009, insgesamt 5 Küken
bis 17.5.2009: alle Küken verstorben, über die wahrscheinlichen Ursachen ==> siehe HIER
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Dachnest evangelische Kirche Bornheim


Eiablage vermutlich ab dem 26.3.2009
Küken ca. ab dem 1.5.2009
3 kräftige Küken am 15.5.2009
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Zeiskamer Mühle

Eiablage ab ca. 26.3.2009 - 2. Ei am 28.3. - erstes Küken 28.4.2009
3 kräftige Küken am 17.5.2009

Samstag, 19. Mai 2007

Alleine im Nest?

Hin und wieder werden die jungen Störche im Nest B1 schon allein gelassen, aber nur wenige Minuten. So wie es aussieht, bleibt der jeweilige Altstorch in der Nähe und holt neues Nistmaterial etc.

Zur Nahrungssuche sind die Altstörche noch nicht gemeinsam unterwegs.

Bilder von gestern:


(Klick)Bild oben: nach kurzer Zeit kehrt das Männchen mit Nistmaterial ins Nest zurück

Dienstag, 1. Mai 2007

B1: kleinstes Küken gefressen

Nach einen Anruf aus der Storchenscheune (dort hat man den Vorgang live am Monitor gesehen) bekomme ich eben den Hinweis: gegen 10.10 Uhr hat der Storchenmann das kleinste Küken mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit gefressen (und nicht wie wir zuerst vermutet haben aus dem Nest geworfen)! Zeitraffer-Aufnahmen haben auch eindeutig gezeigt, dass das Küken zuvor noch gelebt hat.

Die Webcam hat von diesem (aus menschlicher Sicht traurigen, aus Sicht der Weißstörche aber ganz und gar natürlichen) Moment etliche normal aufgelöste Bilder, zufällig aber auch ein hochaufgelöstes Bild (routinemäßig alle 5 Minuten) gemacht.

Dieses Bild ist an Eindringlichkeit nicht zu überbieten (für Originalgröße draufklicken):


Wichtige Info für alle neuen Nestbeobachter:
Dieses Verhalten ist bei Weißstörchen ganz und gar NORMAL! Das Gelege ist eigentlich IMMER größer als die Anzahl der groß gezogenen Küken. Häufig frißt einer der Altstörche die kleinsten Küken (Kronismus; nach eine griechischen Sage verschlang der Titan Kronos seine eigenen Kinder), oder sie werden aus dem Nest geworfen und kommen dann entweder gleich durch den Aufprall oder anschließendes Verhungern (falls der Fall durch Vegetation o.ä. gebremst wird) bzw. Gefressenwerden von Fuchs o.ä. ums Leben

Chronologie:





Klickbild unten: die letzte Aufnahme vom Küken, kurz bevor es vom Vater gefressen wird :-(


Man darf und kann hier aber keine menschlichen Maßstäbe anlegen (gemein, herzlos, sadisdisch...), genauso sind Begriffe wie Trauer, Schuld und Reue vollkommen fehl am Platz. Die Störche tun einfach das, was für das Überleben ihrer Art seit Urzeiten das Optimale darstellt, dazu gehört auch mitunter das Fressen oder Rauswerfen der eigenen Nachkommenschaft.

Die Überlebenswahrscheinlichkeit der restlichen Küken ist durch diesen kompromißlosen Selektionsvorgang gestiegen. Damit sind nur noch drei Küken im Nest, so wie in den Jahren zuvor.



In diesem Zusammenhang interessant:

Wir wissen aus unseren langjährigen Aufzeichnungen, dass die Weißstorchnester in der Südpfalz im Bereich der Queichwiesen ein absolut hervorragendes Brutergebnis haben. Die durchschnittliche Anzahl erfolgreich ausgeflogener Jungstörche liegt hier bei ca. 2.4 pro Nest. Das ist vor allem der sehr guten Nahrungssituation durch die Reaktivierung der Wässerwiesen zuzuschreiben (aber keinesfalls irgendeiner Form systematischer Zufütterung, wie manche Kritiker immer wieder gerne unken, ohne die Situation vor Ort jemals begutachtet zu haben...).

