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Dienstag, 24. April 2018

Nest vor dem Storchenzentrum ohne Eier

Nachdem bereits seit der letzten Woche immer wieder ein Ei aus dem Nest fällt und in der Kamera sehr gut zu sehen war, dass alle Eier an den Nestrand gerollt bzw. darüber hinaus geworfen worden waren, sitzt trotzdem immer einer der beiden Brutvögel fest im Nest.
Die heruntergefallenen Eier enthielten keinen Embryo, der aufgrund des rechtzeitigen Brutbeginns schon recht groß hätte sein müssen.
An diesem Nest (und an anderen Bornheimer Nestern!) sind häufig Horstkämpfe zu beobachten, denn in der Gemeinde sind alle Nester besetzt. Die jetzt ankommenden Erstbrüter sind allerdings eifrig bzw. übereifrig bis aggressiv auf der Suche nach eigenen Nestern.

Donnerstag, 5. März 2015

Heiß begehrt!



Storchenmann beknabbert das Gefieder des im Nest hockenden Weibchens


Nicht nur so mancher Storch ist heiß begehrt unter den Artgenossen und –genossinen, auch das ein oder andere Nest wird von verschiedenen Störchen „besetzt“.
Das Nest vor dem Rheinland-Pfälzischen Storchenzentrum wurde Ende Januar von einem Storchenmännchen bezogen, der die Jahre vorher auf einem vollkommen selbst gebauten Nest in der Hauptstraße erfolgreich Junge mit seinem unberingten Weibchen aufzog.
Am 4.3. wurde er, und höchstwahrscheinlich auch sein Weibchen, von einem weiteren Nestbesitzer aus Hauptstraße vertrieben.
Da das Weibchen des eigentlichen Nestbesitzers vom Storchenzentrum unberingt sind, kann man über die Zugehörigkeit der Weibchen nur mutmaßen.
Der aus Frankreich stammende Storchenmann vom Storchenzentrum kam letztes Jahr bereits am 22.2. an. So bleibt zu hoffen, dass er nur ein bisschen Verspätung hat und den derzeitigen „Nestbesetzer“ vom Nest vertreibt, denn dieser ist unfruchtbar.
Mit der nächsten Warmluftfront werden aber noch weitere Störche zurückkehren. Die meisten Nester sind aber schon belegt.

Samstag, 5. Juli 2014

Neuer Ausstellungsteil im Storchenzentrum: Lebensraum für Störche

Die Wiederansiedlung des Weißstorches in Rheinland-Pfalz ist geglückt.
Jetzt gilt es die Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln.
Auch eine Ausbreitung des Schwarzstorches in unserem Bundesland ist zu beobachten, was u.a. den verbesserten Bedingungen in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zugeschrieben wird.
Mit diesen Themen befasst sich der neue Teil der Dauerausstellung im Storchenzentrum.
Die moderne Gestaltung mit vielen Aktiv-Stationen fasziniert Jung und Alt gleichermaßen.
Die meisten Jungstörche in Bornheim sind nur noch selten auf den Nestern zu sehen.
Aber Bornheim hat eine neue Attraktion, die ab Sonntag, den 6.7., um 14 Uhr zu besichtigen ist.
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Dienstag, 15. April 2014

Erste Storchenküken in Bornheim geschlüpft!




In den 16 Bornheimer Nestern der wildlebenden Störche wird es in den nächsten Tagen sehr munter zugehen.
Am Sportplatz gibt es bereits mehrere Junge. Weitere Küken müssten ab heute auf der Evangelischen Kirche in der Nestkamera (www.pfalzstorch.de) zu sehen sein.
Ab 19.4. können aufmerksame Beobachter die ersten Jungstörche in der Pflegestation „Storchenscheune“ entdecken. Hier leben Störche mit starken Beeinträchtigungen, die sich aber noch fortpflanzen können.
Am Ostersonntag zwischen 14 und 17 Uhr ist das Storchenzentrum, Kirchstr. 1 geöffnet. Durch ein Fenster in der Dauerausstellung kann man ein Nest aus nächster Nähe beobachten! Junge sind dort aber erst ab 23.4. zu erwarten.

Montag, 3. Juni 2013

Licht und Schatten

Vier gesunde Jungvögel (3 sichtbar, im Hintergrund ein Altstorch) vor dem Storchenzentrum in Bornheim (3.6.2013)


In diesem Jahr haben sich 163 Weißstorchpaare in Rheinland-Pfalz zum Brüten niedergelassen.
Eine erneute Steigerung um mehr als 20% gegenüber dem Vorjahr!
(Aktualisierte Nesterliste und Nesterkarte im Hauptmenü unter "Störche in Rheinland-Pfalz")
Leider sind der nass-kalten Witterung der letzten Wochen viele Jungvögel zum Opfer gefallen, in etlichen Nestern sogar die komplette Brut. So wie die Niederschlagsmengen und -Dauer in den einzelnen Regionen unterschiedlich ausgefallen sind, fallen auch die Verlustraten beim Storchennachwuchs aus.

