Schon seit mehreren Tagen gehen im Storchenzentrum Meldungen von Verlusten durch die nasskalte Witterung ein. Das Klima meint es manchmal zwar mit den Pflanzen sehr gut, die bei dem Regen bestens gedeihen. Aber für viele Vögel (Singvögel, aber auch bei den Störchen) bereiten nasskalte Nächte, in denen die Jungvögel einfach nicht mehr warm und trocken werden können, Probleme.
Bisher sind die Verluste noch nicht so hoch wie in 2013... mehr unter Leere Nester in den Storchenkameras
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Montag, 6. Juni 2016
Mittwoch, 12. Juni 2013
Dieses Jahr bleibt der Kindersegen auf der Storchenscheune aus
Lange Zeit
wartete man vergeblich auf die Meldung einer Brut auf dem Dach der
Storchenscheune. Dann wurden, wie bereits berichtet, die Reste eines Eies
gefunden. Die Störchin war nicht fähig gewesen eine richtige Eischale
auszubilden. Dies hatte nichts mit der strengen Witterung zu tun und es
bedeutet auch nicht unbedingt, dass die Störchin keine Eier mehr legen kann,
aber so blieb das Paar erst einmal kinderlos.
Als wir schon die
Hoffnung auf Nachwuchs aufgegeben hatten, erreichten uns Meldungen einer
zweiten Brut. Und tatsächlich im Nest waren Eier zu sehen. Trotz einem sehr
späten Brutbeginn war die Freude groß. Dennoch mussten wir auch an die Gefahren
für eine so späte Brut denken, denn im schlimmsten Fall kann dies leider dazu
führen, dass die Jungstörche im August noch nicht stark genug für den Zug sind.
So haben wir den
kleinen Störchen in den Eiern die Daumen gedrückt und warteten gespannt.
Selbst als nur
noch ein Ei im Nest lag, brüteten die Altstörche tapfer weiter und es war sehr
schwer über die Nestkamera ein Bild von dem Ei zu erhaschen auf dem nicht nur
ein brütender Storch zu sehen war. Hat man es
dann aber geschafft, fiel auf, dass das Ei sehr verschmutzt war, was aber
darauf zurückzuführen war, dass die Altstörche durch den Regen ein dreckiges
Gefieder bekamen und sich dann auf das Ei setzten.
Dann folgte die traurige Nachricht: Das Ei ist weg.
Damit bleibt das
Paar dieses Jahr leider endgültig ohne Junge.
Uns bleibt nur
noch viel Glück für das nächste Jahr und allen andern Jungtieren alles Gute zu
wünschen.
Gespannt
beobachten wir also das Wachsen der kleinen Störche. Besonders natürlich auch
in den zahlreichen Bornheimer Nestern.
Es ist leider am
Beispiel der Paare auf der Storchenscheune, der evangelischen Kirche und dem
Anwesen Echternach zu sehen, dass manche Nester dieses Jahr leer bleiben
werden. Das Trafonest z.B. ist nach dem Tot des letzten Jungen leider ganz
verwaist, da die Altstörche das Nest verlassen haben.
Das Paar auf der evangelischen Kirche
Nicht überall
sind die Nester so voll besetzt wie das vor dem Storchenzentrum. Hier sind vier
schon ziemlich große Jungstörche zu sehen.
Sportplatznest
und Hauptstraße Nr. 18: 2 Junge
Waldeck, Anwesen
Kraus und Regenrückhaltebecken, auf der Voliere der Storchenscheune
(Westseite): 1
Auf der Voliere der Storchenscheune (Ostseite): Anzahl noch unklar, da späte Brut. Altvögel füttern seit 7.6.
Auf der Voliere der Storchenscheune (Ostseite): Anzahl noch unklar, da späte Brut. Altvögel füttern seit 7.6.
Hoffen wir also
für alle verbleibenden Jungen das Beste.
Mit freundlichen Grüßen
Marina Damm
(FÖJlerin der
Aktion PfalzStorch e.V.)
Stichworte:
Storchenküken,
Storchenscheune,
Wetter,
Witterung
Montag, 3. Juni 2013
Licht und Schatten
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| Vier gesunde Jungvögel (3 sichtbar, im Hintergrund ein Altstorch) vor dem Storchenzentrum in Bornheim (3.6.2013) |
In diesem
Jahr haben sich 163 Weißstorchpaare in Rheinland-Pfalz zum Brüten
niedergelassen.