Interessant folgende Vergleichszahl: in den weltweit "besten" Weißstorchbrutgebieten mit den höchsten Reproduktionszahlen überhaupt liegt der Wert bei durchschnittlich ca. 2.9 Jungen pro Nest und Jahr. Es handelt sich vor allem um die Save-Auen und den größten polnischen Nationalpark im Tal der Biebrza. Letzterer schützt eines der riesigsten (Fläche: 59 223 ha), im natürlichen Zustand erhaltenen Niedermoorgebiete Europas.
=> http://www.biebrza.org.pl/ang/index.html

Das heißt: selbst unter optimalen natürlichen Bedingungen fliegen beim Weißstorch durchschnittlich nicht mehr als drei Junge pro Nest und Jahr aus!

Wir wünschen den drei verbliebenen Küken jetzt ganz besonders alles Storchenglück der Welt für ein gutes Wachstum und ein glückliches Ausfliegen!! Die Realisten unter den Nestbeobachtern werden aber wissen, was und wieviel bis dahin noch passieren kann...

Donnerstag, 26. April 2007

Neues Nestvideo

Wieder einmal hat uns YouTube-Userin Nina1749 aus den täglichen mxpeg-Clips ein Gesamtvideo generiert, tausend Dank!

Hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=nLrbm6RAE4I

Sonntag, 22. April 2007

Video: zwei Küken am 21.4.2007

Vielen Dank an YouTube-Userin "Nina1749": sie hat den mxpeg-Clip in ein YouTube-fähiges Format umgewandelt.

Hier der Link zum Video, wer genau aufpasst, der kann auch mal die Küken "quäken" hören...: http://www.youtube.com/watch?v=srsgU0GWe2Y

Samstag, 21. April 2007

B1: erstes Ei angepickt

Das erste Küken in Nest B1 will raus! Es hat damit begonnen, die stumpfe Seite vom Ei zu öffnen. Im Großformatbild ist das entscheidende Detail gut zu sehen:

Klickbild: der Pfeil zeigt auf die Öffnung im Ei

Schwere Arbeit für die Küken: mehrere Stunden dauert es, sich aus dem Ei ins Leben zu schaffen! Die Alttiere sind aber schon vorher informiert, denn lange vor dem Schlupfakt steht das Küken in Lautkontakt mit einem seiner Eltern und meldete quasi seine baldige Ankunft. Ursache ist die Lautverständigung des Küken mit seinen Eltern durch die Eischale hindurch. Aus der Eierschale befreien muß sich jedes Küken aber selbst.

Nur ein wichtiges Werkzeug hat das kleine Störchlein: den Eizahn.

Der Eizahn ist ein recht unscheinbares Gebilde an der Spitze des Oberschnabels. Mit Hilfe dieser Struktur wird die Schale Millimeter für Millimeter am stumpfen Pol des Eies (dort liegt der Kopf des Kückens), durchbrochen. In winzigen Stücken drückt das Küken dann keilförmige Stücke aus der Schale heraus und dreht sich dabei langsam um seine Längsachse. Nach einer kompletten Drehung ist der stumpfe Pol des Eies abgelöst. Dann kommen zuerst die Beinchen aus dem Rest der Eischale heraus. Übrigens: Eierschalen von geschlüpften Vögeln kann man daran erkennen, daß der stumpfe Pol des Eies kreisförmig und sägezahnartig vom Rest des Eies abgetrennt ist.

Ein Storchenei: ca. 73 mm lang, hat einen Durchmesser von ca. 51 mm und wiegt ca. 115 Gramm. Ein frisch geschlüpftes Küken hat ein Gewicht von ca. 70-75 Gramm. Schlank, feucht und glänzend: so sieht es am Anfang aus. Erst durch das wärmende Gefieder seiner Eltern beginnt es zu trocknen und die flaumigen Dunenfedern bauschen sich auf. Jetzt kann man sich kaum noch vorstellen, dass dieses "große" Küken vor kurzem noch Platz im Ei gefunden hat...



Mit Ausdauer wurde Tag um Tag und Nacht für Nacht gebrütet, mindestens 46.000 lange Minuten. Dabei wurden die Eier ca. 2.300 Mal vorsichtig gewendet und die Partner lösten sich ungefähr 400 Mal beim Brüten ab. Das sind grobe Richtwerte...

Montag, 16. April 2007

Brutpaare in Bornheim

In Bornheim hat sich vollkommen überraschend ein neues Paar direkt vor dem künftigen Weißstorchzentrum auf dem (eigentlich nur als "Dekoration" vorgesehenen ;-) Masthorst niedergelassen, in direkter Sichtweite zum bekannten Nest auf der Kirche!