Für die Beobachter am Nest und an den Nestkameras ist dieser Anblick schwer zu ertragen. Manche rufen hier wieder nach Rettungsmaßnahmen und Eingriffen am Nest oder schreiten sogar selbst zur Tat. Das ist verständlich und war in den ersten Jahren der Wiederansiedlung, als nur einige wenige Storchpaare in unserem Bundesland gebrütet haben, sicher sinnvoll, aber gilt das auch heute noch, angesichts der höchsten Bestandsdichte seit Anfang des 20. Jahrhunderts?

Denn umgekehrt stellt sich die Frage, wieso manche Storchpaare es überhaupt schaffen, trotz dieser widrigen Umstände mehrere Jungen durchbringen. Sie müssen einige Vorzüge haben gegenüber den erfolglosen Storcheltern. In Frage kommen dabei viele Faktoren:
  •  Die Wahl des Nistplatzes oder die Fähigkeit, ein Nest wärmeisolierend und trotzdem wasserdurchlässig zu bauen.
  • Das notwendige Verhaltensrepertoire, das Nest und die Jungen trocken zu halten (hier gibt es tatsächlich große Unterschiede!).
  • Der Gesundheitszustand der Elterntiere, damit sie genug Wärme an die Jungvögel abgeben können.
  • Die Widerstandsfähigkeit von Alt- und Jungvögeln gegen Infektionskrankheiten.
  • Die Erfahrung der Storcheltern mit ihrem unmittelbaren Lebensraum, damit sie genug geeignete Nahrung für ihre Jungen finden können. 
  • Der optimale Zeitpunkt des Brutbeginns
und vieles mehr.

Dass die Nachkommen gerade solch erfolgreicher Störche in der nächsten Generation zahlreicher vertreten sind ist die Voraussetzung für eine optimale Anpassung. Das ist in der Natur generell so. Nur so kann sich eine Tierart auf Dauer in ihrem Lebensraum behaupten. Und das ist ja wohl das eigentliche Ziel eines Wiederansiedlungsprojekts, das bisher sehr erfolgreich war und das durch diesen Rückschlag sicher nicht gefährdet ist.
Nun zeichnet sich endlich eine Wetterbesserung ab. Drücken wir also den Störchen die Daumen, dass Sie die noch lebenden Jungen durchbringen und in den kommenden Jahren wieder etwas bessere Bedingungen vorfinden. 
Verdauung brummt - Storch gesund

Mittwoch, 29. Februar 2012

P8943 ist zurück


Seit Ende letzter Woche steht der Storchenmann wieder auf seinem Nest vor dem Storchenzentrum in Bornheim. Sabrina Geilhaupt, die im Freiwilligen Ökologischen Jahr bei der Aktion PfalzStorch im Einsatz ist, hat ihn mit dem Spektiv anhand seiner Ringnummer als den Storch identifiziert, der schon seit 2007 dort brütet. Er trägt einen Ring der Vogelwarte Paris und stammt aus dem elsässischen Seltz. Zur selben Zeit war übrigens auch die Störchin „Max“ an ihr Brutnest in Tüfingen am Bodensee angekommen, deren Zugwege seit Jahren in einem Senderstorch-Projekt beobachtet und aufgezeichnet werden (http://www.fr.ch/mhn/de). Von ihr weiß man, dass sie den Winter in Zentralspanien verbracht hat. Ob P8943 ihr dabei Gesellschaft geleistet hat oder mit einem anderen Trupp aus seinem Überwinterungsgebiet zurückgekehrt ist, bleibt sein Geheimnis, denn er trägt keinen Sender und über seinen Aufenthalt im Winter können wir nur etwas erfahren, wenn jemand seine Ringnummer abgelesen und der Vogelwarte gemeldet hat.

Seit Sonntag ist auch seine Partnerin wieder da, zusammen mit mehreren anderen Störchen, die in Bornheim und an anderen Orten in Rheinland-Pfalz ihre letztjährigen Brutnester besetzten. Die Ankunft der ersten Störche bereits im Februar ist in der Pfalz keine neue Entwicklung, die mit kürzeren Zugwegen und Klimaveränderungen zu tun haben muss. Schon um 1900 notierte Karl Bertram die ersten Störche im Februar. Im Gegensatz zu diesen Zugvögeln gibt es bei den oberrheinischen Störchen einige wenige, die sich den weiten Weg nach Westafrika oder Spanien sparen und die im Verlauf des Winters mehrfach an den Nestern aufgetaucht sind.

