Die ersten 6 Störche sind nach Bornheim zurückgekehrt. Auch von einigen anderen Gemeinden werden einzelne Störche gemeldet. Von den meisten dieser frühen Rückkehrer wissen wir, dass sie in den vergangenen Jahren nicht weit weggezogen waren und im nahen Elsass abgelesen werden konnten. Bei Kälteeinbrüchen waren sie wieder weg, um bei erneut milden Temperaturen zurückzukommen. Also noch nicht unbedingt ein Frühlingszeichen!
Andererseits gibt es auch für die historische Weißstorchpopulation um 1900 dokumentierte Rückkehrdaten ab Mitte Februar, so dass wir in den nächsten Tagen und Wochen auch mit der Rückkehr der Fernzieher rechnen dürfen.
Der Storch-begeisterte Mannheimer Fotograf Norbert Gladrow hat das inzwischen komplette Paar des Nestes auf der Westseite der Voliere Storchenscheune fotografiert und uns seine Fotostrecke vom gestrigen Sonntag zugeschickt. Dieses Paar ist bereits im 7. Jahr zusammen. Die Hormone für die kommende Nestbau- und Brutsaison beginnen offensichtlich schon, in der Blutbahn zu zirkulieren...
Montag, 10. Februar 2014
Mittwoch, 18. September 2013
Bilanz der Brutsaison 2013
Bis auf
vereinzelte Nachzügler sind nun auch die
Altstörche nach Süden gezogen, nachdem die Mehrzahl ihrer Jungen schon vor 4
Wochen zu der langen Reise Richtung Afrika aufgebrochen waren.
Die Anzahl
der Weißstorch-Brutpaare in Rheinland-Pfalz hatte auch in diesem Jahr wieder kräftig
zugenommen: Um 23% auf 165 Brutpaare, gegenüber 134 im vergangenen Jahr.
Weniger erfreulich war allerdings ihr geringer
Bruterfolg.
Die
Wetterbedingungen waren nicht günstig: Zu Beginn der Brutperiode Ende März hat
der verlängerte Winter bei einigen Paaren zu Unterbrechung und Störungen des
Brutgeschäftes geführt. Die lange Regenperiode Ende Mai, verbunden mit
niedrigen Temperaturen, haben viele Jungvögel nicht überlebt. Besonders
betroffen war dabei die Gruppe derer, die schon zu groß waren, um noch unter
den Eltern Schutz zu finden, aber noch nicht weit genug entwickelt, um mit
diesen Witterungsbedingungen allein zurechtzukommen. Zu den direkten
Wettereinwirkungen kamen indirekte hinzu, wie z.B. die wetterbedingte
verspätete Wiesenmahd. Zwar profitieren Störche von feuchten Böden und
Überschwemmungen, aber hoch aufgewachsene Wiesen erschweren ihnen das Auffinden
der Nahrungstiere. So ist es nicht verwunderlich, dass die Ausfälle regional
sehr unterschiedlich auftraten. Glimpflich kamen die rheinhessischen Störche
mit durchschnittlich 1,9 Jungen pro Brutpaar davon. In der Westpfalz blieben dagegen
fast 70% der Brutpaare ohne flüggen Nachwuchs. Die Westpfälzer Störche kamen so
auf einen durchschnittlichen Bruterfolg von 0,4 Jungen pro Brutpaar, während er
landesweit bei 1,1 lag. Üblich waren in den letzten Jahren Werte über 2,0.
Immerhin
sind in Rheinland-Pfalz 182 Jungstörche von frei fliegenden Brutpaaren flügge
geworden. Der Weißstorchbestand ist durch einen solchen, überwiegend
witterungsbedingten Einbruch beim Bruterfolg sicher nicht gefährdet. Wenn sich
solche Wetterkapriolen nicht zu oft wiederholen, seine natürlichen Lebensräume erhalten und die
Gefahrenquellen weiter verringert werden, wird sich der Weißstorch auch in
unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft behaupten können.
