Sonntag, 24. Juli 2011

Die Freiheit ruft!

Am heutigen Sonntag um 11:00 Uhr war es endlich soweit. Die Türe der Übergangsvoliere auf der Kollerinsel wurde von Herrn Thilo Toelle, unter den Blicken von einigen Storchenfreunden und dem Storchenscheunenteam, geöffnet.

Am Anfang noch etwas misstrauisch, wagte nach zwei/drei Minuten der erste Jungstorch die Schwelle zur Freiheit zu überschreiten. Nach und nach folgten ihm dann die Anderen. Zuerst machten sie ein paar Schritte über das Neue und unbekannte Terrain, bevor dann der Erste all seinen Mut zusammen nahm und abhob. Es dauerte nicht lange bis es die Anderen ihm nachahmten.

Für die Storchenfreunde und das Storchenscheunenteam war es ein überragender Moment als die acht Jungstörche über der benachbarten Wiese ihre Kreise zogen. Mit den Bildern von den vergangenen drei Monaten im Hinterkopf, als die winzigen Jungen gerade aus ihren Eiern geschlüpft sind bis hin zu den ersten Schritten und mit dem aktuellen Blick auf die nun ausgewachsenen fliegenden „Kerlchen“, war dies der schönste Lohn für die eingesetze Zeit und Mühe.

Kurz darauf landeten sie ca. 100 m weiter auf einer Wiese bei ihren bereits frei lebenden Kumpanen von der Kollerinsel. Einer der acht Jungen nutzte seine Freiheit gleich mal voll aus und flog davon, bevor er dann nach ca. 10 Minuten plötzlich wieder zu seinen Artgenossen auf die Wiese zurückkehrte.


Und so sah die ganze Sache noch vor drei Monaten aus:

An dieser Stelle möchten wir den "Kleinen", und natürlich auch allen anderen Störchen, einen guten und unversehrten Flug in die Überwinterungsgebiete wünschen und wir hoffen, dass alle wieder heil zurück nach Deutschland kommen, erfolgreich brüten und ein langes und unbeschwertes Leben führen.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Jungstörche in Auswilderungsvoliere gebracht

Am gestrigen Mittwoch, den 20.07.2011 brachten Christian Reis und Thomas Antrett die flüggen Storchenjunge der Storchenscheune Bornheim in die Auswilderungsvoliere in das Naturschutzgebiet auf der Kollerinsel bei Otterstadt (bei Speyer). Die Jungen bleiben für ca. 4 Tage in der Voliere, damit sie sich an die Umgebung gewöhnen können. Am kommenden Sonntag um 11:00 Uhr wird dann einfach die Tür der Voliere geöffnet und die Jungen können dann ungestört raus in die Freiheit. Die Junge werden vor Ort vom "Verein für Heimatpflege und Naturschutz Otterstadt e.V." in Person von Herrn Thilo Toelle betreut und versorgt.

Für das "Storchenscheunenteam" um Christian Reis, Andrea Ferner, Rolf Schmitt und Thomas Antrett (FÖJler) ist dies jedes Jahr immer wieder ein großer Erfolg und der Lohn für die mühevolle Arbeit mit den Jungen. Das Team war immer stets darum bemüht, die Jungstörche so naturnah wie möglich großzuziehen (d.h. so wenig wie möglich Menschenkontakt, die Fütterung der Junge über die Altstörche, etc. ).
An dieser Stelle sei nocheinmal erwähnt, dass die Storchenscheune keine Zuchtstation, sondern eine Pflegestation für kranke und verletzte Störche ist. Die Störche in der Scheune haben natürlich ihre natürlichen Triebe nicht verloren und brüten auch, wie die freilebenden Störche, in jedem Frühjahr. Unser oberstes Ziel ist nach wie vor noch die Pflege und die Genesung der Störche in der Storchenscheune!