Christian Reis, ehrenamtlicher Beringer, hat einige von ihnen Anfang Februar auf der Mülldeponie im elsässischen Wintzenbach angetroffen. In einer Gruppe von 70 Störchen konnte er von 50 die Ringe ablesen und darunter neun Störche ausfindig machen, die im letzten Jahr in Rheinland-Pfalz gebrütet haben. Die anderen Störche stammten aus dem Elsass, Baden-Württemberg, Hessen und sogar aus den neuen Bundesländern.

Christian Reis war sehr erleichtert, keine von ihm im letzten Jahr beringten Jungvögel auf der Mülldeponie gefunden zu haben. Somit können die immer wieder geäußerten Befürchtungen, dass Störche zunehmend den langen Zugweg scheuen, nicht bestätigt werden. Immerhin zogen fast 500 Störche nach der Brutsaison 2011 aus Rheinland-Pfalz ab!

Auf weitere Rückkehrer, die oft schubweise im Brutgebiet eintreffen, kann man sich noch bis Anfang Mai freuen.

Dienstag, 3. August 2010

Wegweiser zum Storchenzentrum


Die in Bornheim meist gestellte Frage „Wo geht es zum Storchenzentrum?“ wird künftig nicht mehr gestellt. Denn künstlerisch gestaltete und farblich beeindruckend bemalte Störche an den Bornheimer Laternenmasten weisen nun – sogar mit Entfernungsangabe - dank der Unterstützung der Ortsgemeinde den Ortsunkundigen den Weg.
Bürgermeister Lothar Bach war es eine Freude, anlässlich des Storchenfestes am 11.Juli namens der Gemeinde dem Vorsitzenden der Aktion Pfalzstorch Prof. Dr. Karl Keilen 10 diesbezügliche Hinweisschilder übergeben zu können. Angebracht sind die Hinweisschilder an den Laternenmasten an den Ortseingängen Kirchstraße und Mörlheimer Strasse sowie entlang der Hauptstrasse. Die künstlerisch gestalteten Störche wurden von den Jugendlichen im „Jugendwerk St.Josef“ in Landau unter ihrem Ausbilder Heinrich Seitz gefertigt. Die farbliche Gestaltung hat Bruno Kneifeld aus Bornheim – wie so häufig - ehrenamtlich übernommen. Die Idee zu diesen Schildern stammt von Dieter Hörner, dem Ehrenvorsitzenden der Aktion PfalzStorch. Die Schilder selbst sind eigenständige Kunstwerke, die wunderbar zu den künstlerisch gestalteten Lampen und den anderen Kunstwerken im Ort passen. Hierfür seitens der Aktion PfalzStorch an Bürgermeister Lothar Bach, Bruno Kneifeld, Heinrich Seitz und Dieter Hörner herzlichen Dank. Die vielen Besucher von Storchenzentrum und Storchenscheune werden es danken.

Sonntag, 28. Februar 2010

Wieder zurück




Seit letzter Woche ist das Brutpaar vom vergangenen Jahr wieder auf seinem Nest vor dem Storchenzentrum in Bornheim (rechts im Hintergrund das Nest auf der evangelischen Kirche, deren Bewohner schon seit Anfang Februar zurück sind). In Bornheim sind bis jetzt 4 Nester mit den gleichen Brutpaaren wie letztes Jahr besetzt, wobei man natürlich nur bei den beringten Vögeln sicher sein kann. Die unberingten Brutpartner könnten auch neue Partner sein. Eine neue Paarkombination gibt es auf dem Dach der Storchenscheune. Auf 2 weiteren Nestern steht einer der letztjährigen Brutvögel und wartet auf den Partner.
Die Besetzung der Kameranester:
Bornheim Scheunendach: unberingtes Männchen (neu) mit einem in Rußheim/KA 2005 beringten Weibchen (wie im Vorjahr).
Bornheim Ev. Kirche: Männchen beringt in Bornheim 2005, (wie im Vorjahr) mit unberingtem Weibchen.
Bornheim Sportplatz: unberingtes Männchen (wie im Vorjahr) mit einem in Bornheim 2001 beringten Weibchen (wie im Vorjahr).
Zeiskamer Mühle: unberingtes Männchen mit einem 2003 in Strasbourg beringten Weibchen (wie im Vorjahr). Das Zeiskamer Weibchen ist schon am 25.2. auf dem Kamerabild zu sehen gewesen, es trägt wie das vorjährige Weibchen offensichtlich einen Ring der Vogelwarte Paris. Letzte Sicherheit über die Identität muss hier jedoch noch eine Ablesung mit Spektiv bringen.


Klickbild: Dachnest Zeiskamer Mühle

Die anderen o.g. Vögel sind bereits eindeutig identifiziert.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Familienverhältnisse in den nächsten Tagen und Wochen noch verändern. Es bleibt spannend!
Die Störche ducken sich heute oft in den Nestern oder sogar auf den Wiesen, da gerade ein heftiger Sturm über die Pfalz tobt.