Mittwoch, 26. März 2008

Frühere Bornheimer Störchin endgültig umgezogen

Die bekannte Bornheimer Störchin mit der Ringnummer FRS2823 vom Dach der Storchenscheune brütet nach unseren Beobachtungen mittlerweile wohl fest im Nest auf den Hochstadter Wiesen, und zwar zusammen mit dem Männchen, mit dem sie schon 2007 eine "Affäre" hatte... Dieses Männchen war dieses Jahr mehrfach auch im Nest auf der Storchenscheune gesichtet worden, hatte jedoch einen Kampf am 3. März gegen einen Rivalen verloren (Beitrag mit Bildern aktualisiert) und wurde danach nie wieder in Bornheim gesichtet.

FRS2823 wird in wenigen Wochen zehn Jahre alt, sie hat sieben Jahre hintereinander erfolgreich auf der Storchenscheune gebrütet. In ihrem ersten Lebensjahr wurde sie anhand ihrer Ringnummer in Südspanien von Ornithologen entdeckt (Frühjahr 1999).

2007 war sie allerdings im letzten Moment wieder in ihr altes Bornheimer Nest umgezogen, musste vorher jedoch in einem mehrstündigen, blutigen nächtlichen Kampf eine Rivalin vertreiben. Das Männchen von den Hochstadter Wiesen blieb 2007 dann ohne Nachwuchs.

Nestbau: es geht voran!

Das neue Paar auf dem Dach der Storchenscheune schleppt immer mehr Material hoch. Besonders fleißig scheint dabei das Männchen zu sein, während das unberingte Weibchen seine Stärken offenbar in der Bauleitung hat ;-)

Naja, so einseitig ist es dann doch nicht, auf diesem Bild wird jedenfalls Hand in Hand -- ähhhhm - Schnabel in Schnabel gearbeitet:

Montag, 24. März 2008

Flugästhetik


Ein geniales Bild vom 9. März: zwei Störche im Anflug, der Dritte im Nest sieht so aus, als würde er gerade "flüchten"....

Kalte Nacht, Reif auf den Fügeln


Klickbild: kein Schnee, sondern eine feine Reif-Schicht ist auf den schwarzen Federn zu erkennen (24.03.2008, 6.15 Uhr)

Wikipedia: "Reif ist ein kristalliner, beinahe schneeartiger Belag und bildet sich auf wärmeabstrahlenden Flächen mit geringer Wärmeleitung, sobald der Taupunkt auf diesen Flächen unter dem Gefrierpunkt des Wassers liegt."

Zum ersten Mal überhaupt in diesem Jahr hat das neue Paar fast die komplette (sternenklare) Nacht nebeneinander liegend im Nest verbracht:



Auch die Paare auf der Kirche und am Sportplatz haben es genau so gemacht. Eindeutig ein "Energiesparmodus"...

Sonntag, 23. März 2008

Wer gut dämmt, muss weniger heizen...

Bei aufklarendem Himmel gibt das auch in der Südpfalz eine kalte Nacht zum Ostermontag (- 5 Grad Celsius wird es morgen früh bestimmt haben) und danach geht es nur ganz zögerlich rauf mit den Temperaturen. Von Frühlingsausbruch erst mal keine Spur. Bleibt zu hoffen, dass die Storchenpaare, die schon ein Gelege haben, ihr Nest gut gepolstert haben. Hier gilt für Mensch und Tier: wer gut dämmt, muss weniger heizen und spart Kosten (Öl, Gas oder Regenwürmer, Mäuse... ;-)



Weiß auf Schwarz: Schnee-Ostern 2008

Donnerstag, 20. März 2008

Woher kommt das neue Storchenpaar?

Über das unberingte Weibchen können wir natürlich nichts sagen. Beim Männchen ist es schon spannender: seine Ringnummer wurde von uns letztes Jahr bei der Sommerbewässerung abgelesen, und zwar u.a. am 5. August 2007. Wer beim Bornheimer Storchenfest 2007 gegen Abend zur kleinen Exkursion in die Wässerwiesen östlich der Neumühle mitgegangen ist, kann sich an folgende Bilder erinnern:




Klickbild: die Spektive werden in Stellung gebracht, im Hintergrund stehen über 60 Störche auf einer bewässerten Wiese. Einer von Ihnen: das neue Männchen vom Dach der Storchenscheune.


Klickbild: in dieser Gruppe war das "neue Männchen" dabei. Wer ganz genau hinschaut, der ahnt beim dritten Storch von links einen schwarzen ELSA-Ring. Oben links am Bein, wie "der Neue"...

Die Aufnahmen entstanden am 5. August 2007 gegen 17.30 Uhr.


Dem Männchen hat es damals so gut in den Queich-Wässerwiesen gefallen, dass es sich dieses Jahr in Bornheim niederlassen möchte. Wir warten noch auf die Rückmeldung der Vogelwarte bez. der Herkunft dieses Storches. Eines ist sicher: ein Pfälzer Storch ist es nicht. Wir haben jetzt schon wiederholt diese sehr interessante Beobachtung gemacht:
bevor sich neue Brutstörche in der Pfalz niederlassen, sind sie schon ein oder zwei Jahre vorher bei der Wiesen-Bewässerung gesichtet worden!

Die Wiederbelebung der Wiesenbewässerung ist sicher das effektivste und ökologischste Hilfsmittel für die Ansiedelung neuer Störche in der Region.

Aber so geht's ja auch den Menschen: wer mal in der schönen Pfalz zu Besuch war, der kommt auch immer wieder gern zurück ;-)

Veränderungen im Kamerabild

Nachdem sich offensichtlich ein neues Paar auf dem Dach der Storchenscheune niedergelassen hat, übertragen wir dieses Kamerabild wieder an gewohnter Stelle. Das Nest am Sportplatz ist zunächst nur über die Startseite zu erreichen (Bornheim 3). Eventuell "übersieht" ein Browser diese Änderung erst mal, dann einfach die Seite manuell aktualisieren (Firefox: "Seite neu laden", Internet Explorer "Aktualisieren" o.ä.).


Neue Bildaufteilung im Storchenscheunen-Bild

Kürzlich ist ein Storch wohl besonders stürmisch auf der Kamerahalterung gelandet und hat das Bild nach oben verstellt. Wir haben deshalb den unteren Infotextbereich im Bild ganz nach oben verschoben, um das Nestzentrum besser sehen zu können...

Dienstag, 18. März 2008