Dienstag, 27. August 2013
Missgebildete Federn - Die Jungstörche aus Knittelsheim
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| Knittelsheimer Jungstorch in der Storchenscheune |
Sein Geschwisterchen hatte weniger Glück: es verunglückte bald nach seinem ersten Flugversuch und wurde tot aufgefunden.
Mit freundlichen Grüßen Melina Krieg
Mittwoch, 21. August 2013
Hallo liebe Storchenfreunde und Blogleser,
ich bin die neue FÖJlerin
der Aktion Pfalzstorch und möchte mich Ihnen kurz vorstellen.
Ich kam über ein paar Umwege zur Aktion Pfalzstorch und bin
sehr froh, diese wunderbare FÖJ-Stelle bekommen zu haben.
Im März 2012 beendete ich mein Abitur und studierte ab
September in Karlsruhe am KIT Biologie. Schnell wurde mir klar: auch wenn
Biologie ein wirklich interessantes Fach ist, ist Studieren leider nichts für
mich. Deshalb habe ich mich nach einer Stelle umgesehen, bei der ich etwas für
die Natur tun kann und gleichzeitig körperlich und geistig gefordert werde.
Genau so eine Stelle habe ich hier bei der Aktion Pfalzstorch gefunden.
Als ich hier in Bornheim am 1.August meinen ersten
Arbeitstag hatte, war ich sehr froh, dass Marina, die FÖJlerin des Vorjahres,
mir mit Rat und Tat zur Seite stand. Mittlerweile habe ich mich in der
Storchenscheune und im Storchenzentrum etwas eingelebt und möchte Ihnen einen
kurzen Einblick in meinen Arbeitsalltag geben.
Mein Tag beginnt jeden Morgen an der Storchenscheune bei den
flugunfähigen oder verletzten Störchen. Wie sollte es auch anders sein, hat das
Wohl der Störche bei der Aktion Pfalzstorch oberste Priorität. Ich füttere die
Störche, putze ihr Wasserbecken und schaue ob alles in Ordnung ist. Kuscheln
oder Ähnliches steht nicht auf dem Programm, es gibt nämlich auch immer wieder
Kandidaten, die wieder ausgewildert werden können und diese sollen nicht auf
den Mensch fixiert sein.
Danach geht es zum Storchenzentrum, wo Meldungen über
Störche verarbeitet werden (Verunglückte Störche, Neusichtungen etc.) und wo natürlich
auch eine Ausstellung zum Weisstorch beheimatet ist. Ich habe selten so eine
schöne, interaktive Ausstellung gesehen, die für jedes Alter geeignet ist. Ich
fühle mich sehr geehrt mit dieser Ausstellung arbeiten zu dürfen und sie auch
Besuchern näher bringen zu können. Nicht jede Ausstellung ist langweilig und
die hier im Storchenzentrum schon gar nicht.
In der kurzen Zeit, in der ich hier bin, sind mir die
Störche und ihr Schutz sehr ans Herz gewachsen. Es ist sehr schön zu sehen,
dass es so tolle Organisationen wie die Aktion Pfalzstorch gibt, die es
geschafft hat den Störchen hier in der Pfalz, nach über 20 Jahren, wieder eine
Heimat zu geben.
Ich freue mich hier ein Jahr arbeiten zu dürfen, viele
Erfahrungen zu sammeln, einiges dazu zu lernen
und vor allem freue ich mich auf das nächste Frühjahr, wenn die Störche
aus dem Süden wieder kommen.
Mit freundlichen Grüßen
Melina Krieg
Sonntag, 4. August 2013
Vollversammlung vor der Abreise
Die Storchensaison ist fast zu Ende. Die Störche nutzen die letzten Wässertage, um es sich noch einmal richtig gut gehen zu lassen und sich in Reisegruppen zu sammeln. Am 2. August waren 280 (!) Weißstörche in den Offenbacher Niederwiesen versammelt. Mit dabei war auch ein Schwarzstorch. So viele Tiere müssen abends einen Schlafplatz finden. Die Störche aus dem näheren Umkreis übernachten meist noch auf ihren Herkunftsnestern. Die Nahrungsgäste suchen Bäume, Hausdächer, Lampen und vor allem Strommasten auf, was ihnen nach wie vor manchmal zum Verhängnis wird.
