Gestern waren wir in Neupotz (3 Nester), Kuhardt, Schwegenheim, Gommersheim, Bornheim (Waldeck), Barbelroth, Niederotterbach, Schweighofen und Büchelberg. Damit sind unsere Vorbereitungsarbeiten, welche die letzten 2 ½ Monate angedauert haben, fast abgeschlossen. Einzig am kommenden Mittwoch wird in Germersheim noch ein neuer Horst gestellt.
Momentan sind schon wieder einige Altstörche aus den Überwinterungsgebieten zurückgekehrt. Diese haben jedoch schon seit Jahren ihre festen Brutplätze. In den nächsten Tagen und Wochen erwarten wir aber die Rückkehr der Jungstörche, welche sich dann auf die Suche nach geeigneten Brutplätzen begeben.
Eine riesengroße, mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Hilfe, war auch dieses Jahr wieder der Hubsteiger der Spenglerei Wolfgang Kern aus Billigheim-Ingenheim (www.w-kern-gmbh.de) , welcher uns seinen Hubsteiger wieder kostenlos zur Verfügung gestellt hat. An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank!
( Nest in Barbelroth)
Dass in den Storchennestern immer mehr „menschlicher Müll“ zu finden ist, ist mittlerweile leider ein bitterer Beigeschmack, der aber unter Anderem für die Störche tödlich sein kann. Ich erinnere nur daran, dass letztes Jahr drei Jungstörche auf der Storchenscheune durch eine unachtsam weggeworfene Plastikschnur, welche die Elternstörche mit ins Nest gebracht hatten, ums Leben gekommen sind (wir berichteten).
Gestern haben wir unter Anderem das Nest Bornheim, Waldeck gereinigt und ich habe mal ein Bild davon gemacht, was wir alles aus dem Nest geholt haben:
Auf dem Bild sind zu sehen:
- verschiedene Schnüre (schön zum strangulieren geeignet)
- Verpackungsmaterialien (Capri Sonne, Milchschnitte, Haselnussschnitte, Ritter Sport, Fertigsuppe, etc.)
- Styropor
- Ein Liedblatt in Klarsichtfolie
- Stücke von Kartoffelsäcken
- Jede Menge Gummis
- Mehrere gebrauchte Slipeinlagen
- Ein verpacktes Kondom
-Glasscherben
(Zum Glück waren keine gebrauchten Injektionsspritzen mit Nadel, wie letztes Jahr im Horst vor dem Storchenzentrum mit dabei.)
Dies ist mitunter auch ein wichtiger Punkt warum wir die Nester reinigen müssen, nämlich um diese, durch den Menschen verursachte, Gefahrenquellen zu beseitigen, die für die Störche tödlich enden können.
Es lohnt sich daher auch kleine Abfallstücke wegzuräumen!
Zum Abschluß noch ein paar Bilder von den hergerichteten Nestern:
Schweighofen:
Schwegenheim:
Bornheim, Waldeck Vorher:
Bornheim, Waldeck Nachher:
Gommersheim:
Kuhardt:
Viele Grüße
Christian Reis & Thomas Antrett