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Mittwoch, 30. Juni 2010

Der Kleine vom Trafonest



Der erste auf der Trafostation heranwachsende Jungstorch erfreut sich bester Gesundheit.
Norbert Gladrow hat dieses Foto aufgenommen und - wie könnte es zur Zeit anders sein - mit der Fußball-WM in Verbindung gebracht. Sein Kommentar:

"Freude beim kleinen Stromer vom Trafonest über den 4:1 Sieg der deutschen Störche über die englischen Stelzenbeine."

Er hat spontan die Patenschaft für den Kleinen übernommen.

Wer Interesse an Patenschaften für weitere Störche hat: Siehe unter "Aktuelles" auf der Startseite.

Samstag, 19. April 2008

Wiederfundliste aktualisiert

Nach Rückmeldung der Vogelwarte Radolfzell konnten wir die Wiederfundliste auf den neuesten Stand bringen. Sie enthält jetzt über 900 Wiederfundmeldungen! Dank der systematischen Beringung der Jungvögel und der vielen Ringableser, die ihre Ablesungen an die Vogelwarte melden, entsteht eine solide Grundlage für die wissenschaftliche Erforschung der Zugwege, der Gefahren, der Bestandsentwicklung in den Brutgebieten und vieles mehr. Darüber hinaus freuen sich natürlich die Storchennestbetreuer und die Storchpaten vor Ort, wenn sie etwas über den Verbleib "ihrer" Schützlinge erfahren.
Wie bisher veröffentlichen wir - in Absprache mit der Vogelwarte Radolfzell - nicht die komplette Ringnummer, sondern nur einen "Ring-Code", der sich aus dem Beringungsjahr und den beiden letzten Ziffern der Ringnummer zusammensetzt. Nestbetreuer und Paten werden damit trotzdem problemlos "ihren" Storch erkennen. So wird beispielsweise die Klasse 3 a einer Bonner Grundschule ihren Patenstorch "Kim Knickebein", ein Jungstorch vom Kameranest 1 vom letzten Jahr, sicher wiederfinden, wenn sie bei "Bornheim 2007-70" nachschaut. Dieser Storch wurde am 9.9.2007 bei Medina Sidonia in Südspanien abgelesen. Ob er dort überwintert hat oder nach einer Rast weiter nach Afrika gezogen ist, wissen wir allerdings nicht. Herzlichen Glückwunsch an die Klasse und ihre Lehrerin! Wir hoffen mit euch, dass "Kim Knickebein" in 1-2 Jahren gesund nach Deutschland zurückkommt!

Die Wiederfundliste ist von der Startseite ausgehend zu finden unter der Rubrik "Fachartikel" oder unter folgendem Link:

http://www.pfalzstorch.de/daten/fachartikel/wiederfundliste.pdf

Sonntag, 8. Juli 2007

Kim Knickbein und der fremde Jungstorch...


Ein fremder Jungstorch macht sich heute morgen im Nest auf der Storchenscheune bequem. Das passt einem der jungen Nestbesitzer gar nicht und zwickt ihn hier mal ordentlich am Hals. Wär ja ein Ding, wenn hier jeder einfach mal so ohne Anmeldung vorbeischaut! ;-)



Kim Knickbein in Aktion: die Klasse 3a aus Bonn-Buschdorf und Frau Hornef hat diesen Namen vergeben, sie sind Paten vom Jungstorch mit den beiden Endziffern 70 (Nummer hier im Bild mit etwas Phantasie zu erkennen ;-) - Hier reicht es Kim Knickbein, dass der Besucher sich immer noch in "seinem" Nest rumlümmelt und langt noch ein bisschen kräftiger zu. Der vorwitzige Gast lässt sich aber nicht beirren und fliegt erst 20 Minuten später ab. Tja, in der Ruhe liegt die Kraft ;-)



Klickbild: 7 Minuten später ist Kim Knickbein bei der Gefiederpflege. Der Gast darf doch noch ein bisschen bleiben, soll er doch liegenbleiben, der Faulpelz. Und außerdem haben wir einen schönen sonnigen Sonntagmorgen und wollen uns nicht so arg die Laune vermiesen (aber das Zwicken hat trotzdem viel Spass gemacht... ;-)


Liebe Grüße aus der Pfalz an die Paten in Bonn...!