Klickbild: Rathaus (Mitte), Nest auf der Kirche und links im Hintergrund das künftige Storchenzentrum mit neuem Paar!


Klickbild: Nest auf der Kirche (B2)

Sollte es vor dem Storchenzentrum noch einen Brutversuch geben, dann wäre es schon das sechste (!) Paar, das sich auf Bornheimer Gemarkung niederläßt! Der aktuelle Anblick ist fast schon surreal: direkt neben Rathaus, Kirche und künftigem Storchenzentrum schaut das Paar auf das Treiben im Dorf. So, als ob der Weißstorch als Brutvogel in unserem Bundesland nie ausgestorben gewesen ist...

Aktuell brüten mit Sicherheit fünf Paare:
vier im Dorf und ein Paar auf einem Masthorst auf einer Wiese etwas außerhalb. Auf der einen Seite ist diese Entwicklung sicher sehr erfreulich, auf der anderen Seite wäre es schön (und ökologisch sinnvoll), wenn noch leerstehende Nester in unmittelbarer Nähe der Queichwiesen belegt werden (z.B. in Ottersheim, Luftlinie ca. 6 km). Der Trend geht in Bornheim eindeutig in Richtung "Koloniebildung". Man kennt das ja aus anderen "Storchendörfern": dort wo schon Störche sind, wollen meistens auch noch andere hin. Die Toleranz der Paare untereinander ist erstaunlich groß, Kämpfe kommen bislang nur sehr selten vor. Eine Ausnahme war dieses Jahr der Kampf im Nest B1. Die vertriebene Störchin brütet jetzt in Knittelsheim, ca. 7 km von Bornheim entfernt.


Das neue Paar vorm künftigen Storchenzentrum:






Romeo und Julia: Storchenliebe auf dem Bornheimer Trafohäuschen


Einige der Kamerabeobachter hatten 2006 event. die Geschichte vom "Romeo und Julia" genannten Paar mitbekommen, das sich sehr spät auf dem Dach eines Trafohäuschens ein Nest gebaut hatte. Bei einem starken Gewittersturm wurde das Nest samt Gelege vom Dach geweht. Um ihnen 2007 eine bessere Unterlage zu bieten, haben wir in Absprache und mit Unterstützung der Pfalzwerke AG ein komfortables Nest seitlich an das Trafohäuschen montiert. Doch leider umsonst: das Paar hat die "schicke" Nestplattform beharrlich ignoriert und einfach wieder auf das Flachdach gebaut. Wir können daher nur hoffen, dass dem Gelege nicht das gleiche traurige Schicksal droht wie im Jahr zuvor!





Es soll an dieser Stelle betont werden, daß es in Bornheim KEINE künstliche Zufütterung der Störche gibt, wie man sie z. B. im Elsaß oder am Affenberg in Salem (Baden-Würtemberg) für touristische Zwecke eingerichtet hat. Zitat von der Webseite des Affenberges: "Von Mai bis September werden die Störche zweimal, März/April sowie Oktober/November einmal am Tag gefüttert."

Die Bornheimer Brutpaare ernähren sich also ausschließlich von den Wiesen der Umgebung! Künstliche Zufütterung von Wildstorchpaaren ist für das Erreichen von Naturschutzzielen eher kontraproduktiv! Denn warum sollte sich ein Dorf oder eine Verbandsgemeinde für den Erhalt der Wiesen einsetzen oder für ein besseres Mahdmanagement, wenn Familie Storch scheinbar zufrieden auch von Eintagsküken und frisch aufgetauten Fischen leben kann? Langfristig führt Zufütterung in eine Sackgasse! Es wäre sehr bedauerlich, wenn man den Weißstorch zu einem Folkloresymbol reduzieren würde!

Unser langfristiges Motto ist daher: "Naturschutz für den Storch und mit dem Storch". Wir wollen in der Pfalz keine künstlichen Storchenpopulationen schaffen, sondern die ursprünglichen Weißstorch-Lebensräume erhalten und verbessern, z.B. durch Reaktivierung der Wässerwiesen! Davon werden auch viele andere selten gewordene Arten profitieren. Und davon profitieren auch wir Menschen, denn Artenvielfalt bedeutet Lebensqualität und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen!

Samstag, 14. April 2007

Kameranester B1 und B2


Klickbild

Oben: im Weitwinkelbild vom Dach der evangelischen Kirche kann man sogar den Standort von Nest B1 erkennen. Die weiße Fläche unter dem Pfeil ist die Westfassade der Storchenscheune.