Eine erneute Steigerung um mehr als 20% gegenüber dem Vorjahr!
(Aktualisierte Nesterliste und Nesterkarte im Hauptmenü unter "Störche in Rheinland-Pfalz")
Eine erneute Steigerung um mehr als 20% gegenüber dem Vorjahr!
(Aktualisierte Nesterliste und Nesterkarte im Hauptmenü unter "Störche in Rheinland-Pfalz")
Leider sind
der nass-kalten Witterung der letzten Wochen viele Jungvögel zum Opfer
gefallen, in etlichen Nestern sogar die komplette Brut. So wie die
Niederschlagsmengen und -Dauer in den einzelnen Regionen unterschiedlich
ausgefallen sind, fallen auch die Verlustraten beim Storchennachwuchs aus.
Für die Beobachter am Nest und an den Nestkameras ist dieser Anblick schwer zu ertragen. Manche rufen hier wieder nach Rettungsmaßnahmen und Eingriffen am Nest oder schreiten sogar selbst zur Tat. Das ist verständlich und war in den ersten Jahren der Wiederansiedlung, als nur einige wenige Storchpaare in unserem Bundesland gebrütet haben, sicher sinnvoll, aber gilt das auch heute noch, angesichts der höchsten Bestandsdichte seit Anfang des 20. Jahrhunderts?
Denn umgekehrt stellt sich die Frage, wieso manche Storchpaare es überhaupt schaffen, trotz dieser widrigen Umstände mehrere Jungen durchbringen. Sie müssen einige Vorzüge haben gegenüber den erfolglosen Storcheltern. In Frage kommen dabei viele Faktoren:
Für die Beobachter am Nest und an den Nestkameras ist dieser Anblick schwer zu ertragen. Manche rufen hier wieder nach Rettungsmaßnahmen und Eingriffen am Nest oder schreiten sogar selbst zur Tat. Das ist verständlich und war in den ersten Jahren der Wiederansiedlung, als nur einige wenige Storchpaare in unserem Bundesland gebrütet haben, sicher sinnvoll, aber gilt das auch heute noch, angesichts der höchsten Bestandsdichte seit Anfang des 20. Jahrhunderts?
Denn umgekehrt stellt sich die Frage, wieso manche Storchpaare es überhaupt schaffen, trotz dieser widrigen Umstände mehrere Jungen durchbringen. Sie müssen einige Vorzüge haben gegenüber den erfolglosen Storcheltern. In Frage kommen dabei viele Faktoren:
- Die Wahl des Nistplatzes oder die Fähigkeit, ein Nest wärmeisolierend und trotzdem wasserdurchlässig zu bauen.
- Das notwendige Verhaltensrepertoire, das Nest und die Jungen trocken zu halten (hier gibt es tatsächlich große Unterschiede!).
- Der Gesundheitszustand der Elterntiere, damit sie genug Wärme an die Jungvögel abgeben können.
- Die Widerstandsfähigkeit von Alt- und Jungvögeln gegen Infektionskrankheiten.
- Die Erfahrung der Storcheltern mit ihrem unmittelbaren Lebensraum, damit sie genug geeignete Nahrung für ihre Jungen finden können.
- Der optimale Zeitpunkt des Brutbeginns
Dass die Nachkommen gerade solch erfolgreicher Störche in der nächsten
Generation zahlreicher vertreten sind ist die Voraussetzung für eine optimale Anpassung.
Das ist in der Natur generell so. Nur so kann sich eine Tierart auf Dauer in
ihrem Lebensraum behaupten. Und das ist ja wohl das eigentliche Ziel eines
Wiederansiedlungsprojekts, das bisher sehr erfolgreich war und das durch diesen
Rückschlag sicher nicht gefährdet ist.
Nun zeichnet
sich endlich eine Wetterbesserung ab. Drücken wir also den Störchen die Daumen,
dass Sie die noch lebenden Jungen durchbringen und in den kommenden Jahren
wieder etwas bessere Bedingungen vorfinden.
![]() |
| Verdauung brummt - Storch gesund |
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Verluste,
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