Donnerstag, 28. Juni 2007

Große Wiederfundliste der Aktion PfalzStorch online

Hier der Link: Wiederfundliste (pdf-Dokument)

In enger Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Radolfzell und seinem Leiter, Herrn Dr. Wolfgang Fiedler, stellen wir eine recht umfangreiche Wiederfundliste von Jungstörchen aus Rheinland-Pfalz als pdf-Dokument online. Um einen Mißbrauch der Daten zu vermeiden, stellen wir die eigentliche Ringnummer auf Wunsch der Vogelwarte nur in anonymisierter Form dar.

Wir danken der Vogelwarte Radolfzell ganz ausdrücklich für die ausgezeichnete Unterstützung!

Angaben auf der Wiederfundliste:

1. Beringungsort, z.B. "Bornheim [DECR, TK 6714]"; das Kürzel TK xxxx steht für die Meßtischblatt-Nummer, worauf der Beringungsort zu finden ist.
2. Jahr-Code, z.B. 2001-23; der sog. Jahr-Code in unserer Online-Liste besteht aus dem Jahr der Beringung (hier im Beispiel 2001), die nachfolgenden zwei Ziffern sind codierte Elememte aus der vollständigen Originalringnummer.
3. Fund- bzw. Ablesedatum, z.B. 7.9.2001
4. Ablese- bzw. Fundort, z.B. LAGUNA DE JELI, CHICLANA DE LA FRONTERA [ES60] Cádiz


Die scheinbar abstrakten Zahlen können doch eine Menge über das Leben des Storchs erzählen, z.B. Hochstadt* (DECR, TK6715) 1999-94 1.6.2006 Wiesbaden-Schierstein, Wasserwerk* [DEED, TK 5915)

Dieser Storch wurde also im Jahr 1999 im Bereich Hochstadt (Queichwiesen) geboren und im Alter von 7 Jahren auf dem Gelände des Wasserwerks Wiesbaden-Schierstein gesund abgelesen. Wer in der Liste in der Zeile eins vorher schaut, der wird eine zweite Ablesung dieses Storchs entdecken: 2.9.2000 V.R.S.U. LOS BARRIOS [ES60] Cádiz

Dieser einjährige Storch wurde also Anfang September bei Cadiz abgelesen, bis zu seiner nächsten Sichtung im Jahr 2006 vergingen 6 Jahre! Wo war er da? Wir wissen es nicht. Platz genug für StorchenReise-Phantasien...




Jungstorch-Patenschaft übernehmen?

Wenn Sie Interesse für eine Patenschaft eines Bornheimer Jungstorchs aus einem der Kameranester haben, dann schauen Sie bitte in den nächsten Tagen ins Nest-Telegramm bzw. auf die Kamera-Webseite. Hier finden Sie dann alle weiteren Infos! Bald tritt der Nachwuchs das Jahrgangs seine große Reise in den Süden an, die Übernahme einer Patenschaft ist auch die Hoffnung eines gesunden Wiedersehens. Mit einer angemessenen Spende für eine Patenschaft unterstützen Sie unsere umfangreiche Projektarbeit.

Wir haben es noch nie an die große Glocke gehängt: neben dem nachhaltigen und erfolgreichen Einsatz z.B. für die Reaktivierung der Wässerwiesen gehört auch die Versorgung/der Unterhalt der größten rheinland-pfälzischen Auffang- und Pflegestation für verletzte Weißstörche seit vielen Jahren zu unserer Arbeit. Wir konnten schon viele Dutzend geheilter Wildstörche wieder in die Freiheit fliegen lassen (nach Flügelbruch etc.), ebenso gehört die Versorgung von Storchen-Waisenkinder zu unseren regelmäßigen Aufgaben (siehe z.B. dieser aktuelle Fall), die wir dann auf die Auswilderung an einem abgelegenen Ort außerhalb Bornheims vorbereiten. Diese Pfleglinge ziehen dann zusammen mit den anderen Jung-Wildstörchen der Region frei in den Süden ab.
Es fallen alljährlich ganz erhebliche Futterkosten an, für die wir ohne staatliche Förderung aufkommen müssen. Auch das soll hier mal kurz Erwähnung finden...