ACHTUNG ÄNDERUNG, Stand 12.15 Uhr
Die unten angekündigte Bergung des Geleges muß verschoben werden! Wir halten Sie auf dem Laufenden!
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Seit dem 9. April ist das Storchenweibchen vom Dachnest der evangelischen Kirche verschollen. Es wurde zuletzt gegen 13.15 Uhr im Nest gesehen. Wir archivieren alle Kamerabilder auf einem PC und sind dadurch in der Lage, zuverlässige Aussagen über die Nestvorgänge zu machen. Wir haben leider keine Informationen über den Verbleib der Störchin und es kann mit großer Sicherheit angenommen werden, daß hier ein schwerwiegender Unglücksfall vorliegt. Entweder ist der Storch tot oder so schwer verletzt/erkrankt, daß er nicht mehr zum Nest zurückkehren konnte. Einfach so verläßt kein Brutvogel sein Gelege! Der seitdem ununterbrochen im Nest ausharrende Storch ist also das beringte Männchen.
Wie geht es weiter?
Es gibt verschiedene Varianten des weiteren Vorgehens:
1. Man beläßt die Eier im Nest. Das Männchen wird irgendwann das Gelege aufgeben (zuerst kurze Pausen zum Trinken und Futtersuchen, dann immer länger). Eventuell verpaart sich das Männchen sogar noch dieses Jahr mit einem zweiten Weibchen und es kommt zu einer neuen Brut. Die Eier würden in diesem Fall mit Sicherheit absterben und irgendwann als störende Fremdkörper aus dem Nest geworfen.
2. Man "rettet" das Gelege und läßt es entweder durch Storchen-Ersatzeltern (2a) oder durch Menschenhand (2b) aufziehen. Variante 2a ist mit Sicherheit besser als 2b.
Nach Absprache mit der oberen Naturschutzbehörde (SGD Süd) haben wir uns dazu entschlossen, heute ab ca. 13 Uhr/13.30 Uhr das Gelege mit Hilfe der Offenbacher Feuerwehr bergen. Die Eier sollen dann einem flugunfähigen (durch frühere Verletzung bedingt) Storchenpaar im Landauer Zoo untergeschoben werden, das derzeit ein eigenes Gelege ausbrütet. Aber: dieses Paar legt seit Jahren nur unbefruchtete Eier, es sind noch nie Küken geschlüpft!
Wir haben uns zur Variante 2a entschlossen, weil das "Pflegepaar" eine viel artgerechtere Aufzucht garantiert, als es jemals durch Menschenhand geschehen könnte! Je weniger die Störche in ihrer Jugend mit Menschen in Berührung kommen, desto besser.
Unser Ziel ist in jedem Fall aber die Auswilderung dieser Jungstörche! Das Gehege ist nach oben offen, sie könnten also nach und nach selbstständig auf die Wiesen im Osten von Landau fliegen, eventuell käme auch eine Auswilderung direkt am Rand eines Wiesengebietes in der Südpfalz in Betracht.
Wir werden im Nest-Telegramm natürlich über den Fortgang der Ereignisse berichten!
Ihre Aktion PfalzStorch
Mittwoch, 11. April 2007
Montag, 9. April 2007
Wehre an der Queich
Stand 9. April 2007, Beitrag wird noch ergänzt
Das Copyright sämtlicher Aufnahmen liegt bei der Aktion PfalzStorch, bitte ohne Absprache keine Bilder für die Verwendung in Print- oder Onlinemedien etc. entnehmen! Dies gilt ausnahmslos auch für alle anderen Aufnahmen in diesem Blog!
Mit den im folgenden Beitrag vorgestellen Wehren haben die Bauern zum großen Teil schon seit vielen Jahrhunderten die Queichwiesen bewässert. Zwar gab es die Wiesenbewässerung auch an allen anderen Bächen der Pfalz, doch nirgendwo sonst sind sowohl die Bauten als auch ihre Nutzung in die Neuzeit "hinübergerettet" worden. Dass das Interesse für dieses pfälzische Kleinod gerade noch rechtzeitig geweckt wurde, ist auch ein ganz wesentliches Verdienst der Wiederansiedelung des Weißstorchs durch die Aktion PfalzStorch!
Diese Wehre sind beeindruckende Zeugen unserer pfälzischen Kulturlandschaft!
Durch das Natura2000-Projekt "Bellheimer Wald und Queichwiesen" (das Gebiet umfaßt ca. 5000 Hektar) wurden mittlerweile fast alle für die Bewässerung notwendigen Wehre restauriert und der alten Funktion zugeführt. Davon wird auch die Artenvielfalt unserer Region profitieren: wo Wasser ist, da ist Leben! Die größte rheinland-pfälzische Weißstorchpopulation ist hier zu Hause, sie ist Symbol der hohen biologischen Wertigkeit dieser Wiesenlandschaft mit ihrem umfangreichen System von Be- und Entwässerungsgräben.
Hier einige aktuelle Bilder:
Offenbacher Wehr





Ans Offenbacher Wehr sind drei Bewässerungsgräben angeschlossen.
Knittelsheimer Wehr
Grundlegende Sanierung abgeschlossen, an dieses Bauwerk sind drei Bewässerungsgräben angeschlossen.


