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Mittwoch, 25. August 2010

Nestbindung lässt nach

Leere Nester auf den Kamerabildern bedeuten nicht unbedingt, dass die Bewohner schon alle nach Süden gezogen sind. Bei einem Rundgang in Bornheim gestern Abend waren noch etliche Bornheimer Brutstörche auf ihren Schlafplätzen anzutreffen, allerdings einige ein paar Meter bis einige 100 Meter von ihrem Nest entfernt. Andererseits übernachten in den Nestern manchmal auch fremde Störche.
Das Brutpaar am Sportplatz war noch komplett, auf der Evangelischen Kirche stand nur noch das Männchen. Das Nest auf der Storchenscheune war leer.
Während die Jungstörche schon längst über alle Berge sind, genießen die Alten wohl die kinderlose Zeit im Spätsommer und erholen sich von der anstrengenden Brutperiode. Aber bald werden auch sie auf die Reise gehen ...

Samstag, 19. April 2008

Wiederfundliste aktualisiert

Nach Rückmeldung der Vogelwarte Radolfzell konnten wir die Wiederfundliste auf den neuesten Stand bringen. Sie enthält jetzt über 900 Wiederfundmeldungen! Dank der systematischen Beringung der Jungvögel und der vielen Ringableser, die ihre Ablesungen an die Vogelwarte melden, entsteht eine solide Grundlage für die wissenschaftliche Erforschung der Zugwege, der Gefahren, der Bestandsentwicklung in den Brutgebieten und vieles mehr. Darüber hinaus freuen sich natürlich die Storchennestbetreuer und die Storchpaten vor Ort, wenn sie etwas über den Verbleib "ihrer" Schützlinge erfahren.
Wie bisher veröffentlichen wir - in Absprache mit der Vogelwarte Radolfzell - nicht die komplette Ringnummer, sondern nur einen "Ring-Code", der sich aus dem Beringungsjahr und den beiden letzten Ziffern der Ringnummer zusammensetzt. Nestbetreuer und Paten werden damit trotzdem problemlos "ihren" Storch erkennen. So wird beispielsweise die Klasse 3 a einer Bonner Grundschule ihren Patenstorch "Kim Knickebein", ein Jungstorch vom Kameranest 1 vom letzten Jahr, sicher wiederfinden, wenn sie bei "Bornheim 2007-70" nachschaut. Dieser Storch wurde am 9.9.2007 bei Medina Sidonia in Südspanien abgelesen. Ob er dort überwintert hat oder nach einer Rast weiter nach Afrika gezogen ist, wissen wir allerdings nicht. Herzlichen Glückwunsch an die Klasse und ihre Lehrerin! Wir hoffen mit euch, dass "Kim Knickebein" in 1-2 Jahren gesund nach Deutschland zurückkommt!

Die Wiederfundliste ist von der Startseite ausgehend zu finden unter der Rubrik "Fachartikel" oder unter folgendem Link:

http://www.pfalzstorch.de/daten/fachartikel/wiederfundliste.pdf

Freitag, 17. August 2007

Durchzügler



Eine interessante Beobachtung am gestrigen Nachmittag:
Kurz nachdem ein Landwirt begonnen hatte, seine Wiese zu mulchen, fanden sich 14 Störche ein, die sich über die zahlreichen flüchtenden Feldmäuse hermachten. Darunter war auch ein Storch mit einem ELSA-Ring und einer Beschriftung, die in unserer Region nur höchst selten registriert wird (2. Foto). Eine Nachfrage bei der Vogelwarte ergab ein überraschendes Ergebnis: Der Storch war 2006 nestjung in Paußnitz/Sachsen beringt worden. Die Elbe-Störche ziehen normalerweise über die Ostroute (Türkei, Israel) nach Afrika. Dieser hier befindet sich wohl auf der Westroute Richtung Spanien.
Im Jahre 2000 waren zuletzt einige Störche aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt in der Südpfalz abgelesen worden.


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Nachtrag:

Storchentrupp in Jockgrim

Dazu passt auch dieser Hinweis per Email, den wir aus Jockgrim (ca. 17 Kilometer Luftlinie von Bornheim entfernt) bekamen, mit Genehmigung des Autors dürfen wir daraus zitieren:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

am 13.8. 2007 gegen 10 Uhr konnte ich eine außergewöhnlich große Anzahl von Störchen auf der Wiese zwischen Baggersee Jockgrim und Jockgrim von meinem Balkon aus beobachten. Es waren über 40 Störche.

Ich konnte sehr viele Fotos schießen, eine kleine Auswahl habe ich mal auf meiner Homepage eingestellt.
Der Link zu den Fotos: http://www.anton-fischer.de/stoerche/

Auf dem Foto Afi08537.jpg konnte ich in der Origialauflösung 41 Störche zählen. Dazu kommen noch welche, die von Bäumen verdeckt waren und ich glaube zwei oder drei waren zu diesem Zeitpunkt schon abgeflogen."



Glückwunsch zu dieser Beobachtung und herzlichen Dank von der Aktion PfalzStorch nach Jockgrim für den Hinweis und die Fotos!
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