Hier noch ein paar Impressionen von der Umgebung:

Die Auswilderungsvoliere im Hintergrund und im Vordergrund das Nest des freifliegenden Brutpaares auf der Kollerinsel (2011: 3 Junge)



Die Rheinauen auf der Kollerinsel:



Dienstag, 12. Juli 2011

Storchenfest 2011 – Ein voller Erfolg zugunsten der Störche


Das diesjährige Storchenfest war ein voller Erfolg für die Aktion PfalzStorch e.V. und somit auch für die Rheinland-pfälzischen Störche. Bei überwiegend sonnigem und warmen Wetter fanden viele Besucher den Weg zum Storchenzentrum, u.a. auch durch die Veranstaltung des „Roll- und Schlappdaches“ der Verbandsgemeinde Offenbach, welche an dem gleichen Tag stattfand.

Der Startschuss war diesesmal nicht wie gewohnt am Sonntagmorgen, sondern bereits schon am Samstagabend um 19:00 Uhr mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Bornheim an Herrn Dieter Hörner (siehe vorherigen Bericht).

Weiter ging es am Sonntagmorgen um 11:00 Uhr. Herr Prof. Dr. Karl Keilen eröffnete das Fest mit der Verlesung der Bilanz des Storchenjahres 2011. Dieses Jahr wurde die 100- Brutpaargrenze eindeutig mit 111 Brutpaaren, bei ca. 270 (!) Jungstörchen in Rheinland-Pfalz überschritten. Keilen berichtet von einem außergewöhnlich guten Storchenjahr, welches sogar schon an die Vorkriegszeit anknüpft. Nur das Jahr 1904 mit 180 Brutpaaren war noch besser.

Um 14:00 Uhr folgte die Verleihung der Urkunden an die Storchenpaten durch den Ehrenvorsitzenden Dieter Hörner und Karin Hechler. Für ein paar Besucher war die Überreichung einer Urkunde sehr überraschend, da diese ein Geschenk von Freunden/Verwandten war und die Personen vorher nicht eingeweiht wurden. Es wurden auch Ehrenpatenschaften von der Aktion PfalzStorch e.V. an Leute verliehen, die durch ihr Engagement die Aktion PfalzStorch e.V. und die Störche vorbildhaft unterstützen. Diese waren u.a. Irmgard Becker aus Bornheim, die sehr engagiert und ehrenamtlich die Stochenscheune mit betreut, sowie die Spenglerei Wolfgang Kern aus Billigheim-Ingenheim. Wolfgang Kern stellt jedes Jahr sein Firmenfahrzeug (Hubsteiger) kostenlos für die Beringung der Jungstörche und die Nestreinigungen zur Verfügung. Es wurden dieses Jahr mehr als 50 Patenschaften vergeben!

Während des Festes konnten die Besucher kostenlos die Ausstellung im Storchenzentrum besichtigen. Zusätzlich boten Christian Reis und Thomas Antrett eine Führung an der Storchenscheune an.

An dieser Stelle nocheinmal herzlichen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer und Kuchenspender, ohne deren Engagement die Durchführung dieses Fest nicht möglich wäre.

Zum Abschluss noch ein paar Impressionen vom Fest:



Sonntag, 10. Juli 2011

Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Bornheim für Pfalzstorch Ehrenvorsitzenden Dieter Hörner







Dieter Hörner, u.a. langjähriger Bürgermeister der Gemeinde Bornheim, wurde im Rahmen einer Feierstunde in Anwesenheit vieler Bornheimer und Vertreter des öffentlichen Lebens anlässlich des Storchenfestes von Bürgermeister Lothar Bach, die Ehrenbürgerschaft verliehen. Damit sollten die vielfältigen Verdienste von Hörner für die Gemeinde entsprechend gewürdigt werden. Dank der Kreativität und der Umsetzungsstärke habe Hörner Bornheim zu dem gemacht, was es heute ist. Er erinnerte u.a. an die Wiederansiedlung der Störche und das Storchenzentrum, die vielen Kunstwerke wie Saubrunnen und Lehrer Lämpel Platz und viele andere Aktivitäten.