Klickbild: die Westseite der Storchenscheune
Das Bild entstand bei der Kameramontage vor Rückkehr der Störche



Klickbild

Oben: Blickrichtung Nordwesten, im Hintergrund der Pfälzerwald (Luftlinie 8 km)

Freitag, 13. April 2007

Störchin B1: auffällige Stelle am Kopf schon vor akuter Krankheitsphase

Ein Blick in unser internes Bilderarchiv belegt eine Tatsache, die uns bislang entgangen war: schon einige Tage vor dem für uns sichtbaren Ausbruch der Erkrankung gab es über dem rechten Auge der Störchin eine auffällige Stelle. Sie ist in den Tag- und Nachtaufnahmen zu erkennen.

Genau in diesem Bereich bildete sich später die hornartige Struktur (schwärzlich-bräunliche Färbung) heraus, die am 4.4. am deutlichsten zu sehen war (Tag mit der schwersten Krankheitssymptomatik).
Die schwere Entzündung könnte die Folge eines Schnabelhiebs sein, den sie in einer Auseinandersetzung mit einem anderen Storch abbekommen hat. Es kann natürlich auch passieren, daß ein Storch im Kampf ein Auge verliert. Dann hätte "unsere" Störchin Glück im Unglück gehabt...


Klickbild

Bildvergleich: Rückgang der Schwellung am Kopf bei Störchin B1

Dieser (hoffentlich abschließende) Bildvergleich zeigt den deutlichen Rückgang der starken Schwellung im Kopfbereich seit dem 7.4.:


Klickbild

Zum Vergleich der Kopfform vor der Entzündung siehe ==> HIER

Die über etliche Tage andauernde deutliche Rundung des vorderen Kopfbereiches erscheint deutlich reduziert. Nach den heftigen Krankheitssymptomen, hauptsächlich vom 3. bis 5. April, konnte man eigentlich fast nicht mehr mit einem so günstigen Verlauf rechnen. Was die Ursache der starken Entzündung über den rechten Auge war, wird man nie genau klären können.

Bedrückend, aber auf eine gewisse Weise auch faszinierend war die Möglichkeit, mit der Kamera diesen "Selbstheilungsprozeß" eines Wildstorchs verfolgen zu können. Nicht immer wird es so glimpflich ausgehen...



Wir wünschen und hoffen, daß die Störchin wieder vollständig gesund ist und der Belastung der kommenden Wochen gewachsen ist: ständige Futtersuche für die bald schlüpfenden Küken! Eine Auswertung unseres Webcambildarchivs deutet allerdings an, dass die Störchin deutlich öfter als vor dem Ausbruch der Krankheit mit geschlossenen Augen brütet. Ob das ein Zeichen einer noch vorhandenen Schwächung ist, können wir (noch) nicht beurteilen.

Montag, 26. März 2007

Brutzeitverteilung Weibchen/Männchen Nest B1 am 11.04.2006

Die folgende Darstellung ist nur als ein kleines Experiment zu verstehen, statistisch aussagekräftig ist sowas auf Grund des kleinen Untersuchungszeitraumes natürlich überhaupt nicht. Wäre mal interessant, eine Langzeitstudie zu realisieren.

Man könnte anhand der Webcambilder natürlich noch wesentlich mehr Aktionen rund ums Nest erfassen: Eierwendeintervall, Nestbau (wer baut häufiger, wer schleppt mehr Material bei, wie oft wird geklappert usw.

Hier das kleine Diagramm:


Fazit: am 11.04.2006 hat das Storchenpaar im untersuchten Zeitraum (24 Stunden) eine erstaunliche Übereinstimmung der Brutzeit.
Männchen: 713 Minuten
Weibchen: 727

Montag, 19. März 2007

Sonntag, 18. März 2007

Erstes Ei im Nest B1

Gestern haben wir es aufgrund der auffälligen Nestbauaktivität schon vermutet, vergangene Nacht war es tatsächlich soweit:

erstes Ei im Nest auf dem Dach der Storchenscheune Bornheim (17.03. gegen 23.15 Uhr)

Das Ei im Nachtsichtmodus (23.25 Uhr), das Weibchen steht links



Nachtszene: nebeneinander im Nest




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Klickbild: 4 Eier im Nest am Sportplatz

Samstag, 17. März 2007

B1: Eiablage steht kurz bevor?