Ablesungen an den Schlafplätzen ergaben, dass die Nahrungsgäste nicht nur aus der Pfalz, sondern auch aus Rheinhessen, Südhessen, Baden-Württemberg und dem Elsass stammen.
In den nächsten Tagen, sobald die Thermikbedingungen günstig sind, werden sie sich auf die Reise begeben. Hoffen wir, dass viele von ihnen wiederkommen!
Ablesungen an den Schlafplätzen ergaben, dass die Nahrungsgäste nicht nur aus der Pfalz, sondern auch aus Rheinhessen, Südhessen, Baden-Württemberg und dem Elsass stammen.
In den nächsten Tagen, sobald die Thermikbedingungen günstig sind, werden sie sich auf die Reise begeben. Hoffen wir, dass viele von ihnen wiederkommen!
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| Schwarzstorch mit Weißstörchen |
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| Hoffentlich gut genug gesichert! |
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| Ungefährliche Schlafplätze auf Lampen im Gewerbegebiet |
Stichworte:
Bewässerung,
Niederwiesen,
Schlafplatz,
Strommast
Mittwoch, 24. Juli 2013
Jungstorchauswilderung 2013 sehr erfogreich verlaufen!
Der Juli neigt sich dem Ende zu, die Jungstörche ziehen am Himmel schon kräftig ihre Runden, nun war es Zeit auch wieder die Nachkommen unserer Schützlinge aus der Storchenscheune Bornheim in die Freiheit zu entlassen.
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| Einer der Jungstörche bei seinem Jungfernflug. |
Am Mittwoch, dem 17.07.2013, hieß es für die Jungen "Ab auf die Kollerinsel bei Otterstadt!". Vor Ort wurden die Tiere von Thilo Toelle vom Verein für Heimatpflege und Naturschutz Otterstadt e.V. liebevoll versorgt, ehe es am vergangenen Sonntag hieß "Tür auf!".
Zunächst waren die Jungen noch etwas unsicher, doch durch die beruhigenden Worte von Thilo Toelle "Ja los, noch ähn Schridd, unn es isch gschafft, brauchd doch kä Angschd hawwe." und "Alla hopp, jedzd geht schä naus, drause isses schä." wagte einer nach dem anderen den Schritt in die Freiheit und hob zum ersten großen Rundflug in Freiheit ab.
Neben vielen Schaulustigen, waren auch dieses Jahr wieder Vertreter von der regionalen Tagespresse, des SWR und zudem die Paten der Jungstörche mit vor Ort. Besonders bemerkenswert ist, dass ein Ehepaar, welches eine Patenschaften übernommen hat, sich extra auf den Weg aus Luxemburg in die Vorderpfalz gemacht hatte um die Auswilderung der Jungstörche mitzuerleben.
An dieser Stelle möchte ich wie jedes Jahr noch mal den Hinweis bringen, dass die Storchenscheune keine Zuchstation ist. Die kranken und verletzten Störche gehen auch dort ihren natürlichen Trieben nach, bringen ihre Jungen zur Welt und ziehen sie mit unserer Unterstützung groß, ehe sie (die Jungstörche) dann ausgewildert werden.
Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an alle Beteiligten, die mit jeder noch so kleinen Unterstützung zu allem beigetragen haben.
Ein besonderes Dankeschön geht an meine Team-Kollegen aus der Storchenscheune Bornheim Andrea Ferner, Marina Damm (FÖJlerin) und Christian Reis, sowie an den Verein für Heimatpflege und Naturschutz Otterstadt e.V., besonders an Herrn Thilo Toelle für die hervorragende Versorgung vor Ort.
Wir wünschen den Jungen alles Gute, viel Erfolg und viel Gesundheit auf ihrem weiteren Lebensweg!
