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Samstag, 14. März 2009

Kampfmethoden

Im Bornheimer Nest am Sportplatz kam es vorgestern zur Anwendung ungewöhnlicher Kampfmittel: die langjährige Brutstörchin zeigt, dass ein Storchenschnabel nicht nur als gefährliche Stichwaffe, sondern auch als effektvolle Zange im mehrminütigen Haltegriff zum Einsatz kommen kann:


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Der umklammerte Storch besaß die Dreistigkeit mitten im Kampf zu klappern, als ein Anderer in der Nähe losklapperte! Die Brutstörchin hat beim Kampf eine Wunde am Flügelansatz davon getragen.




Die Videoaufnahme stammt von Michael Fangrath, vielen Dank!


Und so sah es gerade eben auf dem Nest aus, "Sie" steht links:

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Sonntag, 1. März 2009

Blutiger Horstkampf in Zeiskam?

Der unberingte Storch, der sich seit einigen Tagen im Nest blicken lässt und dort schon recht eifrig rumwerkelt, ist ein Männchen. Nachdem gestern ein zweiter Storch im Nest zu sehen war (mit schwarzem ELSA-Ring), ging es gleich mit einer Kopulation zur Sache:


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Unglücklicherweise sollte dieses Glück nicht lange dauern. Denn offensichtlich ist ebenso gestern die frühere Brutstörchin eingetroffen (Aluring, eine sichere Ablesung der Nummer gibt es aber noch nicht):

Klickbild: links oben am Bein ist beim stehenden Storch ein Aluminiumring zu erkennen. Sieht so aus, als würde gerade das Männchen am Kopf gekrault... Wahrscheinlich handelt es sich um die langjährige Brutstörchin der Zeiskamer Mühle, die gestern zurück gekehrt ist...


Zwischen den beiden Weibchen kam es dann heute Morgen wahrscheinlich zu einem heftigen und blutigen Nestkampf, dessen (vorläufige Siegerin) die Störchin mit dem Aluring (li o) ist:





Gut möglich, dass es jetzt zu weiteren Kämpfen kommt.
Siehe auch ==> Bericht vom Dach der Bornheimer Storchenscheune 2007.

Wie stark die Verletzung ist, kann man nicht so einfach abschätzen. Die Störchin beteiligte sich jedenfalls schon wieder am Nestbau. Wir werden die Situation genau beobachten. Wie es der Kontrahentin geht, wissen wir nicht...

Mittwoch, 25. April 2007

Vertriebenes Weibchen nach verlorenem Kampf: wie ging's mit ihr weiter?

Rückblick Kameranest B1
17. Februar 2007:
das bekannte Weibchen FRS 2823 kehrt am 17. Februar aus dem Winterquartier zurück und zieht ins alte Nest auf dem Dach der Storchenscheune. Hier brütet sie schon seit 7 Jahren.

25. Februar:
FRS 2823 verläßt ohne erkennbare Ursache Nest und Partner und zieht zu einem anderen Storch in die Hochstadter Wiesen (ca. 5 km Luftlinie).


Klickbild oben: das "verlassene" Männchen bleibt nicht lange alleine: ein neues, ELSA-beringtes Weibchen zieht ins Nest auf der Storchenscheune ein.


10. März:
FRS 2823 kehrt wieder zurück ins alte Nest: in einer nächtlichen Attacke wird die neue Störchin vertrieben. Damit also wieder das alte Paar zusammen, FRS 2823 war ca. zwei Wochen beim anderen Storchenmännchen. Der "Lebensabschnittsgefährte" aus den Hochstadter Wiesen hat übrigens seitdem keine Partnerin mehr gefunden und bleibt 2007 eventuell alleine. Eine echte Storchen-Soap-Opera...


So, und was wurde aus der vertriebenen Störchin? Wir konnten ihr Schicksal gut verfolgen, da sie einen ELSA-Ring trägt. Sie ist in's 7 Kilometer entfernte Knittelsheim umgezogen und brütet dort. Hier ein Bild vom neuen Zuhause:


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Samstag, 10. März 2007

Kampf in der Nacht!

FRS 2823 hat mit ihrem Angriff gestern nicht geblufft. Die "heile Welt" im Hochstadter Nest war trügerisch. Nur wenige Stunden später ging die alte Bornheimer Störchin zur Attacke über, ca. 5 Kilometer liegen zwischen dem Hochstadter WiesenNest und Bornheim. Heute Nacht, wohl ab 1.50 Uhr (etliche Bilder in unserem internen Archiv sind ab diesem Zeitpunkt stark verwackelt, große Unruhe im Nest) hat sie wieder angegriffen. Ein blutiger Kampf wie die Spuren am rechten Flügel heute Morgen zeigen! Im 10-Sekunden Videoclip von 2.32 Uhr sind Fauchen und aggressives Klappern zu hören. Wahrscheinlich ein Moment mitten im Kampf.

Die schweren Auseinandersetzungen haben sich wohl über etliche Stunden hingezogen (aber sicher mit Pausen...).

4 Uhr: drei Störche auf dem Nest!



Ergebnis dieser dramatischen Nacht: FRS 2823, die "Bornheimerin", hat tatsächlich ihr altes Nest und ihr früheres Männchen wieder zurück erobert!
Es sind fast zwei Wochen vergangen, nachdem sie offensichtlich freiwillig ihr altes Nest und den bekannten Brutpartner verlassen hatte.

Was heute Nacht aus der "neuen" Störchin geworden ist, können wir noch nicht sagen! Ob FRS 2823 ganz in der Nähe übernachtet hatte? Nächtliche Attacken von Weißstörchen sind nicht unbekannt, wenngleich die allermeisten Nestattacken am Tag passieren.

Fragen:
1. Wo ist die "Neue" hin? Gestern haben wir ja erfahren, daß ihr früheres Nest komplett belegt ist. Wird sie jetzt dort attackieren?
2. Gibt es im Hochstadter Nest schon ein neues Weibchen, oder ist das Männchen dort jetzt alleine?
3. Kann ein Storch in der Nacht das Geschlecht seines Kampfpartners erkennen? Und wenn ja, anhand welcher Merkmale?



Tja, und die allerschwierigste Frage zum Schluß: warum hat FRS 2823 ohne (für uns Menschen erkennbare) Notwendigkeit damals Nest und Partner verlassen und warum ist sie zurückgekehrt? Aber das könnte uns bestimmt nur ein Storch erklären. Rätsel wird es in der Natur immer geben...


Nest-Alarm? Vorne mit dem AluminiumRing das alte, neue Weibchen