In den Vorjahren hat das Paar immer erst kurz vor der Eiablage eine kräftige Nestkuhle ausgeformt. Heute ist es soweit: innerhalb kurzer Zeit wurde mit frischem Grasschnitt und heuartigem Material das Nestzentrum sehr deutlich herausgearbeitet. Die Eier werden dadurch tief und windgeschützt liegen. Schon gestern war die lange Nest-Aufenthaltsdauer des Weibchen auffällig. Unser Tip: es tut sich in Kürze etwas ;-)

Wahrscheinlich fällt die Eiablage vom Paar B1 genau in die vorhergesagte Kaltluftphase. Ob es für Südwestdeutschland für Frost reicht, ist unsicher. In jedem Fall wird es aber schon in der Nacht von Sonntag auf Montag einen deutlichen Temperaturrückgang geben. Da ist ein gut gepolstertes Nest von Vorteil...

Samstag Morgen in Bornheim: gemeinsam wird am Nest gewerkelt


Die Nestkuhle ist in kurzer Zeit sehr deutlich ausgeformt worden

Sonntag, 4. März 2007

Dies und das....

Heute gab es sehr netten Besuch von einem Storchenfreund aus Wuppertal (hallo Hubert! ;-)

Waren zusammen unterwegs im Gelände und haben auch das ehemalige Bornheimer Weibchen mit seinem neuen Partner auf dem Nest gesehen. Wir hatten leider kein starkes Spektiv dabei und konnten deshalb nur den bekannten Metallring erkennen und keine Nummer. Da unser altbekanntes Bornheimer Storchenweibchen aber mittlerweile schon mehrmals sicher an diesem Nest abgelesen wurde, gibt es keinen Zweifel zur Identität des Vogels. Es geht ihm gut! Käme allerdings das bisherige Weibchen zurück und vertriebe die "Bornheimerin", dann stünde FRS 2823 plötzlich ohne Nest und ohne Partner da. Eventuell käme sie dann wieder nach Bornheim zurück und würde versuchen, die neue Störchin (s.u.) zu vertreiben. Das könnte 'ne Menge Ärger für alle geben!

Die Geschichte von FRS 2823 ist deshalb so bemerkenswert, weil sie ohne jede erkennbare Störung (Angriff durch andere Störche etc.) ihren bisherigen Brutplatz und den langjährigen Partner aufgegeben hat. Man hatte schon eifrig mit dem Nestbau begonnen und zack - von einem Moment auf den anderen war sie verschwunden und wurde seitdem auch kein einziges Mal mehr in Bornheim gesehen!

Einen gewaltigen Vorteil hat ihr neues Nest: sie hat die schönsten und größten Wiesenflächen weit und breit direkt vorm Schnabel. In einem Radius von 2 Kilometer ums Nest hat sie gleich mehrere hundert Hektar bester Wässerwiesen zur Futtersuche!

Kleines, restauriertes Sandstein-Wehr an einem Seitenlauf der Queich; dient der Wiesenbewässerung

Da erscheint ihr Umzug plötzlich in einem ganz anderen Licht, sie ist beim neuen Partner und im neuen Nest sozusagen in der absoluten Premiumkategorie pfälzischer Storchennester gelandet ;-) "Brüten DeLuxe".


Das ehemalige Weibchen vom Kameranest Bornheim 1 (FRS 2823) am neuen Nest mit neuem Partner 5 km von Bornheim entfernt.


Wie etliche Kamerabeobachter schon richtig erkannt haben: das Männchen vom Kameranest Bornheim 1 hat ein neues Weibchen gefunden. Es hat links oben am Bein einen ELSA-Ring, die Nummer wurde mittlerweile sicher abgelesen, auch per Kamerabild ;-) Demnächst eventuell mehr Infos zur Vita des Storches. Damit keine Gerüchte aufkommen: es handelt sich nicht um das gleichfalls oben links ELSA-beringte Weibchen vom Nest am Bornheimer Sportplatz.


Neue Liebe, neues Glück


Zum ersten Mal wird zusammen auf dem Nest übernachtet!



Kürzlich hatte sich wohl ein Storch auf die Kamerahalterung gesetzt und dabei den Bildausschnitt dauerhaft nach oben verschoben. Eventuell haben wir keine Gelegenheit mehr vor Beginn der Eiablage die Kamera zu korrigieren, dann müssen wir 2007 eben mit dieser Bildperspektive leben.