Samstag, 14. März 2009

Kampfmethoden

Im Bornheimer Nest am Sportplatz kam es vorgestern zur Anwendung ungewöhnlicher Kampfmittel: die langjährige Brutstörchin zeigt, dass ein Storchenschnabel nicht nur als gefährliche Stichwaffe, sondern auch als effektvolle Zange im mehrminütigen Haltegriff zum Einsatz kommen kann:


Klickbild

Der umklammerte Storch besaß die Dreistigkeit mitten im Kampf zu klappern, als ein Anderer in der Nähe losklapperte! Die Brutstörchin hat beim Kampf eine Wunde am Flügelansatz davon getragen.




Die Videoaufnahme stammt von Michael Fangrath, vielen Dank!


Und so sah es gerade eben auf dem Nest aus, "Sie" steht links:

Klickbild

Kamera Kirchendach

Wegen Renovierungsarbeiten im Rathaus Bornheim musste die Kamera deaktiviert werden. Eventuell gibt es im Laufe der kommenden Woche wieder aktuelle Bilder.

Dienstag, 10. März 2009

Neues vom "Senderstorch"

Nach einer längeren Suche konnte der französische Wissenschaftler gefunden werden, welcher den Satellitensender montiert hat. Zur Besprechung der Lage kommt er in Kürze nach Bornheim.

Der Sender ist offenbar seit Mitte Februar außer Funktion (offenbar seitdem er verrutscht ist).

Montag, 9. März 2009

Seltener Gast



Heute in der Abenddämmerung in den Queichwiesen: Das Hochstadter Storchpaar greift scheinbar einen ziemlich schmutzigen Storch an. Erst beim Fotografieren (unter schlechten Lichtverhältnissen, daher etwas verwackelt) stellt sich heraus: Es ist ein einzelner Kranich, der vermutlich beim Zug nach Nordosten nicht mehr mit seinen Artgenossen mithalten konnte und eine Pause brauchte. Die Störche haben aber nur eine einzige Flugattacke durchgeführt und danach den Kranich in Ruhe gelassen.
Die Rheinebene wird auf Höhe der Queichwiesen immer wieder, aber nicht regelmäßig im Frühjahr und Herbst von Kranichen überflogen. Vor 2 Jahren hat ein Trupp von ca. 400 Tieren auf den Hochstadter Wiesen sogar übernachtet. Auch heute ist ein Keil mit 120 Tieren durchgezogen.
Im Gegensatz zu nördlichen und nordöstlichen Bundesländern sind in der Pfalz Begegnungen von Störchen und Kranichen eine große Ausnahme.

Samstag, 7. März 2009

Müll

Im Laufe der letzten Jahre haben wir schon öfters solche Bilder in verschiedenen Kameranestern gesehen: die Störche finden immer wieder große Gummiringe, die sie offensichtlich fressen wollen (sehen aus wie Schlangen??). Beim typischen Hochwerfen und Aufschnappen der vermeindlichen Nahrung ziehen sie sich dann aus Versehen den Ring über den Hals, eine nicht ganz ungefährliche Situation...




Webcambild und Karte

Kleine Übersicht auf Strukturen im Kamerabild Nest Zeiskam:


Klickbild

Im Kamerabild ist am linken Bildrand die Queich als kurzer blinkender Streifen zu erkennen...

Sonntag, 1. März 2009

Siegerin identifiziert



Fotos: Norbert Gladrow

Die Ringablesung mit Spektiv bestätigte die Vermutung: Bei der Siegerin des Storchenkampfes, der offensichtlich heute Morgen bei der Zeiskamer Mühle stattgefunden hat, handelt es sich tatsächlich um die letztjährige Brutstörchin. Sie brütet hier schon seit 2005.
Der links oben angebrachte Aluminiumring stammt von der Vogelwarte Paris, weshalb die Storchendame von einer Mitarbeiterin der Zeiskamer Mühle liebevoll "Chantal" genannt wird.

Von der Vogelwarte haben wir kürzlich weitere Informationen über die Störchin erhalten:
Sie wurde nestjung beringt am 1. Juli 2003 in Strasbourg/Frankreich. Am Brutort und auf dem Zugweg gab es mehrere Ablesungen:
  • 04.02.2005 Zeiskam
  • 13.11.2005 Chalamont, Ain, France
  • 17.02.2006 Le Plantay, Ain, France
  • 27.02.2006 Zeiskam
  • 02.01.2007 Le Plantay, Ain, France
  • 14.03.2007 Zeiskam
  • 04.03.2008 Zeiskam
Beim Storchenkampf ist zwar einiges an Blut geflossen, was auch auf den tollen Fotos, die heute nachmittag Norbert Gladrow geschossen hat (Danke!!!), nicht zu übersehen ist. Aber die Störchin scheint nicht ernsthaft verletzt zu sein.
Wir wünschen ihr ein erfolgreiches 5. Brutjahr!

Blutiger Horstkampf in Zeiskam?

Der unberingte Storch, der sich seit einigen Tagen im Nest blicken lässt und dort schon recht eifrig rumwerkelt, ist ein Männchen. Nachdem gestern ein zweiter Storch im Nest zu sehen war (mit schwarzem ELSA-Ring), ging es gleich mit einer Kopulation zur Sache:


Klickbild

Unglücklicherweise sollte dieses Glück nicht lange dauern. Denn offensichtlich ist ebenso gestern die frühere Brutstörchin eingetroffen (Aluring, eine sichere Ablesung der Nummer gibt es aber noch nicht):

Klickbild: links oben am Bein ist beim stehenden Storch ein Aluminiumring zu erkennen. Sieht so aus, als würde gerade das Männchen am Kopf gekrault... Wahrscheinlich handelt es sich um die langjährige Brutstörchin der Zeiskamer Mühle, die gestern zurück gekehrt ist...


Zwischen den beiden Weibchen kam es dann heute Morgen wahrscheinlich zu einem heftigen und blutigen Nestkampf, dessen (vorläufige Siegerin) die Störchin mit dem Aluring (li o) ist:





Gut möglich, dass es jetzt zu weiteren Kämpfen kommt.
Siehe auch ==> Bericht vom Dach der Bornheimer Storchenscheune 2007.

Wie stark die Verletzung ist, kann man nicht so einfach abschätzen. Die Störchin beteiligte sich jedenfalls schon wieder am Nestbau. Wir werden die Situation genau beobachten. Wie es der Kontrahentin geht, wissen wir nicht...