Stichworte:
Auswilderung,
Auswilderung 2013,
Storchenscheune,
Storchenscheune Bornheim
Dienstag, 16. Juli 2013
Über Hundert Störche auf bewässerten Offenbacher Niederwiesen
Ja, es ist endlich soweit. Die Queichwiesen werden bewässert - und die Störche treffen sich. Gestern konnte ich auf den Offenbacher Niederwiesen über 100 Störche zählen. Ein traumhafter Anblick.
Die Heuernte hat sich in diesem Jahr wegen der feuchten Witterung und den nassen Wiesen um drei bis vier Wochen verzögert. Die Wiesen konnten nicht gemäht werden. Nachdem die Heuballen nun abgefahren werden, können die Wiesen entsprechend dem Bewässerungsplan bewässert werden.
Von Tag zu Tag werden sich auch mehr Störche auf den bewässerten Wiesen tummeln, weil die Jungstörche in diesem Jahr -auch witterungsbedingt- einige Wochen später geschlüpft sind und damit später flügge werden.
Ein Besuch bei den Störchen in den Queichwiesen lohnt sich - nicht nur für Storchenliebhaber.
Auch immer mehr Touristen besuchen die Pfalz wegen der Störche und zum großen Teil wegen den bewässerten Wiesen, weil es kaum irgendwo in Deutschland eine so große Anzahl von Störchen auf einem Platz gibt.
Dienstag, 9. Juli 2013
Storchenfest 2013 - Am kommenden Sonntag!!!
Am kommenden Sonntag (14.07.13) findet ab 11:00 Uhr das alljährliche Storchenfest auf dem Parkplatz vor dem Storchenzentrum, Kirchstr. 1 in 76879 Bornheim (bei Landau in der Pfalz) statt. Neben vielen leckeren Speisen und Getränken, Kaffee und Kuchen, sowie vielen Störchen mit ihren Jungen, erwartet Sie folgendes sehenswertes Rahmenprogramm:
9:00 Uhr: Storchenbeobachtung in den Wässerwiesen. Treffpunkt: Ottersheim, Oldtimerscheune (verlängerte Waldstraße)
11:00 Uhr: Eröffnung des Storchenfestes
14:00 Uhr: Vergabe der Patenschaften
15:30 Uhr: Führung in der Storchenscheune
Außerdem: Basteln für Kinder, Besichtigung der Dauerausstellung im Storchenzentrum, Powerpointpräsentationen zur Rückkehr des Weißstorch.
Der Erlös aus dieser Veranstaltung, sowie der Patenschaften, kommt in vollem Umfang den rheinland-pfälzischen Störchen zugute (z.B. Unterhalt der Kranken- und Pflegestation Storchenscheune Bornheim, Kauf von Material zum Bau für neue Storchennester, und viele weitere Projekte rund um den Storch).
Wir und vor allem die Störche freuen uns sehr über Ihr Kommen.
9:00 Uhr: Storchenbeobachtung in den Wässerwiesen. Treffpunkt: Ottersheim, Oldtimerscheune (verlängerte Waldstraße)
11:00 Uhr: Eröffnung des Storchenfestes
14:00 Uhr: Vergabe der Patenschaften
15:30 Uhr: Führung in der Storchenscheune
Außerdem: Basteln für Kinder, Besichtigung der Dauerausstellung im Storchenzentrum, Powerpointpräsentationen zur Rückkehr des Weißstorch.
Der Erlös aus dieser Veranstaltung, sowie der Patenschaften, kommt in vollem Umfang den rheinland-pfälzischen Störchen zugute (z.B. Unterhalt der Kranken- und Pflegestation Storchenscheune Bornheim, Kauf von Material zum Bau für neue Storchennester, und viele weitere Projekte rund um den Storch).
Wir und vor allem die Störche freuen uns sehr über Ihr Kommen.
Stichworte:
Storchenfest,
Storchenfest 2013,
Storchenfest Bornheim
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