Ottersheimer Teilungswehr
Hier findet die Teilung der Queich im Verhältnis 3:2 statt: nach Süden zweigt der Spiegelbach ab, er nimmt 2/5 des Wassers auf.


Ottersheimer Rödelwehr
Grundlegende Sanierung abgeschlossen, hier sind zwei Bewässerungsgräben angeschlossen.


Unten: brandneue Armaturen, die ca. 1,90 Meter hohen Stautafeln können mit einfachem Kurbelbetrieb bedient werden


Wehr an der Neumühle
Neubau, an dieses Wehr sind Bewässerungsgräben der Ottersheimer Wiesen angeschlossen.

Schwarzes Wehr, siehe ==> HIER
Hochstadter Wehr
Stark sanierungsbedürftig, momentan funktionslos

Zeiskamer Queich
Dieses Wehr soll mit einer bequemen Handkurbel nachgerüstet werden

Die kleinen Geschwister der großen Queichwehre: Wiesenschließen
Von diesem Bautyp gibt es sehr viele (namenlose) Bauten, im Laufe des Natura2000-Projektes wurden über 20 Schließen dieser Art neu errichtet. Von den alten, aber noch funktionsfähigen Schließen ist noch eine vielfache Menge im Einsatz.


Wässerwiesen im Abendlicht
Vorne ein Teil der Wässerwiesen, im Hintergrund das UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald
(Fotograf: Martin Grund)
Das Copyright sämtlicher Aufnahmen liegt bei der Aktion PfalzStorch, bitte ohne Absprache keine Bilder für die Verwendung in Print- oder Onlinemedien etc. entnehmen! Dies gilt ausnahmslos auch für alle anderen Aufnahmen in diesem Blog!
Mit den im folgenden Beitrag vorgestellen Wehren haben die Bauern zum großen Teil schon seit vielen Jahrhunderten die Queichwiesen bewässert. Zwar gab es die Wiesenbewässerung auch an allen anderen Bächen der Pfalz, doch nirgendwo sonst sind sowohl die Bauten als auch ihre Nutzung in die Neuzeit "hinübergerettet" worden. Dass das Interesse für dieses pfälzische Kleinod gerade noch rechtzeitig geweckt wurde, ist auch ein ganz wesentliches Verdienst der Wiederansiedelung des Weißstorchs durch die Aktion PfalzStorch!
Diese Wehre sind beeindruckende Zeugen unserer pfälzischen Kulturlandschaft!
Durch das Natura2000-Projekt "Bellheimer Wald und Queichwiesen" (das Gebiet umfaßt ca. 5000 Hektar) wurden mittlerweile fast alle für die Bewässerung notwendigen Wehre restauriert und der alten Funktion zugeführt. Davon wird auch die Artenvielfalt unserer Region profitieren: wo Wasser ist, da ist Leben! Die größte rheinland-pfälzische Weißstorchpopulation ist hier zu Hause, sie ist Symbol der hohen biologischen Wertigkeit dieser Wiesenlandschaft mit ihrem umfangreichen System von Be- und Entwässerungsgräben.
Hier einige aktuelle Bilder:
Offenbacher Wehr





Ans Offenbacher Wehr sind drei Bewässerungsgräben angeschlossen.
Knittelsheimer Wehr
Grundlegende Sanierung abgeschlossen, an dieses Bauwerk sind drei Bewässerungsgräben angeschlossen.


Ottersheimer Teilungswehr
Hier findet die Teilung der Queich im Verhältnis 3:2 statt: nach Süden zweigt der Spiegelbach ab, er nimmt 2/5 des Wassers auf.


Ottersheimer Rödelwehr
Grundlegende Sanierung abgeschlossen, hier sind zwei Bewässerungsgräben angeschlossen.


Unten: brandneue Armaturen, die ca. 1,90 Meter hohen Stautafeln können mit einfachem Kurbelbetrieb bedient werden


Wehr an der Neumühle
Neubau, an dieses Wehr sind Bewässerungsgräben der Ottersheimer Wiesen angeschlossen.

Schwarzes Wehr, siehe ==> HIER
Hochstadter Wehr
Stark sanierungsbedürftig, momentan funktionslos

Zeiskamer Queich
Dieses Wehr soll mit einer bequemen Handkurbel nachgerüstet werden

Die kleinen Geschwister der großen Queichwehre: Wiesenschließen
Von diesem Bautyp gibt es sehr viele (namenlose) Bauten, im Laufe des Natura2000-Projektes wurden über 20 Schließen dieser Art neu errichtet. Von den alten, aber noch funktionsfähigen Schließen ist noch eine vielfache Menge im Einsatz.


Wässerwiesen im Abendlicht
Vorne ein Teil der Wässerwiesen, im Hintergrund das UNESCO Biosphärenreservat Pfälzerwald
(Fotograf: Martin Grund)
Stichworte:
Queich,
Wässerwiesen,
Wehre
B1: der Störchin geht's immer besser...