Vom Vorsitzender der Aktion Pfalzstorch e.V. ,Prof. Dr. Karl Keilen, wurde Hörner als Dank die Patenschaft für Storch "Dieter" von der Bornheimer Kirche übertragen.

Montag, 4. Juli 2011

Storchenfest am 9. und 10. Juli 2011 in Bornheim - Es sind noch einige Storchenpatenschaften zu vergeben.

In diesem Jahr findet das Storchenfest aus besonderem Anlass an zwei Tagen statt. Der besondere Anlass ist die Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde an den Ehrenvorsitzenden der Aktion Pfalzstorch und langjährigen Bürgermeister der Gemeinde Bornheim Dieter Hörner am 9. Juli um 19 Uhr.

Im Anschluss an die Verleihung beginnt das Storchenfest. Für Essen und Getränke ist gesorgt.

Am 10. Juli ist um 11 Uhr die offizielle Eröffnung des Storchenfestes durch den 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Karl Keilen.

Um 14.00 erfolgt die Vergabe der Patenschaftenurkunden an Personen, die gerne eine Patenschaft für Jungstörche übernehmen und der der Aktion Pfalzstorch einen Geldbetrag zur Unterstützung der Pflegestation spenden. Außerdem werden einige Menschen mit einer Patenschaft geehrt, die der Aktion Pfalzstorch e.V. eine besondere Unterstützung zu kommen lassen.

Auch sonntags gibt es leckeres Essen und die unterschiedlichsten Getränke.

Wer noch eine Storchenpatenschaft kurzfristig übernehmen oder als einmaliges, orginelles Geschenk haben möchte, kann sich gerne mit Karin Hechler, Tel. Tel. 06341/53352 in Verbindung setzen.

Donnerstag, 30. Juni 2011

Pfälzische Weinkönigin Karen Storck Ehrenpatin von Venninger Jungstörchen



Sieben Venninger Jungstörche wurden von Christian Reis von der Aktion Pfalzstorch in Venningen beringt. Die Vergabe von Patenschaften am Bürgerlistennest erfolgte in Anwesenheit der pfälzischen Weinkönigin Karen Storck. Sie erhielt von Norbert Arend, 2. Vorsitzender der Aktion Pfalzstorch, die Urkunde über die Ehrenpatenschaft für die in Venningen geschlüpften Jungstörche.

"Über diese Ehrenpatenschaft freue ich mich sehr“, so Karen Storck Den zukünftigen Werdegang der Storchenjungen werde sie soweit möglich verfolgen.

Drei Storchenpatenschaften wurden an

„Weinstube Theresienhof“, Rhodt, für Storch "Ferdinand" (www.theresienhof-rhodt.de)

Theodor Jehle, Volkach, für Storch "Theodor“

Dr. Bernd Teller, Venningen, für Storch "Jonathan" vergeben.

Sie hatten die höchsten Gebote für die Patenschaften abgegeben.

1/3 des Erlöses der Patenschaftsaktion, erhält die Aktion Pfalzstorch e.V. Der Rest wird für die Storchenansiedlung und Pflege in Venningen verwendet. Arend freute sich im Beisein des ehemaligen Umweltpfarrers Gehard Postel, mit vielen Venningern, dass auf dem Nest „Rohr“ und dem „Bürgerlistennest“ in diesem Jahr sieben Jungstörche ausgebrütet wurden, die sich alle prächtig entwickeln. Dank sagte er insbesondere auch den Nestbetreuern Willi Spies und Wolfgang Gottschall und den übrigen Unterstützern.

Die Storchenfachleute gehen davon aus, dass die Jungstörche in zwei bis drei Wochen die ersten Flugübungen machen und auf Futtersuche gehen. Gottschall und Spies bitten deswegen Hundehalter nachdrücklich die Hunde anzuleinen.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Spektakuläre Rettungsaktion!