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Heute Morgen konnte man die Störchin zum ersten Mal seit Ausbruch der Krankheit wieder dabei beobachten, dass sie Nistmaterial beischafft. Das dürfte ein weiteres Zeichen für die Fortschritte bei der Genesung sein. Jetzt müssen wir einfach hoffen, dass später keine Komplikationen auftreten. Was die Ursache(n) der starken Entzündung über dem Auge war (und eventuell teilweise noch ist) kann man nur vermuten.
Nur Gesundung ist noch schöner als Gesundheit.
© Dr. rer. pol. Gerhard Kocher
Wir wünschen allen Nestkamerabeobachtern einen schönen Ostermontag!
Nest an der Zeiskamer Mühle
Viele werden sich noch an das Kameranest auf dem Dach der Zeiskamer Mühle erinnern, das 2006 online war.

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Dieses Jahr finden dort große Umbauarbeiten statt, daher kann es keine Livebilder geben.
Vor Rückkehr des Brutpaares haben wir zusammen mit Familie Küspert (Besitzer der Mühle) in der Nähe einen Alternativstandort für ein neues Nest gesucht und gefunden: ca. 100 Meter vom alten Nest wurde ein großes Wagenrad auf einen Pappelstamm montiert und alle haben gehofft, daß es angenommen wird. Es verlief optimal: nach der Rückkehr aus dem Süden haben sich die früheren Nestbesitzer (beide Störche sind beringt, daher kann die Identität sicher bestimmt werden) ziemlich schnell auf dem Pappelstamm gemütlich gemacht, mittlerweile wurde auch mit der Brut begonnen.
Fotograf Norbert Gladrow hat gestern die Zeiskamer Störche besucht und uns freundlicherweise diese Bilderserie geschickt. Herzlichen Dank!!

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Dieses Jahr finden dort große Umbauarbeiten statt, daher kann es keine Livebilder geben.
Vor Rückkehr des Brutpaares haben wir zusammen mit Familie Küspert (Besitzer der Mühle) in der Nähe einen Alternativstandort für ein neues Nest gesucht und gefunden: ca. 100 Meter vom alten Nest wurde ein großes Wagenrad auf einen Pappelstamm montiert und alle haben gehofft, daß es angenommen wird. Es verlief optimal: nach der Rückkehr aus dem Süden haben sich die früheren Nestbesitzer (beide Störche sind beringt, daher kann die Identität sicher bestimmt werden) ziemlich schnell auf dem Pappelstamm gemütlich gemacht, mittlerweile wurde auch mit der Brut begonnen.
Fotograf Norbert Gladrow hat gestern die Zeiskamer Störche besucht und uns freundlicherweise diese Bilderserie geschickt. Herzlichen Dank!!

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Sonntag, 8. April 2007
FRS 2823: auffällige Schwellung am Kopf hält an

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In dieser Bilderserie kann man gut die signifikante Veränderung der Kopfform bei FRS 2823 nachvollziehen, siehe Datumsangaben. Die Wölbung ist besonders stark oben rechts bzw. seitlich rechts ausgeprägt, eventuell ist ein Abszess die Ursache. Der Kopf erscheint wesentlich runder als zuvor, die "Stirn" war früher deutlich flacher.
Rückblick auf typische Bilder vom 4.4., dem Tag mit der stärksten Krankheitssymptomatik:

Rechts am Kopf eine blasenartige Ausbuchtung, braun-schwärzliche Färbung.



Starker Sekretfluß am rechten Auge
Samstag, 7. April 2007
Neuankömmlinge
Bei herrlichem Frühlingswetter treffen immer noch weitere Störche bei uns ein. Mit besonderer Spannung warten wir darauf, ob es zu erfolgreichen Brutversuchen an Stellen kommt, die bislang noch nicht oder schon lange Zeit nicht mehr belegt waren.
Unten eine kleine Grafik, welche die wahrscheinlichste Weißstorch-Einflugsachse in unsere Region darstellt. Die meisten Störche dürften im Bereich der sog. burgundischen Pforte (zwischen Jura und Südvogesen) den klimabegünstigten Oberrheingraben erreichen und vorwiegend innerhalb dieser natürlichen Leitstruktur (Schwarzwald/Odenwald östlich und Vogesen/Pfälzerwald westlich) weiter nach Norden ziehen. Die Rheinebene ist auch für viele andere Vogelarten eine natürlich vorgegebene Flugachse für die jährlichen Wanderungen in den und aus dem Süden.

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Unten eine kleine Grafik, welche die wahrscheinlichste Weißstorch-Einflugsachse in unsere Region darstellt. Die meisten Störche dürften im Bereich der sog. burgundischen Pforte (zwischen Jura und Südvogesen) den klimabegünstigten Oberrheingraben erreichen und vorwiegend innerhalb dieser natürlichen Leitstruktur (Schwarzwald/Odenwald östlich und Vogesen/Pfälzerwald westlich) weiter nach Norden ziehen. Die Rheinebene ist auch für viele andere Vogelarten eine natürlich vorgegebene Flugachse für die jährlichen Wanderungen in den und aus dem Süden.

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