Danke an die Freiwillige Feuerwehr Offenbach

Dank der sofort herbeieilenden Offenbacher Feuerwehr mit ihrem hochmodernen Hubsteigerfahrzeug konnte vergangenen Mittwoch
abend einer der drei Jungstörche, der aus dem Dachnest der Protestantischen Kirche fiel, gerettet werden. Das vorhandene Schneefanggitter verhinderte den Sturz in die Tiefe. Ein aufmerksamer Nachbar verständigte die Aktion PfalzStorch, die wiederum sofort die Offenbacher Feuerwehr zu Hilfe rief. Der Beringer Christian Reis unterbrach seine Beringungsaktion in Leimersheim und war sofort zur Stelle. Er rettete mit Unterstützung der Feuerwehrleute den Jungstorch, untersuchte ihn und nachdem er außer einer kleinen Abschürfung am Flügel keine weitere Verletzung feststellte, setzte er den Jungstorch in einer spektakulären Aktion wieder zu seinen Artgenossen ins Nest zurück. Bei dieser Gelegenheit nahm Christian Reis gleich die Beringung vor.

Im Namen der Aktion PfalzStorch ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, den Nachbarn, die Mannschaft der Feuerwehr Offenbach und natürlich an Christian Reis, ohne deren sofortige Reaktion und Einsatzbereitschaft eine Rettung vor Einbruch der Dunkelheit nicht möglich gewesen wäre.

Beringung voll im Gange

Zurzeit haben die Beringer Christian Reis, Ingrid Dorner und Manfred Conrad alle Hände voll zu tun. Sie haben bereits einen Großteil der Jungstörche in Rheinland-Pfalz beringen können. Nach dem bekannten Muster (in ungeraden Jahren links, in geraden Jahren rechts) wurde bzw. wird der ELSA-Ring im Jahre 2011 links oberhalb des Intertarsalgelenks angebracht.
Dieses Jahr bekommen vor allem Christian Reis und Ingrid Dorner Unterstützung vom FÖJler der APS Thomas Antrett, welcher letztes Jahr erfolgreich an einem Beringerseminar der Vogelwarte Radolfzell teilgenommen hat und nun Praxiserfahrungen bei erfahrenen Beringern sammeln muss.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn die Beringungstermine von den Beringern teilweise sehr kurzfristig bekanntgeben werden. Da die Beringungsaktionen von verschiedenen Faktoren abhängen wie z. B. dem Wetter, wie und wann die Beringer Hilfsmittel wie Hubsteiger oder Ähnliches bekommen und natürlich auch wie die ehreamtlichen Beringer gerade Zeit dafür aufbringen können, kann es sehr spontan zu Terminierungen kommen. Sie versuchen trotzdem die Termine rechzeitig bekanntzugeben.

Hier noch ein paar Bilder von Nestern, in welchen bereits schon beringt wurde:


Eine Beringung der etwas anderen Art. Dieses Nest in Schifferstadt war sehr schwer mit einer Leiter oder dem Hubsteiger zu erreichen. Die Firma Baumerlebnisse Osterheld aus Landau rückte an und unterstütze uns bei der Beringung der Jungstörche. An dieser Stelle nocheinmal vielen Dank!


Christian Reis beim beringen der Jungstörche auf dem Dach der Storchenscheune Bornheim.

Christian Reis (rechts) und Thomas Antrett (links) nach gelungener Beringung auf dem Dach der Storchenscheune.


Beringung im Süd/Ost -Nest in der Voliere der Storchenscheune.


Nest: Auf der Voliere Westseite (Gehsteig)


Die folgenden drei Aufnahmen wurden bei der Beringung in dem Nest vor dem Storchenzentrum Bornheim gemacht. Normalerweise stellen sich die Jungstörche tot, jedoch tun dies nicht immer alle, wie auf dem folgenden Bild zu sehen ist. Doch gegen die Erfahrung von Christian Reis kam "der Kleine" nicht an:





Viele Grüße
i.A. Thomas Antrett
(FÖJler)